KAMBODSCHA

Radreise durch Kambodscha: Abschied nehmen

Radreise durch Kambodscha: Abschied nehmen

Ein kurzes Winken, ein schneller Abschiedskuss und dann war der Moment gekommen. Es hieß Abschid zu nehmen.

Denn meine Solo Radreise durch Kambodscha startete.

Nach einer Woche Pause in Siem Reap ging es für mich allein mit dem Rad durch den untouristischen Norden von Kambodscha. Mein Ziel war Laos.

Es war ein komisches Gefühl nach 3500 gemeinsamen Kilometern allein mit dem Rad unterwegs zu sein. Aber ich merkte schon bald, dass sich dieser Schritt gut und richtig anfühlt.

Die erste Etappe meiner Radreise durch Kambodscha

Ich konnte mich nun zum ersten Mal komplett auf mich selbst konzentrieren. Mein eigenes Tempo fahren und ich hatte mehr als genug Zeit, um mich mit meinen Gedanken im Kopf auseinanderzusetzen.
Das sind natürlich nur ein paar der Vorteile, wenn man allein mit dem Rad unterwegs ist.

Die ersten Kilometer verliefen auf Nebenstraßen und roter Schotterpiste.
Ich durchfuhr kleine Dörfer, die ich wohl ohne das Fahrrad nie gesehen hätte und kam so wieder voll in den Genuss einer Radreise.

Die Kombination von roter Schotterpiste, grünen Bäume und Reisfeldern war echt großartig. Dazu kam noch der blaue Himmel und das Gesamtbild war perfekt.

Ich konnte mich gar nicht daran satt sehen.
Zudem war auf den Straßen hier natürlich echt wenig los.

Hin und wieder kamen Kinder angerannt und von der Seite wurde mir ein „Helloooo“ nach dem anderen zugerufen.

Nach 70 Kilometern machte ich dann endlich meine erste Pause.

Ein großer Vorteil bei einer Radreise durch Südostasien sind die kleinen Verkaufsstände an den Straßen.
Diese Stände findest du wirklich in jedem noch so kleinen Dorf.
Meistens bestehen diese Stände lediglich aus einem Kühlschrank oder einer mit Eisbrocken gefüllter Kühlbox und ein paar Snacks.
Vor allem für kalte Softdrinks nutzen wir sie echt gern. Denn bei 35 Grad brauchst du erstens immer mal wieder einen Schattenplatz und zweitens ein kaltes Getränk.

Die Verständigung an den kleinen Ständen beschränkt sich auf Zeichensprache. Englisch ist hier in den Gegenden eigentlich so gut wie nicht vorhanden.

Sonnenstich und Überhitzung

Etwa 15 Kilometer vor dem ersten Ziel ging bei mir gar nichts mehr.

Ich merkte wie mein Körper komplett überhitzte und ich wohl auch einen kleinen Sonnenstich abbekommen hatte. Nur noch schwer kam ich voran und selten knackte ich die 15km/h.
Jeder noch so kleine Hügel fühlte sich wie eine riesige Bergetappe an.

Alle 5 Kilometer legte ich eine kleine Pause im Schatten ein.
Es war verrückt, denn trotz der hohen Temperaturen war mir regelrecht kalt auf dem Fahrrad.
Ich hatte mich wohl etwas übernommen und unterschätzte die Hitze ganz schön.
So etwas passiert dann auch mal schnell, wenn man eine Solo Radreise durch Kambodscha oder andere tropische Länder startet – zumindest mir.

Im kleinen Gästehaus angekommen, wollte ich nur noch duschen.
Dann legte ich mich auf das Bett in meinem Zimmer, lies mir von dem Ventilator die warme Luft ins Gesicht pusten und schlief erst einmal ein.
Später wachte ich nur noch kurz auf und schlief gleich wieder.
Selbst auf Abendessen hatte ich an diesem Tag keine Lust mehr. Zu meinem Glück waren es am nächsten Tag nur 55 Kilometer.

Die längste Etappe auf meiner Radreise durch Kambodscha

Am dritten und vorletzten Tag sollten es 140 Kilometer bis in die letzte Stadt vor der Grenze sein.
Ich war fest entschlossen es zu schaffen und wollte dementsprechend zeitig starten.

Ich plante um 5:00 Uhr los zu fahren. Denn im besten Fall bist du um 12 Uhr an deinem Ziel, weil es dann einfach unerträglich heiß wird.
Leider ging mein Plan nicht so ganz auf.

Ich packte am Morgen alles zusammen, brachte meine Taschen runter und dann der Schock: mein Fahrrad war weg.

War es geklaut?

Nein, zum Glück nicht.

Ich erinnerte mich an den Vorabend. Die Besitzer der Unterkunft wollten das Fahrrad über Nacht in ihre Wohnung stellen. Ich versuchte mit Händen und Füßen zu erklären, dass sie es doch bitte draußen stehen lassen sollen, da ich zeitig starten möchte.
Offensichtlich kam das nicht richtig bei ihnen an und sie sperrten es ein.
Und natürlich kam ich nicht an mein Fahrrad ran.

Ich klopfte so doll ich konnte, leuchtete mit der Lampe in die Wohnung, aber keine Reaktion.
Jeder, der mich kennt weiß, dass mich das in dem Moment so richtig aufgeregt hat. In diesen Moment hat mich das Land und die Radreise durch Kambodscha nur noch extrem genervt.
Sicher, sie meinten es nur gut und wollten das nichts passiert, aber trotzdem.

Nach einer Stunde, gegen 6:00 Uhr und mehreren Versuchen des Klopfens und Anrufens, kam endlich eine Reaktion und ich konnte sie aus dem Bett klingeln mit meinen Anrufen.
Endlich, aber wie sollte ich es schaffen in 6 Stunden 140 Kilometer zurückzulegen?

Der tropische Regen und eine Zwangspause

1 Stunde nachdem ich los bin, musste ich eine Zwangspause einlegen.
Regen setzte ein.
Zuerst ging es noch auszuhalten und ich fuhr weiter. Kurze Zeit später kam es dann richtig runter.

Und wer schon einmal in diesen Gegenden unterwegs war, der weiß, was Regen hier bedeutet.
Es schüttete wie aus Eimern.

Ich konnte eine einen kleinen Unterschlupf in Form einer Hütte finden und das ganze aussitzen.
Mit jeder Minute, sank meine Chance die 140 Kilometer bis Stung Treng zu schaffen.
20 Minuten lang ging der ganze Spaß, bis ich in einem leichten Regen weiterfahren konnte.

Anfangs war ich noch ziemlich frustriert, merkte dann aber später, dass mich dieser Regen und die Wolken retten könnten.
Durch den Regen kühlte es sich ziemlich ab und die Temperatur stieg an diesem Tag nicht mehr über 30 Grad.
Zudem konnte sich die Sonne einfach nicht durchsetzen.

Ich war angekommen. Die ersten 300 Kilometer meiner Radreise durch Kambodscha waren geknackt.

Es nieselte immer mal wieder. Meine Regenjacke zog ich bis zur Ankunft nicht mehr aus.
Die Haare waren nach wie vor Nass. Aber heute mal nicht vom Schwitzen, sondern vom Regen.
Die Tatsache, dass sich die Sonne auch nicht durchsetzen konnte, rettete mir den Tag.

Ich fuhr Kilometer um Kilometer, kämpfte mich den einen oder anderen Hügel hoch, während die Beine immer schwerer wurden. Aber immerhin war die Strecke traumhaft.
Kaum Verkehr und super ausgebaut für kambodschanische Verhältnisse.
Des öfteren war ich komplett allein mit dem Rad auf der Strasse. Auch die Bevölkerungsdichte wurde hier immer weniger.

Nach etwa 7,5 Stunden dann dieser besondere Moment.
Eine große Brücke. Links und recht weiße Betonleitplanken.
Das muss sie sein. Das muss die Brücke sein, welche mich über den Mekong bringt.

Oh yes, sie war es.

Ich stand endlich wieder über dem Mekong und konnte Stung Treng schon sehen.
Jetzt war es nicht mehr weit und ich wusste, dass ich es geschafft hatte.
Ich habe da selbst nicht dran geglaubt.
140 Kilometer an einem Tag und dann noch bei diesen Temperaturen, aber mit etwas Glück war es doch machbar.

Die letzten Kilometer waren dann der reinster Genuss.
Die Stadt selbst war nichts besonderes. Es war lediglich die letzte Stadt auf dem Weg nach Laos.
Die Unterkunft, Heng Homestay, war allerdings eine der besten. Die Besitzer waren super freundlich, sprachen echt gutes Englisch und für lediglich 4 Euro bekam ich hier ein großes Zimmer. Zusätzlich noch freien Tee, Kaffee und die Möglichkeit mein Wasser aufzufüllen, was in Kambodscha leider nicht selbstverständlich ist.

In Vietnam mussten wir nie Wasser und Plastikflaschen kaufen. In Kambodscha war dies leider nicht mehr möglich. Ich hoffte sehr, dass es sich in Laos wieder ändern würde.

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Warum wir nie wieder nach Phu Quoc fahren würden

Warum wir nie wieder nach Phu Quoc fahren würden

Wir waren nun schon seit drei Wochen in Vietnam und bevor wir in unser nächstes Land fahren, wollten wir es uns ein paar Tage auf der Insel Phu Quoc gut gehen lassen. Nicht zuletzt, weil Ricardo´s Schwester zu Besuch kam.

Wenn wir vorher gewusst hätten, was uns erwartet, wären wir wohl nicht in diesem vermeintlichen Paradies gelandet.

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Als wir unsere Reise planten, stellte ich mir vor, wie paradiesische diese Insel sein muss.
Überall Palmen, weite Felder und Obstplantagen und dazu jede Menge Traumstrände. Denn nicht umsonst reisen jedes Jahr tausende von Touristen auf die größte Insel Vietnams.

Doch diese Vorstellungen wurden auf den ersten Kilometern buchstäblich im Staub erstickt.

Anreise nach Phu Quoc

Um Phu Quoc zu besuchen, musst du natürlich mit einer Fähre fahren. Da gibt es einige Anbieter in Rach Gia. Wir sind mit der „Superdong“ gefahren. Gekostet hat uns das Fährticket – one-way – etwa 8,50 Euro pro Person. Die Fahrräder auf der Fähre mitzunehmen, war mit 3,60 Euro für beide Räder eigentlich relativ günstig.

Über eine Planke wurden die Fahrräder entlang der schmalen Reling in den hinteren Teil der Fähre geschoben. Wir haben sie ehrlich gesagt schon schwimmen sehen.

Die Fähre und die Fahrt selber sind nicht wirklich spektakulär. Viele Leute mit noch mehr Gepäck, eine Flasche Wasser und ein schlechter vietnamesischer Film werden während der Überfahrt geboten. Im Oberdeck hast du ebenfalls die Möglichkeit während der Fahrt auf das Außendeck zu gehen.

Nach 3,5 Stunden kamen wir endlich auf der Insel an. Voller Vorfreude im Gepäck verließen wir die Fähre, nahmen unser Räder in Empfang und machten uns auf den Weg. Meine Vorfreude hielt ganze 2 Minuten an. Dann kamen wir auf eine der Hauptstrassen und ich bereute es so sehr, dass wir hier waren. Überall fuhren LKW´s. Es war super staubig und dreckig. Und alle 5 Meter wurde irgendetwas gebaut. Von Paradies fehlte hier jede Spur. Und auch das erwartete Inselfeeling kam gar nicht erst auf. Das liegt wohl daran, dass die Insel so groß ist, dass man denkt, man sei auf dem Festland.

Einfach ausgedrückt: Ich wollte sofort wieder zurück.

Während unsere Aufenthaltes auf der Insel sind wir viel mit dem Fahrrad rumgekommen. Denn angekommen sind wir im Osten der Insel. Wir fuhren die Hauptstrasse runter in den Süden, um an der Westküste wieder Richtung Norden und somit in die Hauptstadt Duong Dong zu kommen.

Es war – mal abgesehen von der Hitze und der Luftfeuchtigkeit – sehr angenehm auf der Insel mit dem Fahrrad zu fahren. Ein paar Kilometer, nachdem wir den Fährterminal verlassen hatten, löste sich der dichte Verkehr auf und die Strassen wurden deutlich besser. Solange wir auf der Hauptstrasse blieben. Es ging mal den einen oder anderen Hügel bergauf, aber das war alles nichts im Vergleich zu den Hügeln in Neuseeland.

Wir sahen zwar keine Ortsschilder, aber wir wussten sofort, dass wir in der Hauptstadt angekommen sind. Denn hier war für die Touristen extra alles auf Englisch.

Auf unserem Weg kamen wir zufälligerweise an einer deutschen Bäckerei vorbei. Es duftet nach frischem Brot und leckerem Kaffee. In der Auslade befand sich Kuchen und im Kühlschrank stand frische Milch und eine kleine Auswahl an Käse. Noch zwei Tage zuvor erwähnte ich, wie gerne ich mal wieder ein leckeres Müsli mit Milch und frischen Früchten essen wollen würde.

Und hier ging mein Traum in Erfüllung. Wir saßen uns an einen Tisch und genossen ein westliches, aber auch sehr teures Frühstück. Hardy´s German Bakery & Café war wohl mein erstes Highlight auf dieser Insel.

Strände auf Phu Quoc

Natürlich besuchten wir auch den einen oder anderen Strand. Allerdings fällt unser Urteil hierzu eher vernichtend aus. Es gibt genau zwei Strände, an denen wir uns einigermaßen wohlgefühlt haben bzw zu denen wir überhaupt Zugang hatten. Viele der Strände befinden sich nämlich in privatem Besitz oder befinden sich auf Militärgelände. Und die, die wir uns ansehen konnten, waren einfach nur zugemüllt und demzufolge hat es dort auch sehr gestunken.

Hier möchte man sich wirklich nicht aufhalten.

 

Einer der Strände, an denen wir uns wohl fühlten war der Sao Beach. Hier ist alles extra für den Touristen angelegt und dementsprechend auch relativ sauber. Und wahrscheinlich genau deswegen ist es hier auch etwas teurer. Selbst für die Liegen mit Sonnenschirm musst du hier bezahlen.

Allerdings ist es nur da sauber, wo sich die Touristen aufhalten. Schaust du hier ein wenig über den Tellerrand hinaus und verlässt die “Touristenzone”, erstickt der Strand wieder förmlich im Müll.

Der andere Strand, an dem es sich aushalten ließ, war der Ong Lang Public Beach. Natürlich findest du hier auch sehr viel Müll, aber wenn du dir ein kleines Stückchen vom Müll befreist, ist es ganz nett hier baden zu gehen. Und du hast gleichzeitig noch etwas Gutes für die Umwelt getan.

Der untouristische Teil von Phu Quoc

Als wir auf der Insel ankamen, verbrachten wir unsere ersten paar Tage im Süden der Insel, genauer gesagt in An Thoi. Zu unserer Überraschung mussten wir feststellen, dass hier kaum ein Wort auf Englisch geschrieben stand. Für uns ist es ein gutes Zeichen. Das bedeutet nämlich, dass es weitestgehend untouristisch ist.

Und so war es auch. Wir sahen kaum Touristen und fühlten uns in der Gegend eigentlich ganz wohl. Es gab kleine gemütliche Cafés, Strassenstände, an denen wir jeden Tag unser frisches Obst kaufen konnten, und Restaurants mit einheimischem Essen.

Unter anderem fanden wir das Gin Ky My Gia. Das war ein familiäres und gemütliches Restaurant, wo noch alles von Hand hergestellt wird. Selbst die Nudeln werden hier jeden Tag frisch von einem der Köche per Hand gerollt. So etwas wie eine Nudelmaschine gibt es nicht. Das hat mich wahnsinnig fasziniert und ich konnte kaum wegsehen.

Night Market auf Phu Quoc

Wie auch im Rest von Vietnam erweckt das wahre Leben des Landes erst ab etwa 17 Uhr. Kurz vor Sonnenuntergang werden Märkte aufgebaut und die Restaurants bereiten sich auf das Abendgeschäft vor.

Kein Wunder, denn tagsüber ist es mit 36 Grad einfach mal zu heiß. Da ist kaum ein Mensch auf der Strasse. Lieber liegen sie in ihren Hängematten und halten ein ausgedehntes Mittagsschläfchen. Also nicht wundern, wenn du am Nachmittag nicht unbedingt viel Auswahl an Essen hast.

Als wir in der Hauptstadt von Phu Quoc – Duong Dong – unterwegs waren, haben wir gerne unsere Zeit auf dem Night Market vertrieben.

Dadurch, dass der Ort sehr touristisch ist, gibt es hier wirklich alles. Klamotten, Souvenirs, Gewürze, Säfte und ein paar Kleinigkeiten zu essen. Darunter stehen hier eine Art Hot Dog und verschiedene Fleischspieße auf der Karte. Wenn du mehr als nur eine Kleinigkeit essen möchtest, dann findest du hier diverse Restaurants, bei denen du dir den Bauch vollschlagen kannst. Wir persönlich können den kleinen Burger-Truck empfehlen. Die machen richtig gute Burger, von denen man satt wird und das auch noch für einen annehmbaren Preis. 

Ansonsten gibt es hier sehr viele Leckereien in Form von Süßspeisen. So zum Beispiel gerolltes Eis und gebrannte Mandeln. Die waren mein absoluter Lieblingssnack auf dem Markt. Vor allem werden dir immer wieder beim Vorbeigehen welche zum probieren in die Hand gedrückt. Nimm sie und genieß es einfach.

Roller fahren auf Phu Quoc

Auch wenn wir die Insel komplett mit dem Fahrrad fahren wollten, haben wir uns mit unserem Besuch den Luxus gegönnt und uns für einen Tag einen Roller ausgeliehen. Das war über unsere Unterkunft Mayfair Valley auch günstiger. 3,60 Euro haben wir für 24 Stunden Roller ausleihen bezahlt. Im Normalfall liegen die Preise für einen Roller bei 5,50 Euro pro Tag, was in der Regel 10 Stunden sind.

Mit unseren zwei motorisierten Fahrzeugen wollten wir den Norden der Insel ein wenig erkunden. Die Tage zuvor hatten wir traumhaftes Wetter. Und auch an dem besagten Morgen schien die Sonne. Also sattelten wir unsere Roller und machten uns sofort nach dem Frühstück auf den Weg. Auf dem einen Roller saßen Ricardo und ich und auf dem anderen seine Schwester mit seinem Neffen. Es hat richtig Spaß gemacht, mit den Dingern über die Strassen zu heizen. Bis es anfing zu regnen. Erst nur ein bisschen Nieselregen, dann ein richtig schöner Regentag.

Jawohl… das ist genau das, was man auf dem Roller braucht.

Unser eigentliches Ziel waren die nördlichen Strände. Aber wie viel Spaß macht ein Strandbesuch bei Regen schon?? Richtig… überhaupt keinen. Das Wasser war durch den Regen aufgewühlt und dreckig. Mal abgesehen von dem ganzen Müll, der eh schon dort rumlag.

Und so fuhren wir von einem Strand zum nächsten. Denn nass bis auf die Unterhose waren wir eh schon alle. Wir haben allerdings nicht bedacht, dass die Strassen nicht überall auf der Insel so gut sind, wie auf der Hauptstrasse. Und so endeten wir in einer kleinen Schlammschlacht.

Die Strasse war der Horror. Überall Schlaglöcher, die durch den Regen zu Matschlöchern wurden. Und man wusste nie, wie tief diese Löcher sind. Kann man durchfahren oder eher nicht? Der Boden war stellenweise so aufgeweicht, dass es eine reine Schlitterpartie wurde. Einmal ist Ricardo´s Schwester mit ihrem Roller so stecken geblieben, dass Noel – der Sohn – absteigen und anschieben musste.

Nach knapp 30 Kilometern auf diesen Strassen sahen wir aus wie Schweine. Die Schuhe von Matsch überzogen und die Spritzer der Pfützen reichten bis zu den Oberschenkeln. Und wie gesagt: Nass bis auf die Knochen. Aber das war ein Erlebnis, das wir wohl nicht so schnell vergessen werden. Den Nationalpark im Norden der Insel haben wir trotzdem nicht gesehen.

Wasserfälle auf Phu Quoc

Wasserfälle gibt es auf Phu Quoc einige. Wir haben uns bloß den einen angesehen. Er liegt in der Nähe des Flughafens und heißt Suoi Tranh Wasserfall. Um den Roller zu parken haben wir 2.000 VND bezahlt. Das sind nicht einmal 10 Cent. Der Eintritt in den Park kostet etwa 0,40 Euro pro Person.

Es ist ein schöner Park. Denn überall stehen Statuen von Tieren. Es erinnert ein wenig an einen Zoo, nur dass die Tiere nicht echt sind.

Der Weg zum Wasserfall ist traumhaft. Du läufst immer am Bach entlang, bis der Weg dich nach etwa 30 Minuten über Stock und Stein an den Wasserfall führt. Es ist kein gigantischer Wasserfall, aber du könntest dort sogar baden gehen, wenn du das wolltest. Er ist nur 4 Meter hoch, aber dennoch ein sehr beliebtes Ausflugsziel, auch bei Vietnamesen.

Wenn du leicht von Mücken angefressen wirst, zieh dir auf jeden Fall lange und helle Kleidung an oder schütze dich wenigstens mit ausreichend Mückenspray.

Unser Fazit

Als unsere Woche auf der Insel vorbei war, waren wir heilfroh, dass wir endlich weiter fahren konnten. Wir waren alles andere als begeistert von der Insel. Bei unserer Planung stand die Frage im Raum: Fahren wir nach Phu Quoc oder vielleicht lieber auf die etwas teurere Insel Con Dao, auch bekannt als die Gefängnisinsel? Wir haben uns fälschlicherweise für Phu Quoc entschieden und können dir nur raten:
Mach es nicht !!!
Investiere lieber etwas mehr Geld und fahr auf die Insel Con Dao. Sie ist noch nicht so touristisch und ursprünglicher. Klar, sie ist auch etwas teurer, aber wir sind uns sicher, dass du es auf keinen Fall bereuen wirst.

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Unsere 13 Highlights in Saigon

Unsere 13 Highlights in Saigon

 Unsere Fahrrad-Reise geht weiter. Und zwar in Vietnam.

Aber bevor es so richtig los geht, sind wir erst einmal in die verrückte Welt von Saigon, bzw. Ho-Chi-Minh-City eingetaucht. 

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Saigon, bzw. Ho-Chi-Minh-City (HCMC) ist eine bunte und chaotische Stadt etwa 70 Kilometer nördlich des Mekong-Deltas. Sie ist zugleich auch die größte Stadt Vietnams. 

Die Stadt ist in 19 Bezirke unterteilt, wobei der erste Bezirk das finanzielle und kommerzielle Zentrum der Stadt ist und somit wohl auch der meist besuchte Stadtteil. 

Aber was kann man hier nun großartig erleben? Immerhin ist es eine Stadt, wie jede andere auch.

FALSCH!!!

Keine große Stadt in Asien ist wie jede andere. Denn hier ist es laut, chaotisch, dreckig und wahnsinnig überfüllt. Es gibt viele Dinge zu sehen und zu erleben. Und das meistens auch für wenig Geld.


Saigon – Ben Thanh Market

Dieser Markt ist der größte Markt von Saigon. Hier gibt es wirklich alles zu kaufen. Von Kleidung über Schmuck, Souvenirs und natürlich einheimisches Essen.

Wir haben uns hier gerne mit Trockenfrüchte für unsere Fahrrad-Reise eingedeckt.


Saigon – Ben Thanh Street Food Market

Auch wenn es auf dem Hallenmarkt nebenan essen gibt, gibt es hier noch einmal einen extra Markt, hauptsächlich für vietnamesisches Essen. Hier findest du zum Beispiel das berühmte Banh Mi oder die berühmte vietnamesische Nudelsuppe Pho Bo.

Diese ist übrigens ein typisches Frühstück in Vietnam. Und richtige Pho Bo Restaurants schließen bereits gegen 10.30 Uhr.


Pho Bo Restaurant

Und da es bei uns auch Pho Bo zum Frühstück gab, ging es für uns immer in unser Lieblingsrestaurant. Es heißt Pho Ngoc und liegt im ersten Stadtbezirk. Es ist kein wirkliches Restaurant, wie man es von zu Hause kennt.

Es ist mehr eine lange Auffahrt, die zur Frühstückszeit in ein „Restaurant“ umgewandelt wird. Und gegen 11 Uhr wird wieder alles zusammen gepackt.

Eine Portion des traditionellen Frühstücks kostet hier 50.000 VND ~ 1,85 Euro.


Street Food von Strassenständen in Saigon

Das ist etwas, was wir total gerne machen. Wir mischen uns gerne unter die Einheimischen und probieren uns durch die Länderküche. Unter anderem haben wir Banh Mi (belegtes Baguette), Banh Bao (gefüllte Teigtasche) und irgendwelche Spieße ausprobiert.

Wir wissen bis heute nicht, was es war. Aber es hat sich in jedem Fall gelohnt. Es schmeckt einfach zu gut und kostet meistens gerade mal einen Euro.


War Remnants Museum – Kriegsmuseum Saigon

Vietnam ist voll mit geschichtlichen Hintergründen. Ob nun der Indochinakrieg (1946 – 1954), der zweite Weltkrieg (1939 – 1945) oder der Vietnamkrieg (1955 -1975), Vietnam musste in seiner Geschichte viel einstecken. Und das ist Grund genug, um sich das Kriegsmuseum und die Hintergründe eines der wichtigsten Kriege – dem Vietnamkrieg – einmal genauer anzusehen.

Es ist erschreckend zu sehen, was die Menschen für Mittel eingesetzt haben, um sich gegenseitig zu Schaden. Mit Hilfe von Waffen und chemischen Kriegsmitteln wurden bis zu über 5 Millionen Vietnamesen getötet.

Der Eintritt hier kostet 40.000 VND ~ 1,50 Euro pro Person.


Wiedervereinigungspalast

Dieses beeindruckende Gebäude war während des Vietnamkrieges der Wohnsitz des Südvietnamesischen Präsidenten. Nach dem Fall von Saigon im April 1975 wurde hier das Ende des Vietnamkrieges besiegelt.

Auch hier kostet der Eintritt 40.000 VND pro Person.


Hauptpostamt von Saigon

Das Postamt befindet sich gleich neben der Kathedrale Notre Dame. Es wurde zwischen 1886 und 1891 in dem französischen Kolonialstiel erbaut.

Und es erfüllt noch heute seinen Zweck als Postamt, auch wenn es mittlerweile sehr touristisch geworden ist und selbst Souvenir-Stände drinnen aufgebaut sind.

Der Eintritt hier ist kostenlos.


Kathedrale Notre Dame Saigon

Dieses ist wohl eines der bedeutensten Kolonialgebäude der Stadt. Der Bau dauerte drei Jahre (1877 – 1880) und das komplette Baumaterial kam damals aus Frankreich.

Sie heißt auch Kathedralbasilika der unbefleckten Empfängnis.

Und wenn du sie von innen anschauen möchtest, dann ist der Eintritt auch hier kostenlos.


Ho Chi Minh Square

Tagsüber ist hier wirklich tote Hose, aber abends steppt dafür der Bär. Hier sind dann einige Wasserfontänen, die zudem schön beleuchtet sind. Außerdem findest du hier eine Statue von dem damaligen Präsidenten Ho Chi Minh, welche zum 100. Geburtstag des alten Rathauses direkt vor diesem erbaut wurde.

Das alte Rathaus ist für Touristen leider nicht zugängig, bietet aber trotzdem ein schönes Fotomotiv.


Café Apartment in Saigon

Wenn du dann am alten Rathaus warst und den Square weiter Richtung Fluss runter läufst, dann befindet sich auf der linken Seite ein richtig geiles Café. Genauer gesagt ist es ein Café Apartment. Das Gebäude selber hat 9 Stockwerke und über 7 Stockwerke verteilt findest du verschiedene gemütliche Läden, in denen du dein Kaffee oder auch einfach nur ein Saft schlürfen kannst.

Das Interessante dabei ist, dass in diesem Apartment tatsächlich auch noch Menschen leben.

Du kannst entweder mit dem Fahrstuhl bis ganz oben fahren (3.000 VND pro Person) oder du nimmst einfach die Treppe.

Der Eintritt an sich ist kostenlos. Du zahlst lediglich dein Getränk und vielleicht auch den Lift. Der traditionelle vietnamesische Kaffee hat in dem Café, welches wir uns ausgesucht haben, um die 1,30 Euro gekostet. Und der Ausblick ist einfach unbezahlbar.


Tempel

Ich denke, dass gehört bei jedem Besuch einfach dazu – Tempelbesichtigungen. Wir haben uns in Saigon lediglich zwei Tempel angesehen.

Zum einen den Tempel Goddess Mariamme, einen Hindutempel, und einen Miniatur-Tempel im Tao Dan Park.


Co Chi Tunnel

Die Tunnel in Co Chi sind ein cleveres Tunnelsystem, indem sich die vietnamesischen Patisanen während des Vietnamkrieges versteckt haben.

Die ersten Tunnel sind allerdings bereits im Jahr 1948 im Krieg gegen Frankreich entstanden, um Waffen, Nahrung und Menschen zu schützen.

Die Tunnel liegen etwa 70 Kilometer nordwestlich von Saigon und können entweder auf eigene Faust oder mit einer Tour besichtigt werden.

Ohne einen Guide kostet der Eintritt etwa 4 Euro pro Person und da wir kein Auto oder Roller hatten, haben wir uns für eine Tour entschieden.

Alle Informationen hierzu findest du in unserem nächsten Blogbericht.


Unterkunft

Es gibt in HCMC viele günstige Unterkünfte. Doch eine können wir dir wärmstens ans Herz legen – KHA Hostel & Café.

Es ist ein kleines Hostel, mitten in der Innenstadt in einem Hinterhof. Demzufolge ist es dort sehr ruhig. Das Hostel selber hat auch bloß 2 Zimmer. Ein Doppelzimmer und ein Mehrbettzimmer mit ungefähr 13 Betten.

Dadurch, dass die Betten als Kabinen angeordnet sind, hast du dort relativ viel Privatsphäre (im Vergleich zu anderen Mehrbettzimmern). Die Nacht kostet dort ab 6 Euro pro Nacht und Person. In dem Preis inbegriffen sind WLAN und Frühstück.

Wir haben etwa eine Woche in dieser verrückten Stadt verbracht. Und jeden Tag durften wir etwas Neues erleben. Aber wahrscheinlich reichen auch 3 oder 4 Tage, um das meiste der Stadt zu entdecken.
Aber sehenswert ist diese Stadt unserer Meinung nach auf jeden Fall.

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Südinsel Neuseeland – Unsere Highlights

Südinsel Neuseeland – Unsere Highlights

Es ist nun bereits fünf Wochen her, dass wir Neuseeland verlassen und unsere Fahrrad-Reise durch dieses Land beendet haben. Es ist inzwischen viel Zeit vergangen.

Viel Zeit, in der ich die Momente und Monate Revue passieren lassen konnte.

Wir hatten unglaublich viele Höhen und mindestens genauso viele Tiefen, die wir überwinden mussten. Dennoch war es eine außergewöhnliche Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte.

Am Anfang unserer Reise war geplant, dass wir beide Inseln – Nord- und Südinsel von Neuseeland – mit dem Fahrrad erkunden wollen. Doch gleich am ersten Tag haben wir zu spüren bekommen, wie hart es werden würde.

Bereits am ersten Tag wollte ich aufgeben und mir ein Auto kaufen. Zum Glück wusste ich da noch nicht, was noch alles auf mich zukommen würde. Sonst hätte ich es wahrscheinlich auch getan.

Es gab sehr viele Momente, an denen ich das Fahrrad einfach nur in den nächsten Busch oder die nächste Brücke runter schmeißen wollte.

Es war jedoch nicht alles schlecht.

Und unsere Highlights der Südinsel Neuseelands fassen wir in diesem Bericht zusammen. Leider können wir nur etwas zur Südinsel sagen, weil wir die Nordinsel kaum mit dem Fahrrad gefahren sind.

Picton und Marlborough Sounds
Wenn du dich auf den Weg auf die Südinsel machst, kommst du zwangsläufig in die Stadt Picton. Für uns ist es eine kleine süße Stadt. Sie hat eine schnuckelige Promenade, an der du in kleinen Cafés den Tag oder auch den Sonnenuntergang genießen kannst.

Von Picton aus kommst du ganz einfach und in kürzester Zeit in die Marlborough Sounds. Ob mit Auto, Hitch-Hiking oder mit dem Fahrrad, der Ausblick auf die vielen kleinen Buchten ist einfach unbezahlbar.

Makana Chocolate Factory
Auf dem Weg von Picton nach Blenheim liegt eine kleine Schokoladenfabrik. Für mich als Schoko-Liebhaber, war das wohl eines der vielen Highlights auf der Südinsel Neuseelands.

Ok, es ist nicht ganz günstig. Aber wann hat man schon mal die Möglichkeit bei der Schokoladenherstellung zuzusehen?

Redwood Pass

Hier verirrt sich wohl selten ein Tourist hin. Auch wenn die Strasse nur aus Schotter besteht, war sie wohl eine der schönsten, die wir gefahren sind. Mitten in der Natur.

Ab und zu kommt mal ein Jeep vorbei. Dann heißt es Luft anhalten und Augen zusammen kneifen, damit nicht allzu viel Staub in die Augen und Atemwege gelangt.
Der Pass selber ist gar nicht mal so hoch, lediglich 197 Höhenmeter.

State Highway 1

Von Blenheim bis Kaikoura fuhren wir immer dem State Highway 1 hinterher. An sich finden wir große Strassen eher abschreckend, gerade in Neuseeland. Dieser Streckenabschnitt jedoch zählt wohl mit zu unseren Highlights. Immer am Meer entlang die Berge rauf und runter. Dennoch ist der Blick immer Richtung Ozean gewandt.

Und auch wenn mal eine Baustelle kam, ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen. Denn wir konnten ganz einfach am Strassenrand anhalten und die Aussicht genießen. Wir sahen sogar Seelöwen und deren Babies in kleinen Pools spielen.

Inland Road von Kaikoura nach Christchurch

Auch wenn ich es furchtbar fand, bzw immer noch finde, die Berge mit dem Fahrrad hoch und runter zu fahren, war die Inland Road von Kaikoura nach Christchurch ebenfalls eine der schönsten Strecken, die wir fahren durften.

Die Landschaft mit ihren verschiedenen Grüntönen und der strahlend blaue Himmel ließen sogar mich darüber hinwegschauen, wie bergig es hier eigentlich war.
Und diese Strecke mussten wir nur fahren, weil die Tage vorher ein riesiges Unwetter herrschte und somit der SH1 gesperrt war. Aber alles passiert aus einem guten Grund und es war perfekt für uns.

Castle Hill

Das Erlebnis im Cave Stream Scenic Reserve war wohl eines der besten und spektakulärsten, die ich je erleben durfte.

Etwas außerhalb von Castle Hill befindet sich das Cave Stream Scenic Reserve. Hier kannst du eine Höhlenwanderung der besonderen Art hautnah erleben. Und das Beste: es hat nicht einen Cent gekostet.

Und da es uns so gut gefallen hat, haben wir zu dieser Wanderung einen separaten Bericht verfasst.

Porters Pass & Sheffield

Auf dem Weg zum Cave Stream Scenic Reserve kamen wir durch den kleinen Ort namens Sheffield. Wir haben von unserer Gastfamilie in Christchurch gehört, dass es hier den besten Pie geben soll. Und wer uns kennt weiß, dass wir dem auf den Grund gehen mussten.

Und sie hatten Recht!!!

Es war der beste Pie, den wir je gegessen haben.

Frisch gestärkt ging es für uns dann weiter. Wir fuhren den Porters Pass und waren wieder einmal unglaublich glücklich, dass wir diesen Berg geschafft haben. Bis auf 939 Meter haben wir uns hoch gekämpft und wurden mit einer gigantischen Aussicht belohnt.

Am besten war natürlich die Abfahrt ein paar Tage später. Ich wurde während dessen so von meinen Gefühlen übermannt, dass mir die Tränen kamen. Ich konnte einfach nicht glauben, dass ich diese 7 Kilometer aus eigener Kraft bergauf geschafft hatte.

Lake Tekapo
Da fahren wir mal wieder einen Berg hoch, aber so einen Ausblick haben wir bisher noch nie gehabt. Wir blickten geradewegs auf den türkis leuchtenden See. Die Farben waren einfach so unreal, dass wir es nicht glauben konnten.
Lake Pukaki

Wir waren schon wahnsinnig geflasht von dem Lake Tekapo. Dass uns der Lake Pukaki noch mehr aus den Socken hauen würde, hätten wir selber nicht erwartet.

Er war noch strahlender und als Highlight sah man im Hintergrund den schneebedeckten Mount Cook.
In dem Moment war ich so unfassbar dankbar für diese Reise und zugleich stolz auf mich, dass ich mich darauf eingelassen habe.

Alps 2 Ocean Fahrradweg

Neuseeland hat wirklich nicht viele Fahrradwege, die für Trekking- oder Touringräder ausgelegt sind. Die meisten Fahrradwege sind für Mountainbikes.

Umso dankbarer waren wir, dass wir den Alps 2 Ocean Fahrradweg fahren konnten. Weg von den großen Strassen und dem vielen Verkehr. Rein in die Natur und an Seen entlang bis nach Oamaru.

Dunedin

Bei diesem Highlight handelt es sich wieder um eine Stadt. Die schottisch angehauchte Stadt liegt in einem Tal und bietet so einiges zu sehen. Zum Beispiel der alte Bahnhof, das Universitätsgelände oder die Baldwin Street – die steilste Strasse der Welt, laut Guinness-Buch der Rekorde.

Auch wenn die Stadt für Fahrradfahrer schon sehr unangenehm sein kann, hat sie uns in ihren Bann gezogen.

Southern Scenic Route

610 Kilometer ist diese Strecke etwa lang. Sie führt von Queenstown über Te Anau nach Invercargill und von dort meistens an der Küste entlang bis nach Dunedin. Wir sind allerdings nur von Dunedin bis Invercargill die Sounthern Scenic Route mit dem Fahrrad gefahren. Danach hatte ich die Schnauze so voll vom Fahrrad fahren, dass wir uns ein Auto gemietet haben.

Die Strecke war aber der absolute ober Hammer und hat so viele verschiedenen Aspekte der Landschaft zu bieten. Unter anderem kommst du hier an die Curio Bay oder auch an den kleinen Strand von Papatowai, der noch relativ untouristisch ist.

Milford Sound

Bereits in einem unserer letzten Berichte haben wir über den Milford Sound geschrieben und waren begeistert.

Aber am besten liest du die ganze Geschichte nach.

Roys Peak

Eine großartige Wanderung ist die auf den Roys Peak. Geh am besten nachts los, damit du zum Sonnenaufgang oben bist. Es hat zwei Vorteile:
Es sind kaum Leute unterwegs.
Du hast beim Sonnenaufgang einen grandiosen Blick auf den Lake Wanaka und die dazugehörigen Buchten.

Wanaka selber können wir auch empfehlen. Ein lauschig kleines Städtchen zum relaxen.

Franz Josef Gletscher

Ok, um ganz ehrlich zu sein: ich war schon etwas enttäuscht.

Ich hatte vorher noch nie einen Gletscher in meinem Leben gesehen. Und demzufolge habe ich viel viel Eis erwartet. Mehr, als uns letztendlich geboten wurde.

Das eigentliche Highlight an dem Tag war wohl eher der Weg zum Gletscher.
Hier mussten wir immer wieder über Brücken oder durch kleine Bachläufe marschieren. Und alle paar Meter gab es einen anderen Wasserfall zu bestaunen.

Pancake Rocks

Eines meiner persönlichen Highlights waren die Pancake Rocks. Auch wenn dieser Ort touristisch ist, fand ich es wahnsinnig spannend zu sehen, wie sich die uralten Ablagerungen durch die Gewalt des Meeres unterschiedlich schnell abtragen. Dadurch sehen die Felsen wie übereinander gestapelte Eierpfannkuchen aus. Daher auch der Name: Pancake Rocks.

In Verbindung mit der Kraft und den Gezeiten des Meeres entstehen hier überall sogenannte Blowholes, wo das Wasser mit jeder Welle reingedrückt wird und nach oben „ausgespuckt“ wird. Für mich ein Spektakel, dem ich stundenlang zusehen kann.

Abel Tasman National Park

Auch wenn mir die Pancake Rocks schon sehr gut gefallen haben, hat unsere Tour durch den Abel Tasman Park nochmal einen drauf gesetzt.

Vier Tage waren wir hier mit einem Kajak unterwegs und haben verschiedene Tierarten beobachten können. Am meisten angetan waren wir von den kleinen Seelöwen, die gerade schwimmen lernten.

Auch hier zu findest du einen ausführlichen Bericht auf dem Blog.

Cape Farewell & Wharariki Beach

Zum Ende unserer Reise durfte natürlich der wohl schönste Strand und der nördlichste Punkt der Südinsel Neuseelands nicht fehlen.
Wir verbrachten hier leider nur einen Tag. Wenn du also länger Zeit haben solltest, dann plane vielleicht gleich 2 oder 3 Tage ein. Hier gibt es nämlich eine Menge zu entdecken.

Und auch zu dieser Region haben wir einen extra Artikel geschrieben.

Rewaka Resurgence
Ein kleines friedliches Fleckchen Erde haben wir genau hier gefunden.

Es liegt südlich des Abel Tasman National Parks und ist ein süßes Wandergebiet mit einem Bachlauf und vielen Vögeln, die um dich her schwirren. Kaum einer verirrt sich hier her. Es ist ideal, um einen kleinen Tagesausflug mit Picknick einzulegen.

Wow, jetzt sind tatsächlich 19 außergewöhnliche und vor allem unvergessliche Erlebnisse in diesem Beitrag gelandet.

Am Anfang dachte ich, es würden vielleicht fünf werden. Aber je mehr Zeit zwischen dem Erlebten und der Gegenwart liegt, umso mehr kann man drüber nachdenken und alles noch einmal auf sich wirken lassen. Es war definitiv keine einfache Zeit in Neuseeland, aber es war dennoch eine tolle Zeit. Und ich freue mich schon drauf, wenn ich eine Zusammenfassung über Vietnam und Kambodscha schreiben darf.

Und wenn du zu denjenigen gehörst, die an unserer Route interessiert sind, dann hast du sie jetzt grob vor die liegen. Die Highlights sind nämlich nicht nach dem besten Gefallen sortiert, sondern so, wie wir sie auch auf unserer Strecke besucht haben.

Wir hoffen, wir können dir mit diesem Beitrag ein wenig bei der Planung deines Trips um die Südinsel Neuseelands behilflich sein.

Schreib uns doch gerne in die Kommentare, welches dein persönliches Highlight der Südinsel Neuseelands war. Mit Sicherheit haben wir die eine oder andere Ecke gar nicht beachtet und können es so beim nächsten Mal nach holen  

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