Staub, Benzingeruch und dicke Maschinen auf Phillip Island

AUSTRALIEN

Am Wochenende stand der Motorrad Grand Prix _ MotoGP – auf Phillip Island auf dem Programm. Phillip Island liegt etwa 80 Kilometer süd-östlich von Melbourne. Die 100 km² kleine Insel kann über eine 640 Meter lange Brücke erreicht werden. Und auf dieser kleinen Insel wird seit 1989 jedes Jahr der große Preis von Australien für Motorräder ausgetragen.

Wir sind wohl beide nicht die größten Motorrad-Fans. Zumindest verfolgen wir es nicht im TV oder anderweitig. Trotzdem wollten wir es uns ansehen. Denn die Rennstrecke auf Phillip Island soll eine der schönsten auf der Welt sein. Denn die wundervolle Landschaft in Verbindung mit dem Meer im Hintergrund ist wahrlich eine Augenweide.

Rennstrecke auf Phillip Island mit dem Meer im Hintergrund

Bereits im Januar waren wir für ein paar Tage auf dieser Insel und so wussten wir zumindest schon einmal, wo wir ungestört mit unserem Camper übernachten konnten.

Vorbereitung ist alles

Nachdem wir in der Woche vor der Veranstaltung das Wetter gecheckt hatten und damit einverstanden waren, kaufte wir unsere Tickets. Dieses Mal wollten wir nicht den gleichen Fehler wie bei der Formel1 machen und kauften uns direkt die Wochenend-Tickets. Das gab uns mehr Zeit, um uns auf dem Gelände in Ruhe alles anzusehen. Wir waren beide sehr gespannt. Also beluden wir an dem besagten Freitag Nachmittag unseren Van. Und kurze Zeit später waren wir auf dem Weg Richtung Süden. Immer wieder wurden wir von Motorräder überholt. Die hatten wohl das Gleiche Ziel, wie wir.

Wir hatten für die Tage wieder den gleichen Parkplatz zum übernachten ausgesucht wie beim letzten mal auf Phillip Island. Damals waren wir ja hier um die Pinguine zu sehen. Nach einer ruhigen Nacht wurden wir dieses Mal durch ein Klopfen an unserer Fensterscheibe geweckt. Vor unserem Auto standen 2 Ranger. Sie machten uns darauf aufmerksam, dass campen auf Phillip Island verboten sei. Wir waren uns beide sicher, dass wir einen Strafzettel kassieren würden. Nachdem Melanie sich nett mit den beiden unterhalten hatte, blieb es bei einer Ermahnung.

 

Der Tag vor dem Rennen

Da wir jetzt sowieso schon wach waren, standen wir auch gleich auf. Wir schmierten unsere Brote, machten uns startklar und fuhren zur Rennstrecke. Kaum angekommen, mussten wir nochmal 20 $ für das Parken bezahlen. Natürlich für 2 Tage – hier in Australien ist eben nichts umsonst. Nachdem wir gezahlt hatten, wurde uns auch schon der Weg zu unserem Parkplatz gezeigt.
Einen Trumpf konnten wir dieses Mal ausspielen. Durch meinen Unfall hatten wir die Krücken im Auto. Und den Rest könnt ihr euch wahrscheinlich schon denken. Richtig! Wir erzählten dem Parkwächter was passiert war und schon durften wir in der Nähe des Eingangs parken.

Sobald wir auf dem Gelände waren verschafften wir uns einen kleinen Überblick. Wir machten ein paar Fotos und besuchten die Motorrad Expo.

Anschließend startete der Junior Grand Prix. Es war echt niedlich anzusehen, wie sich die Kleinsten auf einer Strecke von 100 Metern versuchten auf der Maschine zu halten und schnellstmöglich ins Ziel zu kommen. Außerdem schauten wir uns das Motocross-Rennen an und ein geeigneter Platz für das Rennen am Sonntag musste auch noch gefunden werden.

Beim MotoGP könnte man natürlich auch campen, wenn man das wollte. Und es ist echt lustig, mit was für Ausrüstungen die Leute für ein Wochenende dort anreisen. Fernseher, alte Sofas und sogar Teppiche sind aufgebaut, als würden sie ein ganzes Jahr dort wohnen. Sogar richtige Küchenwagen, die mit Soßen und Gewürzen ausgestattet sind werden mitgenommen.

Obwohl wir ziemlich k.o. waren, fuhren wir am Abend noch von der Insel runter. Wir wollten ja nun wirklich kein Knöllchen riskieren. Aber der neue Schlafplatz war nicht weniger schlecht. Er lag direkt am Meer und wir hatten den Platz ganz für uns alleine. Dieses Gefühl von “Freiheit” und fast überall übernachten zu können ist großartig und für uns so wertvoll.

Der Tag des Rennens

Die Nacht zum Tag des Rennens endete noch zeitiger als die Nacht zuvor. Aber dieses Mal ohne Ranger. Wir wollten unbedingt rechtzeitig an der Rennstrecke sein, um einen schönen Platz zu ergattern. Bis auf einen kurzen Zwischenstopp bei McDonalds für einen Frühstücks-Kaffee ging zügig. Und das obwohl die Straßen am frühen Morgen bereits gut befahren waren. Trotzdem erreichten wir gegen 08:30 Uhr den Parkplatz.
Da wir am Tag vorher das Gelände ausgekundschaftet haben, gingen wir direkt zu unserem auserwählten Platz und verbrachten die nächsten acht Stunden dort. Die ersten Rennen starteten bereits relativ früh und so verging die Zeit wie im Flug. Und trotz des leichten Windes spielte das Wetter heute wieder super mit. Wir bekamen tolle Rennen mit Überholmanövern und 3 Ausfällen geboten.

 

Panorama des Veranstaltungsgeländes auf Phillip Island

 

 

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