INDONESIEN

Karimunjawa – Privatflug in einer Propellermaschine

Karimunjawa – Privatflug in einer Propellermaschine

Für unser gestriges Pech sollten wir heute belohnt werden.
Der Tag begann für uns bereits kurz nach 5 Uhr. Zwei Stunden eher sollten wir hier am Flughafen sein. Warum das so ist, wissen wir bis heute nicht. Eine halbe Stunde hätte vollkommen gereicht, da es sich bei dem Flughafen bloß um einen winzigen Flugplatz handelt. Sei es drum, zwei Stunden vor Abflug waren wir also am Flugplatz von Karimunjawa angekommen.

Zeit zum frühstücken hatten wir bisher keine. Also gab es zum Frühstück frische Mangos von den Bäumen auf dem Flughafengelände. Ali, der uns am Vorabend noch schnell die Flugtickets organisiert hatte, zeigte uns, wie man so eine Mango ohne Hilfsmittel leicht knacken kann. Wieder etwas gelernt und diese frischen Mangos waren verdammt lecker.

Es wird ein Privatflug

Eine Stunde vor Abflug bekamen wir die Nachricht schlechthin: Wir sind die einzigen Gäste und das Flugzeug müssen wir uns nur mit den 2 Piloten teilen. Da kam Freude auf!
Karimunjawa meinte es noch einmal gut mit uns.
Man hört ja immer wieder von Freunden, die auf Buisness Class hochgestuft wurden, doch in den Geschmack eines 90 minütigen Privatfluges sind wohl eher die wenigsten gekommen.
Als dann nur eine kleine Propellermaschine anrollte, war die Freude noch größer.
Für mich war der Flug klasse. Nur Melanie war heilfroh, als das schwedisch – australisches Pilotenduo den Flieger sicher in Surabaya landete. So ein kleiner Flieger ist um einiges unruhiger bei Wind. Dennoch war die Aussicht beeindruckend.

In Surabaya angekommen, gestaltete sich die Suche nach einem Taxi – mit einem vernünftigen Preis – schwierig. Wir hatten irgendwie auch eine viel zu geringe Preisvorstellung. Das stellten wir wir am nächsten Tag fest, als wir mit einem offiziellen Taxi fuhren. Zum Glück fanden wir nach 20 Minuten jemanden, der uns in seinem Privatauto zum Hotel brachte.

Viel Lust auf Unternehmungen hatten wir dann nicht mehr. Wir waren froh über die Klimaanlage und entspannten ein wenig. Abends gingen wir nochmal die Straßen im Viertel entlang und suchten uns noch ein letztes mal eine Möglichkeit für leckeres indonesisches Essen.

 

https://www.youtube.com/watch?v=r6b-vk1cCrM[:]

 

 

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Im tiefen Sand von Karimunjawa versunken

Im tiefen Sand von Karimunjawa versunken

Nachdem wir uns auf der kleinen Insel Pulau Menjangan-Kecil erholt hatten, ging es für uns zurück – auf in unser Abenteuer Karimunjawa. Wir wollten unsere letzte Nacht noch einmal im Coconut House verbringen. Sudar, der Besitzer, erzählte uns, dass wir auch von Karimunjawa nach Surabaya fliegen könnten. Das klang für uns sehr interessant. Denn das bescherte uns einen weiteren Tag auf dieser wunderschönen Insel. Nun stellte sich die Frage, wie wir an unsere Flugtickets kommen.

Da an diesem Tag zwei Gäste des Coconut Houses ebenfalls zum Flughafen mussten, entschlossen wir uns mitzufahren, um unsere Tickets für den nächsten Tag zu kaufen. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, was uns an dem Tag noch bevor steht.

Als wir am Flugplatz ankamen, war dieser leider geschlossen und öffnete erst wieder in einer Stunde.
Der Vorschlag, zum Strand zu fahren, klang verlockend. Also machten wir uns auf den Weg. Der sogenannte Weg führte über eine Sandstraße. Und wie das Schicksal so wollte, blieben wir tatsächlich mit dem Auto im tiefen Sand stecken. Mitten im nirgendwo. Bei etwa 35 Grad.
Das Unheil deutete sich schon an, als der Fahrer langsamer wurde. Ich sagte noch, dass er jetzt nur nicht stehen bleiben soll. Doch das alles half nichts.

Also verbrachten wir die nächsten 2 Stunden im Nichts. Die zwei Fahrer versuchten das Auto wieder freizubekommen, während wir irgendwo Schatten suchten. Da der Sand viel zu fein war und das Auto schon viel zu tief drin steckte, konnten die Fahrer auch nichts mehr ausrichten. Blöd war nur, das die zwei anderen Gäste zum Flughafen mussten, um den Flug zu erwischen.

Nach 2 endlosen Stunden kam Hilfe und wir wurden mit Rollern abgeholt. Frech fanden wir allerdings, dass wir für die Dummheit der Fahrer auch noch 10 Euro pro Person hätten zahlen sollen.
Das sahen wir natürlich nicht ein und fingen an den ganzen Weg zum Coconut House zu laufen.
Wir wussten beide, dass wir spätestens im nächsten Dorf nachfragen würden, ob uns jemand fahren kann. Bis zur Stadt waren es immerhin 20 Kilometer.
Als wir mit vollem Gepäck und Ricardo mit Krücken los liefen, wollten sie noch handeln. Aber wir blieben stur.
Nach etwa 5 Minuten kamen sie dann doch hinterher und fuhren uns gratis zum Coconut Haus.
Ganz klarer Sieg für uns. Man muss eben wissen, wie man es machen muss. Denn vom Prinzip her sind die Asiaten keine schlechten Menschen und hätten uns wohl niemals laufen lassen.

Völlig fertig kamen wir dann im Hostel an und wollten nur noch duschen. Von oben bis unten klebte dieser feine Sand an uns.
Nach der Dusche, ging es für uns nur noch zum Abendessen und später ließen wir unser Abenteuer Karimunjawa gemütlich in der Lounge ausklingen.

Eine Trauminsel namens Pulau Menjangan-Kecil

Eine Trauminsel namens Pulau Menjangan-Kecil

Pulau Menjangan-Kecil ist eine winzige Insel mitten im Javasee, zwischen den indonesischen Hauptinseln Java und Borneo.

Bootssteg und Sandstrand von Pulau Menjangan-Kecil

Nachdem wir ein paar Tage voller schöner Eindrücke und Begegnungen auf der Insel Karimunjawa verbracht haben, war es für uns an der Zeit weiter zu ziehen.
Unser Gastgeber des Coconut House hatte uns von einem kleinen Paradies süd-westlich von Karimunjawa berichtet. Und da wir das Besondere lieben, war es für uns keine Frage, dass wir uns diesen Fleck Erde genauer ansehen wollten.

Da zu der 5 Kilometer entfernten Insel Pulau Menjangan-Kecil, die wir uns ausgesucht hatten, keine Boote fahren, hatte unser Host alles für uns organisiert und wir wurden am nächsten Tag abgeholt.
Es gibt lediglich ein Resort auf der Insel, welches für gerade einmal für 15 Leute ausgelegt ist. Natürlich spiegelt sich das im Preis wieder, aber es lohnt sich auf jeden Fall, wenn du dir ein paar Tage Auszeit nehmen möchtest.

Sobald du mit dem Boot in Sichtweite der Insel kommst, siehst du die farbenfrohen Korallenriffe im Wasser schimmern und du wirst du von einem langen Sandstrand und einem einladenden Bootssteg begrüßt. Der Sand unter den Füßen fühlt sich warm und weich an – einfach traumhaft.

Die Bungalows sind sehr einfach gehalten. Jedes Häusschen hat sein eigenes Badezimmer und ein ausreichend großes Schlafzimmer mit einem Doppelbett und einem Moskitonetz als Betthimmel. Internet gibt es auf der Insel nicht und Strom gibt es auch erst zur Abenddämmerung. Du bist also völlig frei und kannst dir einfach mal Zeit für dich nehmen.

Zeit für dich auf Pulau Menjangan-Kecil – was meinen wir damit eigentlich?

Sicher, sehr viele Aktivitäten hat diese Insel nicht zu bieten. Also schwing dich in deine Badesachen, nimm dein Schnorchel-Equipment und lass dich von der Unterwasserwelt verzaubern. Sei aber vorsichtig! Sobald du Quallen siehst, solltest du an den Strand zurück schwimmen. Ricardo hat es einmal erwischt und ist in einen Schwarm von Quallen geraten. Er war ziemlich zerstochen. Am nächsten Tag ist der Schmerz aber meistens wieder vorüber.

Du kannst die Zeit natürlich auch am Strand mit einem schönen Buch oder mit ein paar Yoga-Einheiten genießen. Falls es ein bisschen mehr Aktion sein soll, versuch doch dein eigenes Abendessen zu fangen, indem du dir die Harpune ausleihst und auf die Jagd gehst.
Ohne die dort angebotenen Küche wären wir wahrscheinlich eher verhungert.

Nachdem wir uns ausreichend entspannt hatten, fuhren wir nach 5 Tagen wieder zurück nach Karimunjawa.
Insgesamt haben wir auf der Insel für 5 Tage umgerechnet 150 € all inklusive gezahlt, was ziemlich fair ist.

 

Die faszinierende Welt von Karimunjawa

Die faszinierende Welt von Karimunjawa

Die faszinierende Welt von Karimunjawa wollten wir uns unbedingt einmal ansehen. Immerhin waren wir ja schon ganz in der Nähe.

Diese Inselgruppe, bestehend aus 27 Inseln, ist noch relativ unbekannt und liegt etwa 80 Kilometer nördlich von Jepara auf der Insel Java. Die Anreise dorthin ist schon ein kleines Abenteuer für sich.
Auf der Fähre spiegelte sich schon wieder, dass im Gegensatz zu Inseln wie Koh Tao oder Koh Samui in Thailand, hier die ausländischen Touristen stark in der Unterzahl waren. Ich würde schätzen es waren lediglich 10%, wenn überhaupt.
Das seit 1986 geltende Naturschutzgebiet umfasst 27 Inseln, wovon lediglich 5 bewohnt sind.
Die meisten der etwa 10.000 Einwohner befinden sich auf der Hauptinsel, in der Stadt Karimunjawa. Bei der Anfahrt auf Karimunjawa konnten wir schon die schönen Sandstrände, das türkis-blaue Wasser und die Korallen sehen.

Den ersten Tag ließen wir ganz ruhig angehen und unterhielten uns gemütlich mit den anderen Reisenden aus unserem Hostel, dem Coconut House. Wir saßen draußen auf Sitzsäcken und in Hängematten und lernten uns kennen. Am späteren Nachmittag fuhren wir gemeinsam zu einem kleinen abgelegenen Strand. Wir machten es uns mit einer Kokosnuss am Strand gemütlich und genossen die friedliche Ruhe.

Bei der Fahrt zum Strand erhielten wir einen ersten kleinen Einblick über die faszinierende Welt von Karimunjawa und das Leben auf der Insel.
Es ist schön zu sehen, dass alles noch ziemlich natürlich ist. Hier gibt es keine großen Hotelanlagen oder Hostelkomplexe. Hier haben die Einheimischen noch die Überhand.
Leider ist auch hier ein deutliches Müllproblem sichtbar. Eine richtige Entsorgung gibt es nicht und so schmeißen die Leute ihren Müll einfach an den Straßenrand,
Schade, gerade in so einem Paradies wäre es doch schön, wenn es sauber wäre.
Zurück vom Strand buchten wir eine Schnorchel- und Inselhoppingtour für den nächsten Tag.

Fangfrischer Fisch auf dem Fischmarkt der faszinierenden Welt von Karimunjawa

Gegen 19:00 Uhr ging es dann für uns zum Fischmarkt, dieser ist jeden Abend ab 18:00 Uhr “geöffnet”.
Auf der Insel gibt es auch nur nachts von 18:00 bis 06:00 Uhr Strom.
Der Fischmarkt ist klasse. Du suchst dir einfach einen Fisch aus und der wird dann frisch zubereitet.
Je nach Fischgröße bezahlst du zwischen 20.000 IDR – 50.000 IDR (2 € – 5 €)
Serviert wird das Ganze dann natürlich mit Reis, ein wahrer Gaumenschmaus.

Inselhopping innerhalb der faszinierenden Welt von Karimunjawa

Der nächste Tag begann relativ früh, denn wir wollten schnorcheln gehen.
Die Unterwasserwelt von Karimunjawa war schon toll, auch wenn ich etwas mehr erwartet hatte. Dennoch war der Schnorchelausflug, für umgerechnet 17 Euro inklusive Mittagessen, top. Bei mir muss alles bunt sein, mit kleinen Riffhaien und Schildkröten, damit ich richtig zufrieden bin. Darin liegt aber auch der Unterschied zwischen tauchen und schnorcheln. Beim Tauchen erlebt man die Unterwasserwelt viel intensiver, da man viel mehr Dinge und Tiere sieht.

Auf dem Weg zum Schnochelspot Karimunjawa

Von unserem Guide hat jeder etwas Brot bekommen, um die kleinen, bunten Fische anzulocken. Das hat wunderbar funktioniert und wir waren innerhalb kürzester Zeit von fresswütigen Fischen umzingelt.

Die Insel, wo wir Mittagessen bekommen hatten, schlug alles bisher Gesehene. Weißer Sandstrand und extrem klares und türkis-blaues Wasser. Hier haben wir es uns 2 Stunden gut gehen lassen können, bevor es mit einem weiteren Schnorchelstop zurück zum Hafen von Karimunjawa ging.

Auf dem Rückweg hätten wir die Möglichkeit gehabt, mit Haien und Schildkröten zu schwimmen. Das war für uns nichts, da diese Tiere in Käfigen gehalten wurden.

Am Abend verschlug es uns wieder zum Fischmarkt. Wir suchten uns diesmal einen Fisch aus, den wir gerade eben noch beim Schnorcheln gesehen hatten.

Es war zwar schön auf Karimunjawa und im Coconut House, aber wir wollten die nächsten Tage gerne noch auf einer anderen Insel verbringen.
Unsere Wahl fiel auf eine kleine Insel etwa 5 km entfernt – Pulau Menjangan-Kecil.

 

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