PERSÖNLICHE BEITRÄGE

Rückblick auf die ersten 3 Monate auf Fahrradreise

Rückblick auf die ersten 3 Monate auf Fahrradreise

Mein Rückblick auf die ersten 3 Monate unserer Fahrradreise lassen mich erkennen, dass diese wirklich turbulent waren. Denn in den ersten drei Monaten auf Reisen mit dem Fahrrad ist wirklich allerhand passiert. Ich habe Seiten an mir entdeckt, die ich vorher nicht kannte.

Zudem bin ich viel an meine Grenzen gekommen und über mich hinaus gewachsen.

Vor etwa einem Jahr habe ich mein Visum für Neuseeland genehmigt bekommen. Ich habe meinen Arbeitgeber über meine Pläne informiert und kurze Zeit später haben wir dann unsere Wohnung gekündigt. Damit fing eigentlich alles an.

In diesem einen Jahr ist verdammt viel passiert. Und hätte mir damals jemand gesagt, dass ich Neuseeland mit dem Fahrrad bereise, hätte ich diese Person wahrscheinlich für verrückt erklärt. Aber ich bin schon echt weit gekommen. So weit, dass ich einen kleinen Rückblick auf die ersten 3 Monate unserer Fahrradreise schreiben kann. Und es fühlt sich immer noch so unwirklich und unbeschreiblich an.

Besonders, wenn ich an die ersten Wochen zurück denke. Alleine der Weg von unserer AirBnB Unterkunft in Papakura zum Waikato River war damals die Hölle für mich. Und ich nehme an, für Ricardo auch.

Mein Gefluche, Geschreie und meine Heulanfälle haben unseren Start nicht gerade ins beste Licht gerückt. Mir hat dieses Fahrrad fahren überhaupt keinen Spaß gemacht. Und dann die Berge immer hoch, um dann ein kleines bisschen Verschnaufspause zu haben, damit ich dann den nächsten Berg wieder hoch fahren kann. Wem zu Henker macht das bitte Spaß???

Aber das Schlimmste war für mich am Abend – nach lediglich 35 Kilometern – mit Schmerzen und ungeduscht in den Schlafsack zu schlüpfen. Klebrig, stinkig und keineswegs motiviert, am nächsten Tag wieder Fahrrad zu fahren.

Es hat sehr lange gedauert, bis ich diese Phase überwunden habe. Und es tut mir leid, wenn ich in dieser Phase unausstehlich für Ricardo war. Er hat wirklich alles versucht, mir diese Reise ein wenig leichter zu machen. Sogar ein wenig Gepäck hat er mir nach den ersten Kilometern abgenommen, damit ich die Berge vielleicht ein bisschen leichter hoch komme. Dennoch, ich habe mein Fahrrad so oft schieben müssen und verflucht, dass ich es schon gar nicht mehr zählen kann.

Wir haben andere Radreisenden getroffen, oder solche, die eine Radreise bereits hinter sich haben. Und immer wieder musste ich mir anhören, dass es mit der Zeit besser wird. Dass ich mit der Zeit stärker werde und es mir leichter fallen wird. Doch was heißt „mit der Zeit“? Mir ging das alles nicht schnell genug.

Und so fuhren wir – Tag ein Tag aus – lediglich 30 oder vielleicht auch 50 Kilometer. Mit schlechter Laune, schmerzendem Hintern und müden Oberschenkeln. Und ich wartete darauf, dass „mit der Zeit“ endlich eintreffen würde. Von meiner Umwelt und von der Landschaft habe ich in den ersten Wochen nichts mitbekommen. Ich war lediglich darauf konzentriert weiter zu treten und zu atmen. Für mehr war leider kein Platz und erst recht keine Ausdauer.

Aber alle die, die mir gesagt hatten, dass es mit der Zeit besser werden würde, hatten Recht. Nach ein paar Wochen gab es wirklich Tage, an denen es mir Spaß gemacht hat, mit dem Fahrrad zu fahren. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass das dann Strecken waren, die nur geradeaus gingen. Am besten noch an einem See entlang. Doch sobald ich nur einen Anstieg sah, zerschlug sich die Motivation wieder und ich war wieder in meinem Loch voller Selbstzweifel.

Ich zweifelte an mir. Jeden einzelnen Tag fragte ich mich, warum ich das mache und ob ich dem Ganzen überhaupt gewachsen bin. Ich wollte mir ein Auto kaufen. Jeden Tag aufs Neue. Aber bis heute habe ich kein Auto. Denn auch wenn ich Zweifel, habe ich den Ehrgeiz diese Vorhaben – Neuseeland mit dem Fahrrad zu bereisen – durchzuziehen. Und mein Ehrgeiz und mein Stolz (wenn ich abbreche, habe ich versagt-Gedanke) lassen mich weiter in die Pedale treten.

Doch seit dem wir auf der Südinsel sind, haben sich meine Gedanken verändert. Zwei Monate hat es gedauert, bis ich mich auf meine jetzige Situation einlassen konnte. Und zwei harte Monate hat es gedauert, bis ich anfangen konnte, diese Reise zu genießen. Sicherlich kommt es immer noch ab und zu vor, dass ich keine Lust mehr habe. Aber mittlerweile hält es sich in Grenzen. Es hat sogar angefangen Spaß zu machen. Selbst eine Strecke von 93 Kilometern und etwas über 1.000 Höhenmetern haben mir nichts ausgemacht. Denn diese Aussicht hat für die Strapazen entschädigt. Genauso hat es mir nichts ausgemacht, am nächsten Tag wieder im Sattel zu sitzen. Und mal ganz ehrlich… es ist ein unbeschreibliches Gefühl einen Pass hoch zufahren (oder auch stellenweise zu schieben) und dann oben zu stehen. Auf das blickend, was man gerade mit dem Fahrrad geschafft hat. Ein paar Tage später sind wir den Pass wieder zurück gefahren. Und da wurde mir noch mehr bewusst, wozu ich eigentlich in der Lage bin. Es war ein unglaubliches Gefühl von dem ich einfach überrannt wurde. Während ich den Pass mit 50 Sachen runter rauschte kamen mir die Tränen. Ich war unsagbar stolz auf mich. Ich war auf dieser Reise bisher noch nie wirklich stolz auf mich.

In diesen drei Monaten, die wir bisher in Neuseeland unterwegs sind, habe ich so viel über mich selber gelernt. Ich bin an meine Grenzen gekommen. Ich bin nicht nur an meine Grenzen gekommen, ich habe sie sogar überschritten. Ich habe gelernt, was ich alles schaffen kann, wenn ich nicht auf meinen Kopf höre. Mein Körper ist so viel stärker, als ich glaube.

Und auch wenn ich nicht glauben kann, dass ich das jetzt sage, aber ich freue mich auf die nächsten Pässe und Anstiege. Denn wenn ich oben bin, ist es ein saugeiles Gefühl.

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Abenteuer Höhlenwanderung Neuseeland – Cave Stream Scenic Reserve

Abenteuer Höhlenwanderung Neuseeland – Cave Stream Scenic Reserve

In Neuseeland warten viele Abenteuer auf dich. Und genauso wartete dieses Abenteuer auf uns.

Eine Höhlenwanderung der besonderen Art durften wir in der Nähe von Castle Hill im Cave Stream Scenic Reserve erleben.

Viele Attraktionen, die du in Neuseeland erleben möchtest, kosten meisten einen Haufen Geld. Doch hin und wieder gibt es Gelegenheiten an Orten, an denen du das besondere Abenteuer komplett kostenlos erleben darfst.

So zum Beispiel eine Höhlenwanderung in der Nähe von Castle Hill. Im sogenannten Cave Stream Scenic Reserve findest du eine einzigartige Höhle, die du bei gutem Wetter ohne jeden Tourguide erkunden darfst. Es gibt nur ein paar kleine Sachen bei der Begehung zu beachten. Für Kinder unter 12 Jahren ist die Wanderung durch die Höhle des Cave Stream Scenic Reserve eher nicht zu empfehlen.

So kommst du hier hin

Mit eigenem Transportmittel  

Von Christchurch aus verläuft der Highway Nummer 73 direkt zu deinem Ziel. Über Darfield, Scheffield und Springfield kommst du irgendwann nach Castle Hill. Hier fährst du einfach noch knappe 3 Kilometer weiter und in einer Kurve auf der rechten Seite bist du an deinem Ziel – dem Cave Stream Scenic Reserve –  angekommen.

Mit öffentlichen Verkehrsmittleln 

Ich habe Stunden damit verbracht, die Busverbindung für dich von Christchurch und Greymouth herauszufinden. Allerdings leider ohne Erfolg. Ich habe nur auf verschiedenen Seiten die Info gefunden, dass Unternehmen von Christchurch und Greymouth Touren dorthin anbieten. Am besten checkst du das dann wohl vor Ort.

 

Die Landschaft

Die Landschaft des Cave Stream Scenic Reserve erstreckt sich über 16 Hektar und die Hauptattraktion ist wohl die sich dort befindende Höhle. Aber auch die Landschaft um die Höhle ist mit seinen Schluchten und außergewöhnlich vielen Kalksteinen ein echter Hingucker. Durch die vielen Kalksteine windet sich der sogenannte Cave Stream, der auch die Höhle durch das Gebirge geformt hat. Die gesamte Höhle ist 594 Meter lang und ganze 362 Meter können hier auf eigene Faust erforscht werden.

Die Tracks

Aussichtspunkte  

Vom Parkplatz aus kannst du zwei wundervolle Aussichtspunkte in kurzer Zeit erreichen. Einer der beiden Aussichtspunkte liegt Nord-Östlich vom Parkplatz und bietet einen grandiosen Ausblick über den Broken River und die Kalkstein-Region. Der Zweite Aussichtspunkt liegt im nord-westen und ist auch gleichzeitig der Ausgang deiner Höhlenwanderung.

Rundgang 

Wenn dir ein bisschen mehr nach Bewegung ist, aber die Höhlenwanderung vielleicht nicht das Richtige für dich ist, dann kannst du auch einfach einen kleinen Spaziergang durch das Gebiet mit den Kalksteinen machen. Folge einfach dem Track Richtung Norden. Hier kommst du dann an den Lookout, der dir eine Aussicht über den Broken River gibt. Folge dem Track weiter und nun kannst du entscheiden: Entweder du biegst rechts ab und schaust dir noch den zweiten Aussichtspunkt an, oder du biegst links ab und kommst so wieder einfach und schnell zu deinem Auto. Für welchen Weg entscheidest du dich?

Die Höhlenwanderung 

Hier beginnt wohl das Abenteuer. Und wenn ich ehrlich bin, war es das Geilste, was ich bisher gemacht habe. Eine Wanderung durch eine Höhle, bei der ich bis zur Brust im Wasser stand. Und an einem Punkt dachte ich, ich müsse umkehren, weil die Strömung so stark war, dass ich mich nicht auf meinen Beinen halten konnte. Aber ich sage dir, es lohnt sich. Und du bist auf keinen Fall alleine. Es sind genug Leute da, die dir weiterhelfen, wenn du einmal nicht weiter kommen solltest.

Die Höhle selber wird an dem Ende betreten, an dem das Wasser wieder austritt. Denn wenn du gegen die Strömung läufst, ist es weniger rutschig als mit dem Strom. Und dann geht es los… die tiefste Stelle musst du gleich am Anfang durchqueren. Bei mir stand das Wasser bist zur Brust. Danach wird es aber einfacher. Wobei du zwischendurch ein paar Ecken hast, an denen die Strömung verdammt stark ist.

Mitten in der Höhle findest du dann einen 3 Meter hohen Wasserfall, viele kleinere Stromschnellen und einfach eine atemberaubende Höhlenlandschaft. Am Ende der Höhle musst du dann eine kleine Leiter hinauf klettern, um dann in krabbelnder Stellung den Ausgang zu erreichen.

Die Ausrüstung

Auch wenn du viele Leute mit wenig Kleidung aus der Höhle kommen siehst, gerade im Sommer, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das Wasser in dieser Höhle, auch im Sommer, ziemlich frostig ist.

Du solltest obenrum auf jeden Fall etwas langes tragen. Im Sommer reicht auch eine Shorts, ansonsten auch hier lieber eine Leggings oder ähnliches. In jedem Fall benötigst du festes Schuhwerk. Wir haben unsere Wanderschuhe angehabt. Denn die schützen nicht nur ein wenig vor der Kälte, sondern geben auf dem rutschigen Untergrund auch einen relativ stabilen Halt.

Dann darf bei deiner Ausrüstung die Stirnlampe nicht fehlen. In der Höhle ist es stockfinster und es wird geraten, dass jeder seine eigene Stirnlampe haben sollte. Wir hatten leider auch nur eine. Allerdings haben wir uns einer Gruppe angeschlossen und dadurch war eigentlich fast immer alles gut ausgeleuchtet.

Und da du bei dieser Höhlenwanderung auf jeden Fall nass wirst, solltest du in deinem Auto ein paar Wechselklamotten und ein Handtuch griffbereit haben.

Es ist ein einmaliges Erlebnis und das Beste daran: es ist vollkommen kostenfrei. Stürz dich in das Abenteuer und erlebe die Höhlenwanderung im Cave Stream Scenic Reserve. Beachte dabei aber bitte immer die Informationstafeln. Denn die geben dir die besten Infos und Sicherheitstipps, damit deine Höhlenwanderung auch ein einmaliges Erlebnis bleibt.

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ACHTUNG:

Wenn dir am Anfang der Höhlenwanderung das Wasser bis zu Halse steht, dann geh besser nicht weiter. Auch solltest du besser nicht in die Höhle gehen, wenn es vorher geregnet hat oder die Vorhersage Regen ansagt. Außerdem ist vor dem Betreten der Höhle abzuraten, wenn der Wasserspiegel des Flusses sehr hoch ist oder das Wasser durch welche Gründe auch immer verfärbt ist.

Im Frühling solltest du besonders vorsichtig sein, da das Wasser dann durch die Schmelze ebenfalls sehr hoch stehen kann und zudem eiskalt ist. 

Die wichtigsten Reiseinformationen für Neuseeland

Die wichtigsten Reiseinformationen für Neuseeland

Neuseeland ist ein großartiges Land. Berge, Meer, Seen und unendlich viel grün. Hier kommen unsere Reiseinformationen für Neuseeland für dich. Vielleicht helfen sie dir bei der Planung deiner Neuseeland-Reise.

Neuseeland ist ein geographisch isolierter Inselstaat im südlichen Pazifik. Er besteht aus zwei Hauptinseln: die Nord- und die Südinsel. Außerdem zählen noch einige kleiner Inseln zu Neuseeland.
Neuseeland hat in etwa 4.793.700 Einwohner, wovon schon 1.415.550 in Auckland leben. In der Hauptstadt Wellington leben dagegen nur 190.959 Menschen.
Neuseeland ist ein sehr beliebtes Land, gerade bei jüngeren Leuten, die ihre erste große Reise alleine machen. Denn Neuseeland ist ein sicheres Land für Backpacker und auch Fahrrad-Reisende, wie wir es sind.

 

Inhaltsverzeichnis Reiseinformationen für Neuseeland

 Sprache

 Visum

 Währung

 Kosten

 Klima / Beste Reisezeit

 Drohnen-Nutzung

Sprache:

In Neuseeland wird natürlich englisch gesprochen, wobei Englisch nicht die Amtssprache ist. Die zwei Amtssprachen in Neuseeland sind Te Reo Māori und die neuseeländische Gebärdensprache. Da diese beiden Sprachen aber kaum von jemandem verstanden oder gar gesprochen werden, ist die Umgangssprache das neuseeländische Englisch. Es ähnelt sehr stark dem australischen Englisch. 

Die Sprache der Māori war vom Aussterben bedroht. Mittlerweile wird an manchen Schulen die Sprache der Māori als Wahlfach angeboten und von den Schülern sehr gut angenommen. Die Zahl derer, die diese Sprache sprechen und verstehen können steigt wieder.

Visum:

Für Neuseeland gibt es als deutscher Staatsbürger mehrere Möglichkeiten, eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Wir stellen dir hier die drei gängigsten vor:

1. Das 3-monatige Visum

Dieses Visum ist kostenlos und muss auch nicht vor der Einreise beantragt werden. Es wird automatisch mit der Abgabe der ausgefüllten Arrival-Card ausgestellt. Es kann natürlich passieren, dass du ein Weiterflug-Ticket vorweisen musst. Außerdem muss wie bei jeder Reise dein Reisepass noch eine Gültigkeit von mindestens 6 Monaten aufweisen.

2. Das 9-monatige Visum

Dieses Visum muss vor Einreise auf der Internetseite der neuseeländischen Einwanderungsbehörde beantragt werden und ist kostenpflichtig (etwa 110 Euro). Beim Antrag selber werden dir ein paar Fragen gestellt, die du wahrheitsgemäß und auf Englisch beantworten solltest. Um den Antrag stellen zu können, musst du dir als erstes einen Account auf der Seite anlegen. Über diesen Account hast du jederzeit Zugang zu deinen Daten und kannst dein Visums-Status checken. Innerhalb von 20 Tagen solltest du das Visum dann genehmigt bekommen.
Auch hier kann es passieren, dass du bei der Einreise nach einem Weiterreise-Ticket gefragt werden.

3. Das Work & Holiday Visum

Das ist wahrscheinlich das beliebteste Visum, gerade bei jüngeren Leuten. Denn dieses Visum bietet dir die Möglichkeit zu reisen und auch zu arbeiten, um dir deine Reise zu finanzieren. Vor deiner Einreise muss dieses Visum beantragt werden und ist ebenfalls kostenpflichtig (etwa 140 Euro). Auch hier musst du dir ein Account anlegen und bei der Beantragung ein paar Fragen beantworten. Über deinen Account kannst du auch hier jederzeit deinen Status abfragen. In der Regel dauert die Bearbeitung des Visums nur wenige Tage.

Allerdings musst du für dieses Visum ein paar Kriterien erfüllen. Unter anderem:

Die Beantragung muss vor dem 31. Geburtstag erfolgen, die Einreise ist auch danach möglich
Die Einreise muss innerhalb von 12 Monaten nach Ausstellungsdatum des Visums erfolgen
Der Reisepass muss bis mindestens 3 Monate nach der geplanten Rückreise gültig sein
Das Visum ist ab dem Einreisetag für 12 Monate gültig und berechtigt zu mehrmaligen Ein- und Ausreisen

Dieses Visum ist deine einmalige Chance, in einem fremden Land zu leben und zu arbeiten. Du kannst es nur einmal in deinem Leben für Neuseeland beantragen.

Währung:

Die neuseeländische Währung ist der neuseeländische Dollar (NZD). Für 1 Euro bekommst du ungefähr 1,79 NZD.

Kosten:

Neuseeland ist ein relativ teures Land. Essen gehen fällt hier eher flach. Denn wenn wir mal Essen gegangen sind, dann haben wir aber auch gleich 70 NZD auf den Kopf gehauen. Also versuchen wir die meiste Zeit zu kochen, bzw uns von Instant-Nudeln zu ernähren. Die halten sich auch in der Fahrrad-Tasche.

✦ Doppelzimmer in einem einfach Hostel: ab 33,00 Euro / Nacht / per Person
✦ Zeltplatz auf einem Campingplatz: ab 9,00 Euro / Nacht / per Person
✦ Bier 0,5l im Supermarkt: 1,80 Euro
✦ 1 Avocado: 2,10 Euro
✦ Brot vom Bäcker: 3,60 Euro
✦ Wasser: braucht man hier nicht kaufen, das Leitungswasser ist trinkbar

Klima / Beste Reisezeit:

In Neuseeland herrscht ein eher gemäßigtes Klima, wobei sich der Norden mit seinen subtropischen Temperaturen etwas vom kühleren Süden unterscheidet. Je weiter du in den Süden fährst, umso kühler wird es. Der Juli ist der kälteste Monat und der Januar und der Februar sind die wärmsten Monate in Neuseeland.

Neuseeland ist also ein Land, welches du das ganze Jahr über bereisen kannst.

Drohnen-Nutzung:

Die Benutzung einer Drohne ist in Neuseeland mit einer Genehmigung erlaubt. Und wenn du diese Genehmigung dann hast, musst du dich an viele, viele Regeln halten. Unter anderem beträgt die maximale Flughöhe in Neuseeland gerade mal 120 Meter. Außerdem darfst du nur bei Tageslicht fliegen und für Nationalparks brauchst du eine extra Genehmigung vom D.O.C. Diese kostet im Schnitt etwa 34 Euro. 

Auch hier sind Bina und Francis von my-road.de wieder super Ansprechpartner. In diesem Bericht haben sie alle wichtigen Informationen zum Thema Drohnennutzung in Neuseeland zusammen gefasst.

Wenn du deine Drohne also für Neuseeland registrieren lassen möchtest, dann kannst du das unter diesem Link machen. Guten Flug…

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Falls du noch mehr Reiseinformationen für Neuseeland hast, dann lass es uns wissen. Mit deiner Hilfe können wir so viele Informationen wie möglich sammeln und eine echte Hilfe für andere Reisende sein. 

Schreib uns deine Tipps und Tricks gerne in die Kommentare oder schicke sie uns an info@tausendfremdeorte.de.

Podcast Episode #10: Interview-Reihe mit Maximilian Semsch Teil 3

Podcast Episode #10: Interview-Reihe mit Maximilian Semsch Teil 3

Podcast Episode #10

Maximilian Semsch hat so einiges in seinem Leben erleben dürfen. Und die meisten Abenteuer hat er mit und auf seinem Fahrrad erlebt. Genauso wie seine Umrundung Australiens. Bereits auf seiner aller ersten Weltreise hat er gesagt, dass er irgendwann mal die komplette Insel mit dem Fahrrad umrunden würde.

Und genau das hat er im Jahr 2012 in die Tat umgesetzt

Australien ist wohl eines der wenigen Länder, die jemand mit dem Fahrrad bereisen würde. Es gibt viele gefährliche Tiere und in Australien gibt es Distanzen, die du dir wahrscheinlich nicht einmal vorstellen kannst. Zudem ist es eine riesige Herausforderung mit den Temperaturen und den Wetterbedingungen dort klar zu kommen.

Doch all das hat Max nicht davon abgehalten Australien mit dem Fahrrad zu umrunden. Und da es damals zu einer Zeit war, wo E-Bikes neu auf dem Markt waren, wollte er testen, was diese E-Bikes wirklich können. Mit seiner Frau Marion und einem Kameramann aus Berlin ist er losgezogen und hat eine unvergessliche Zeit erlebt.

Keynotes:

Das Abenteuer beginnt. Max erzählt heute:

    • warum er den doch verrückten Versuch gewagt hat, Australien mit dem Fahrrad zu umrunden.
    • was passiert, wenn das Wasser dem Ende zu geht.
    • welches Visum für eine solche Reise zu empfehlen ist.
    • warum die Umrundung im Uhrzeigersinn eine große Herausforderung war.
    • wie es ist, in Australien zu zelten.

Außerdem verrät er dir die schönsten Orte, die er dort mit dem Fahrrad gesehen hat.

Shownotes:

Über sein Projekt der E-Bike-Testfahrt gibt es natürlich eine DVD. Auch diese ist auf seiner Seite erhältlich und wirklich sehenswert.

Falls du mir nicht glaubst, hier der Trailer zu seiner DVD “Around Oz”. Viel Spaß.

 

Ich wünsche dir nun viel Spaß bei Lauschen dieser Podcast Folge und freue mich auf dein Feedback. Schreib mir gerne an info@tausendfremdeorte.de, was du von diesem Podcast hältst oder was dich in Zukunft vielleicht interessiert.

Bis zum nächsten Mal

Deine Melanie

 

Hier geht es zur Podcast-Übersicht

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Tongariro Crossing

Tongariro Crossing

Die Wanderung des Tongariro Crossing ist wohl eine der bekanntesten und beliebtesten Wanderungen auf der Nordinsel Neuseelands.

Er befindet sich im Tongariro Nationalpark und wird von mehr als 700 Touristen im Sommer besucht – täglich. Demzufolge ist dieser Track auch ziemlich überfüllt – eine Autobahn von Menschen.

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 Dauer und Länge des Tracks

 Benötigtes Equipment

 Shuttle-Service

 Der Track

 Etappe 1 – Mangatepopo Road End – Soda Springs

 Etappe 2 – Soda Springs – südlicher Krater

 Etappe 3 – südlicher Krater – roter Krater

 Etappe 4 – roter Krater – Blue Lake

 Etappe 5 – Blue Lake – Ketetahi Shelter

 Etappe 6 – Ketetahi Shelter – Ketetahi Car Park

 Unterkünfte

 Fazit

Dauer und Länge des Tracks

Der Track des Tongariro Crossing hat eine Länge von 19,4 Kilometern und wird mit einer Gehzeit von etwa 7 Stunden angekündigt. Wir hingegen haben etwas länger gebraucht. Immer wieder stehen bleiben, um Bilder und Videos zu machen dauert halt seine Zeit.

Benötigtes Equipment

Wenn du Wanderschuhe hast, dann zieh sie dir am besten auch an. Gerade wenn es die Tage zuvor geregnet hat, ist es an manchen Stellen ziemlich matchig und hin und wieder musst du einen kleinen Bachlauf durchqueren. Wir hatten leider nur unsere normalen Turnschuhe dabei, sind damit aber auch wunderbar zurecht gekommen. Auch Wasser und Essen solltest du dir am Morgen der Wanderung vorbereiten. Dort gibt es keine Möglichkeit dein Wasser aufzufüllen. Außer kleine Bachläufe, falls es dir nichts ausmacht. Und du solltest für alle Eventualitäten ausgerüstet sein. Von Sonnencreme und Sonnenbrille bis hin zu Handschuhen, Regenjacke und Mütze kann dir an dem Tag alles passieren. Wir hatten eher bescheidenes Wetter und sind mit dicker Regenjacke, Mütze und Handschuhen gestartet. Am Nachmittag wurde es sonnig und warm. Ich hatte am nächsten Tag einen Abdruck meiner Mütze auf der Stirn.

Shuttle-Service

Es gibt viele Shuttle-Unternehmen, die dich zum Startpunkt des Tongariro Crossings bringen. Und es gibt mindestens genauso viele Orte rund um den Tongariro Nationalpark, wo du in einen der vielen Shuttles steigen kannst. Wir übernachteten im Tongariro Family Holiday Park und von hier aus haben wir auch unsere Tour gestartet. Der Shuttle von hier zum Startpunkt des Tongariro Crossing kostet 35 NZD return. Das heißt, du wirst hier vor der Haustüre abgeholt und wirst auch genau hier wieder rausgelassen. Doch Achtung: Behalte immer die Zeit im Auge, wann der letzte Bus zu deiner Unterkunft zurück fährt. Bei uns fuhr der letzte Bus bereits um 16.30 Uhr wieder zurück. Wir sind ungelogen um 16.27 Uhr an dem Parkplatz angekommen und alle haben bereits auf uns gewartet. Uppsi… Es gibt aber auch Unternehmen, die später auch noch fahren.

Und natürlich musst du deinen Shuttle nicht von dem Campingplatz aus nehmen. Es fahren ebenso Busse von Taupo, Taurangi oder vom National Park Village und bringen dich zum Startpunkt deiner Vulkanüberquerung.

Der Track

Der Track selbst wird in sechs Etappen eingeteilt:

Etappe 1: Mangatepopo Road End – Soda Springs

 

 

 

Dieser Streckenabschnitt ist noch einfach. Hier ist es relativ flach mit ein paar leichten Anstiegen und viel Geröll gibt es hier auch kaum. Der Weg ist wunderbar ausgebaut. Etwa 1 – 1,5 Stunden sind für diese Strecke eingeplant. Wenn du dich für den kleinen Abstecher zum Wasserfall entscheidest, kann der etwas kniffelig werden. Hier musst du hin und wieder mal durch kleine Ausläufer des Wasserfalls waaten. In Wanderschuhen allerdings kein Problem.

Etappe 2: Soda Springs – südlicher Krater

Hier wird es schon etwas schwieriger. Dieser Abschnitt ist mit der Einstufung mittel bis schwer schon nicht ohne. Zwischen 40 Minuten und 1 Stunde sind hier für geplant. Der Weg ändert sich. Er wird steil und ist nicht mehr so ausgebaut, wie der Weg zuvor. Dieser Abschnitt wird auch „Devil´s Staircase“ (teuflische Treppe) genannt. In diesem Abschnitt kletterst du von 1400 auf 1600 Meter über Normalnull. Sei also vorsichtig, wo du hintrittst. Bei gutem Wetter hast du hier eine tolle Aussicht auf den Vulkankegel des Mount Taranaki. Wir hatten leider kein Glück 🙁

Etappe 3: südlicher Krater – roter Krater

Auch hier wird wieder einiges von dir abverlangt. Es ist eine eher schwierige Strecke des Tongariro Crossing, für die du wieder etwa 1 Stunde einplanen solltest. Zuerst ist es ein flacher Abschnitt, aber das wird sich schnell ändern. Sobald du oben am Kraterrand angekommen bist, hast du eine wundervolle Aussicht auf die Emerald Lakes – sofern das Wetter mitspielt. Dort oben kann es ziemlich windig werden und auch Regen ist dort oben keine Seltenheit. Also auch hier ist bei deiner Wanderung wieder Vorsicht geboten.

Der Abstieg zu den Emerald Lakes ist dann ziemlich steil. Auf der Strecke befindet sich viel Geröll und kaum befestigter Boden. Für mich war es mehr eine Rutschpartie als ein Abstieg. Aber die Aussicht auf die Emerald Lakes ist bombastisch. Wenn die Sonne scheint strahlen die drei Seen mit ihren Farben um die Wette. Aus der Erde steigt überall heißer Dampf, der nach verfaulten Eiern riecht.

Etappe 4: roter Krater – Blue Lake

Sobald du an den Emerald Lakes vorbei bist, kannst du etwas entspannen. Der Weg ist immer noch als mittelschwer eingestuft, aber durchaus wesentlich einfacher als vorher. Etwa 30 Minuten sind für diese Etappe vorgesehen. Der Blue Lake ist mit seiner Farbe einfach atemberaubend. Es handelt sich hierbei um einen säuerlichen See. Er ist heilig und es ist respektlos ihn anzufassen oder in seiner Nähe zu essen und zu trinken

Etappe 5: Blue Lake – Ketetahi Shelter

Dein Tongariro Crossing neigt sich langsam dem Ende. Nach dem Blue Lake beginnt die vorletzte Etappe. Diese ist mittelschwer und es dauert etwa eine Stunde bis du bei dem Ketetahi Shelter ankommst. Es geht erst wieder ein Stück bergauf zum nördlichen Krater, bevor es dann wieder langsam bergab geht. Dieser Krater war mal mit geschmolzener Lava gefüllt und als diese abkühlte, formte sie eine Ebene über 1000 Meter weit. Abhängig vom Wetter, kannst du von hier den Mount Pihanga und den Lake Rotoaira sehen. Bei sehr guten Bedingungen kannst du sogar den Lake Taupo sehen.

Etappe 6: Ketetahi Shelter – Ketetahi Car Park

Das ist der letzte Abschnitt deiner Wanderung. Und wahrscheinlich auch der längste, zumindest fühlt sich dieser Abschnitt wahnsinnig lang an. Es geht einen gut ausgebauten Weg runter zum Parkplatz, wo die Busse auf dich warten. Ganze 2 Stunden dauert dieser Abstieg. Aber auch wenn es “nur” ein Abstieg ist, bekommst du hier auch wieder eine super schöne Landschaft geboten.

Unterkünfte

Wir haben unsere Wanderung vom Tongariro Family Holiday Park aus gestartet. Hier konnten wir unsere Fahrräder und auch unsere ganzen Sachen beruhigt liegen lassen und die Wanderung genießen. Du kannst deine Wanderung auch im National Park Village starten, zum Beispiel von der Alpine Lodge aus. Allerdings ist der Weg für die Shuttle hier ein bisschen weiter und demzufolge zahlst du auch etwas mehr. Von National Park Village zahlst du etwa 40 NZD return. Auch von Wakapapa Village bringen dich die Shuttle Busse zum Startpunkt der Wanderung. Es gibt viele Anbieter, also machst du dich am besten vor Ort über die verschiedenen Anbieter und Preise schlau. In jedem Fall muss der Shuttle mindestens einen Tag vorher gebucht werden.

Fazit des Tongariro Crossing

Diese Vulkanüberschreitung ist körperlich auf jeden Fall eine Herausforderung. Wir sind bis zu dem Punkt schon so einige Kilometer mit dem Fahrrad gefahren und dachten uns: „Hey… das sollte für uns ja ein Kinderspiel werden.“. Pustekuchen… wir kamen zurück zu unserem Campingplatz und waren völlig fertig. Ich konnte mich so gut wie gar nicht mehr bewegen. Da half nur ein Bad im Spa-Pool. Am nächsten Tag konnten wir dann erstaunlicherweise auch weiter fahren. Nur vom Rad absteigen durfte man nicht ;-). Falls du dich für das Crossing entscheidest, denk an genügend Wasser, Sonnencreme und etwas zum snacken.

Ansonsten check das Wetter immer mal wieder ein paar Tage vorher und dann heißt es Daumen drücken, dass das Wetter auch wirklich mitspielt. Denn nichts ändert sich so schnell hier oben, wie das Wetter.

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