Rafting Tour auf dem Neretva Fluss in Konjic – Tagesausflug von Sarajevo

Rafting Tour auf dem Neretva Fluss in Konjic – Tagesausflug von Sarajevo

Rafting Tour auf dem Neretva Fluss in Bosnien

27. Januar 2019 I Bosnien I Autor: Melanie

Eines unserer actionreichsten Highlights in Bosnien war wohl die Rafting Tour 2016 auf dem Neretva Fluss.
In der kleinen Stadt Konjic, etwa 60 Kilometer südwestlich von Sarajevo, bekommst du die Möglichkeit des Wildwasserrafting.

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Besonders im Frühjahr lohnt sich ein Ausflug nach Konjic, denn dann steht das Wasser besonders hoch auf dem Neretva Fluss und das Adrenalin in dir wird überkochen.

Wir hingegen waren im Sommer da. Dann ist das Ganze schon eher für Familien geeignet, macht aber trotzdem noch richtig viel Spaß.

Ablauf vom Rafting auf dem Neretva Fluss

Der Tag beginnt entspannt in Konjic und du bekommst beim Treffpunkt im Restaurant, wo du auch dein Auto abstellst, erst einmal Frühstück serviert.
Falls du selbst kein Auto hast, kannst du auch eine komplette Tour buchen, die in Sarajevo startet.

Nach einem entspannten Frühstück bekommst du passende Kleidung wie Neoprenanzug, Schwimmweste und Helm. Danach wirst du mit einem Kleintransporter über die Berge hinweg zum Startpunkt der Rafting-Tour gebracht.

Die Fahrt mit dem Kleintransporter ist aber auch schon ein Highlight für sich. Sie ist gefüllt mit jeder Menge genialen Aussichten auf das Neretva Tal. Die Fahrt an sich dauert in etwa 2 Stunden.

Am Startpunkt angekommen bekommst du ein paar Einweisungen und dann wird das Boot eigentlich auch schon ins Wasser gelassen. Teilweise ist die Kommunikation nicht ganz so einfach, aber schlussendlich klappt es doch immer irgendwie.

Die Fahrt an sich geht in etwa 6 Stunden und unterwegs bekommst du auf dem Neretva Fluss grandiose Aussichten. Es geht durch Schluchten hindurch und hin und wieder wartet mal eine Stromschnelle, wo der Spaß vorprogrammiert ist.
Zwischendrin werden dann immer wieder Pausen gemacht, in denen du dich erholen und einfach genießen kannst.
Schlussendlich und nach etwa 6 Stunden kommst du am Ziel an und bist wieder an dem Restaurant, wo es auch schon das Frühstück gab.
Hier lässt es sich noch super aushalten und du kannst ganz entspannt noch ein Bierchen trinken und etwas Essen.

Highlights der Rafting Tour auf dem Neretva Fluss

Wie oben schon erwähnt, werden während der Tour immer mal wieder Pausen eingelegt.
So zum Beispiel auch an ein paar Felswänden, wo du dich im Klippenspringen versuchen kannst.
Aber keine Sorge: das Wasser hier ist tief genug und es gibt fast auf jeder Höhe eine Möglichkeit zum springen.
Gerade im Sommer sorgt dies für jede Menge Spaß und ist eine perfekte Abkühlung.

Außerdem wird auch noch eine länger Pause – etwa 1 Stunde – an einer Art Sandbank gemacht.
Hier lohnt es sich die Gegend ein wenig zu Fuß zu erkunden.
Falls du darauf weniger Lust hast, dann such dir ganz einfach einen schönen, schattigen Platz und genieße die Landschaft.

Wobei wir eigentlich auch schon beim 3. Highlight der Rafting Tour auf dem Neretva Fluss wären – die Landschaft.

Umgeben vom Fluss befinden sich wunderschöne Wälder und vor allem Steinklippen.
Diese sind teilweise so gigantisch, dass du aus dem Staunen nicht herauskommst.
Lehne dich einfach mal zurück und genieße ein wenig die Landschaft während der Tour.

Beste Zeit für eine Rafting Tour

Dies ist wohl nur schwer zu beantworten. Der Sommer hier ist wohl definitiv die beste Zeit, um die Rafting Tour bei schönem Wetter und hohen Temperaturen zu machen.
Auch sind diese Monate wohl die besten für Familien. Der klare Nachteil des Sommers ist der doch teilweise recht langsame Fluss. Im Sommer trägt der Neretva Fluss natürlich wesentlich weniger Wasser.

Wer also auf mehr Adrenalin steht, der sollte es einmal im Frühling versuchen. Hier hast du zwar sicher nicht so hohe Temperaturen und der Sprung in den Fluss könnte etwas kühl werden, aber noch mehr Action und Adrenalin ist dir dann garantiert.

Ein weiterer Vorteil ist dann mit Sicherheit auch die Besucheranzahl. Im Sommer kann es auf dem Fluss schon manchmal recht eng werden. Im Frühjahr wirst du dieses Problem nicht haben.

Kosten der Rafting Tour

Anbieter gibt es hier einige. Eine Rafting Tour auf dem Neretva Fluss ist sowohl bei Touristen, als auch bei Einheimischen sehr beliebt.

Die Preise unterscheiden sich eigentlich nicht großartig und liegen bei etwa 35,00 Euro – 40,00 Euro pro Person. Im Preis inbegriffen ist das Frühstück und die komplette Ausrüstung.

Wie kommst du nun also nach Konjic?

Die einfachste Möglichkeit nach Konjic zu kommen ist das Auto. Wir hatten uns damals für 4 Tage ein Auto in Sarajevo gemietet.
In Konjic haben wir dann einen Stopp fürs Rafting eingelegt und sind danach weiter nach Mostar gefahren.
Im übrigen solltest du Mostar auch nicht auslassen. In unserem Bericht erfährst du unsere Highlights von Mostar.

Neben dem Auto kannst du auch einen Bus von Sarajevo nach Konjic nehmen.
Die brauchen etwa 1,5 Stunden und kosten gerade einmal 4,00 Euro.
Wenn du den Bus für die Anreise wählst, dann empfehlen wir dir eine Übernachtung in Konjic.
Die Stadt an sich ist nämlich auch sehr schön und es lohnt sich ein paar Stunden hier zu verbringen.

Fazit

Wenn du schon einmal in Bosnien bist und ein wenig Zeit mitbringst, dann lohnt sich diese Rafting Tour auf dem Neretva Fluss in jedem Falle. Die Tour lässt sich perfekt mit einer Stadtbesichtigung in Sarajevo oder Mostar verbinden.

Auch wenn es im Sommer wesentlich schöner ist, wollen wir es beim nächsten Mal noch einmal im Frühling machen.

Hast du schon einmal eine Rafting Tour gemacht? Wenn ja, wo war es denn und wie hat es dir dort gefallen?
Schreib es uns doch gern einmal in die Kommentare.

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Kravica Wasserfälle Naturschauspiel in der Region Herzegowina

Kravica Wasserfälle Naturschauspiel in der Region Herzegowina

Die Kravica Wasserfälle, welche zur Gemeinde Studenci gehören, liegen nur unweit von der kroatischen Grenze entfernt.

Die Wasserfälle bieten dir eine super Abkühlung im warmen Sommer, aber auch Naturliebhaber und (Hobby)Fotografen kommen hier auf ihre Kosten.

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In der Nähe des kleinen Dorfes Studenci liegt ein wahres Naturschauspiel und ein echter Touri-Hotspot. Besonders im Sommer ist dieser gut besucht. Die Rede ist von den Kravica Wasserfällen. Ein wenig erinnern mich die Wasserfälle an die Plitvicer Seen oder die Krka Wasserfälle. Allerdings sind die Kravica Wasserfälle bei weitem nicht so überlaufen, auch wenn es im Sommer mal schnell voll werden kann.

Die Wasserfälle

Wie du schon aus der Überschrift hören kannst, handelt es sich hierbei um mehr als nur einen Wasserfall. Genauer gesagt, kommen hier … Wasserfälle zusammen, die mit tosendem Lärm in einem See landen. Die Wasserfälle sind ungefähr 25 Meter hoch und teilen sich in 20 verschiedene Wasserfälle. Der See, in dem die Wassermassen landen hat einen Durchmesser von etwa 120 Metern.

Das Wasser der Kravica Wasserfälle ist in ständiger Bewegung, wodurch es sich auch nicht weiter aufheizen kann.
Wir selbst sind Ende August nur bis zu den Knien ins Wasser.
Kein Wunder, die Wassertemperatur steigt hier selten über 15 Grad, was uns dann doch etwas zu frisch war.
Aber selbst an Land bekommst du durch die kalte Priese immer eine super Abkühlung.

Die Kravica Wasserfälle kommen vom Fluss Trebizat, welcher ein Nebenfluss des Neretva Flusses ist. Das gesamte Gebiet steht unter Naturschutz und wird von der Landesregierung geschützt, ist aber für die Öffentlichkeit für Besuche geöffnet. 

Anreise zu den Kravica Wasserfällen

Falls du ein paar Tage Zeit in Mostar verbringst, so lassen sich die Wasserfälle perfekt in einen Tagestrip einbauen.
Wir hatten 3 Tage Aufenthalt in Mostar und unser Tagestrip ging zu erst nach Blagaj, dann nach Pocitelj und zu guter letzt zu den Wasserfällen, bevor es zurück nach Mostar ging.
Diese kleine, etwa 100 Kilometer lange Rundtour hat bei uns den Tag entspannt ausgefüllt.

Aber auch von der kroatischen Küstenstadt Ploce sind es nur lediglich 40 Kilometer bis zu den Wasserfällen.

Wenn du kein eigenes Auto hast, dann kannst du von Mostar aus auch eine Tour über Get your Guide zu den Wasserfällen buchen. Die Tour beinhaltet auch gleichzeitig den Abstecher nach Blagaj.

Was gibt es sonst noch außer den Wasserfällen?

Natürlich ist dieser Ort perfekt, um einfach mal zu entspannen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Außerdem ist es ein super Platz, wenn du Wasserfälle magst. Dennoch kannst du hier noch viel mehr erleben, beziehungsweise Zeit verbringen.

Zum einen bieten sich die Wasserfälle an, um einfach mal eine Runde schwimmen zu gehen. Das liegt wohl auf der Hand.
Solltest du ein Freund von Camping sein, kannst du hier auch die eine oder andere Nacht in deinem Zelt verbringen.

Zudem gibt es hier ein kleines Café, in dem du dir eine Stärkung holen kannst oder dich einfach nur von deinem Badespaß ausruhen und die Schönheit des Ortes genießen kannst.
Im Sommer kannst du hier auch wunderbar auf eine Rafting Tour gehen.

Öffnungszeiten

Die Kravica Wasserfälle kannst du in der Zeit von Mai bis Oktober besuchen. Den Rest des Jahres sind diese geschlossen, da das Wasser durch den Wintereinbruch zum baden eh zu kalt ist.

Das Wasser der Kravica Wasserfälle ist in ständiger Bewegung, wodurch es sich nicht weiter aufheizen kann. Wir selbst sind Ende August nur bis zu den Knien ins Wasser.

Auf unserem Weg zu den Wasserfällen hatten wir unser Mittagessen auf der kleinen Straße kurz vor den Wasserfällen. Hier gab es ein richtig schönes Restaurant mit Outdoorküche. Betrieben wurde es von einer bosnischen Familie, welche im Sommer hier wohnt und im Winter in Südtirol ihren Sitz hat. Ich habe gerade verzweifelt nach dem Namen gesucht, aber konnte einfach nichts finden. Es war auf jeden Fall ein orangenes Haus, vielleicht hast du ja Glück und kommst daran vorbei.

Fazit

Bei einem Aufenthalt in der Nähe der Kravica Wasserfälle solltest du diese nicht auslassen. Trotz der vielen Einheimischen und Touristen zur Hauptreisezeit hat uns dieser Ort wirklich gefallen. Das nächste Mal werden wir trotzdem versuchen im Frühjahr oder Herbst hinzufahren.

Warst du schon einmal bei den Kravica Wasserfällen? Wie hat es dir gefallen?

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Mostar – die traurige Geschichte eines UNESCO Welterbe

Mostar – die traurige Geschichte eines UNESCO Welterbe

Mostar in Bosnien und Herzegowina ist die fünftgrößte Stadt des Landes und mit seinen 105.800 Einwohnern die wichtigste Stadt in der Region Herzegowina.

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Auf unserem kleinen Roadtrip durch Bosnien-Herzegowina wollten wir auch Mostar einen Besuch abstatten. Mostar ist die größte Stadt von Herzegowina, dem südlichen Teil von Bosnien-Herzegowina.
Schon die Fahrt von Sarajevo nach Mostar ist unglaublich schön und führt lange Zeit durch das Neretva Tal.
Nebendran ergeben sich immer wieder tolle Ausblicke auf den Neretva Fluss.
Hier solltest du auf jeden Fall ein paar Minuten mehr für Fotostopps einplanen. 
Auch in Konjic haben wir einen Stop eingelegt und uns diese kleine Stadt mal etwas näher angeschaut. 2 Stunden sind hier aber eigentlich genug, um einen kleinen Einblick in die Stadt südöstlich von Sarajevo zu bekommen.

In Mostar angekommen haben wir uns dann erst einmal auf die Suche nach unserer Unterkunft für die nächsten 3 Nächte begeben.
Wir haben uns im Hostel Tarik* einquartiert.
Von hier aus hatten wir es nicht weit bis in die Altstadt und zur bekannten Brücke.

Geschichte von Mostar

Genau wie in Sarajevo, kann man auch in Mostar noch die Spuren der traurigen Geschichte des Landes erkennen. An vielen Häuserwänden kannst du diverse Einschusslöcher erkennen.
Während des zweiten Weltkrieges zählte Mostar zu Kroatien. Kurze Zeit später wurde die Stadt allerdings von der Jugoslawischen Volksbefreiungsarmee eingenommen und zählte dann wieder zur Teilrepublik Bosnien-Herzegowina.

Während des Bosnienkrieges kam es dann auch zu Kämpfen zwischen Kroaten und Bosniaken.
Seit dem Krieg ist die Stadt verwaltungstechnisch zweigeteilt – westlich vom Neretva Fluss befindet sich der kroatische Teil und östlich der bosnische.

Ein Spaziergang durch die Altstadt von Mostar

Ganz klar, die Hauptattraktion der Stadt ist die Brücke, welche der Stadt ihren Namen gab.
Genauer gesagt stammt der Stadtname von den Brückenwächtern. Die Wächter wurden in der Landessprache „Mostari“ genannt, während die Brücke selbst „Stari Most“ heißt.

Die Brücke und die Altstadt zählen seit 2005 zum UNESCO Welterbe.

Mostar zieht jährlich mehrere Tausend Touristen an und es scheint fast so, als seien alle nur wegen der Brücke da. Erst 2004 wurde die Brücke wieder aufgebaut.
Während des Bosnienkrieges wurde die Brücke 1993 von kroatischer Seite in einem mehrstündigen Beschuss zerstört.

Im Sommer, wenn der Neretva genug Wasser führt, springen einige Jugendliche von der Brücke in den Fluss. Kurz vorher gehen sie mit einem Hut rum und animieren die Touristen somit eine kleine Spende für den Sprung zu geben.
Den besten Blick auf einen dieser Sprünge hast du meiner Meinung vom Flussufer aus.

Die Altstadt von Mostar lädt auf jeden Fall zum flanieren ein. Hier findest du neben den vielen Straßenständen auch einige lokale Restaurants und viele Cafes.
Setz dich am besten für ein paar Minuten hin, bestelle dir einen bosnischen Kaffee, genieße und beobachte.


Weitere Sehenswürdigkeiten in und um Mostar

Karadozbeg-Moschee

Natürlich findest du in Mostar auch die ein oder andere Moschee.
Ganz in der Nähe der Brücke befindet sich die 1557 erbaute Karadozbeg-Moschee.
Während des Krieges wurde auch sie schwer beschädigt, doch mittlerweile wieder vollkommen restauriert und aufgebaut.

Aussichtspunkt

Eine richtig tolle Sicht auf Mostar bekommst du von einen der umliegenden Berge. Leider haben wir zu diesem Aussichtspunkt, ein paar Kilometer südlich der Stadt, keinen richtigen Namen.
Bei Google Maps musst du einfach mal nach „Kriz na Humu“ suchen und dann solltest du fündig werden.

Von hier oben bekommst du eine grandiose Aussicht auf Mostar und die umliegenden Berge. Wir haben die Auffahrt auch nur durch Zufall entdeckt und können sie dir nur empfehlen.

Blagaj und die Quelle vom Fluss Buna

Wenn du eh schon in Mostar bist, dann solltest du dir unbedingt ein paar Stunden Zeit nehmen und in das 15 Kilometer südostlich von Mostar entfernte Blagaj fahren.

Neben dem Kloster, welches direkt an der Felswand gebaut wurde, kannst du hier auch die Quelle vom Fluss Buna sehen. Wobei sehen auch nicht ganz richtig ist, denn das Wasser kommt aus der Höhle heraus. Der Anblick ist dennoch richtig schön.

Setz dich am besten in eines der Restaurants und genieße den Anblick bei einem Kaffee oder einem Kaltgetränk.
Zusätzlich zum islamischen Kloster und zur Quelle kannst du noch die Ruine der alten Festung vom ehemaligen Herzog Stjepan Vukčić Kosača besichtigen.
Der steinige Weg hinauf zur Ruine dauert lediglich etwa 15 Minuten, ist leider NICHT für Rollstuhlfahrer geeignet.

Warst du schon einmal in Mostar und hast noch ein paar Tipps für uns? Wie hat dir die Stadt gefallen? Schreib es gerne in die Kommentare.

Ganz liebe Grüße Melanie und Ricardo

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Sarajevo Sehenswürdigkeiten – unsere 13 Tipps und Highlights

Sarajevo Sehenswürdigkeiten – unsere 13 Tipps und Highlights

Sarajevo ist wohl eine der noch am wenigstens bekannten Städte Europas.

Obwohl Sarajevo und Bosnien im allgemeinen in den letzten Jahren immer mehr Touristen anlockt, steht die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina bei vielen Reisenden noch nicht auf der Liste.

Völlig zu unrecht, denn dieses tolle Land und vor allem die Stadt haben soviel zu bieten.

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2011 kam ich das erste Mal in den Genuss von Sarajevo´s Sehenswürdigkeiten. Bei einer kleinen Tour durch Osteuropa wollten wir Bosnien nicht auslassen. Damals war an einen Reiseblog und an schöne Bilder noch nicht zu denken. Von der kroatischen Grenze sind wir mit dem Auto über Mostar nach Sarajevo gefahren. Bosnien hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Natur entlang der Straße in Richtung Hauptstadt ist einfach nur der Hammer. Seit dem ersten Mal war ich nun bereits schon sechs mal in Sarajevo. Die Hinterlassenschaften von der Belagerung sind nach wie vor allgegenwärtig und erinnern an alte Zeiten.
Der Sommer steht vor der Tür und bis nach Bosnien gibt es mittlerweile echt gute Verbindungen. Von Deutschland aus kannst du zum Beispiel mit dem Flieger ab 60,00 Euro nach Tuzla und zurück fliegen. Dort nimmst du dir einfach ein Mietauto und fährst weiter nach Sarajevo. Von vielen weiteren Städten in Deutschland kannst du auch für rund 150,00 Euro direkt nach Sarajevo und zurück fliegen. Auch eine Busverbindung gibt es für rund 100,00 Euro. Damit du gut vorbereitet bist, will ich dir heute mal ein paar Tipps für diese tolle Stadt geben.

Vrelo Bosne

Die Quelle vom Fluss Bosna liegt in einem wunderschönen öffentlichen Park im Vorort Ilidža. Besonders während der Sommermonate – wenn es so richtig heiß ist – lohnt sich ein Besuch im Park. Hier bekommst du eine schöne Abkühlung durch angenehme Temperaturen. Für einen Spaziergang im Park kannst du gut und gerne etwa 2 Stunden einplanen. Neben der Quelle selbst, kannst du jede Menge Enten und Schwäne beobachten und zu Wasserfällen laufen. Für einen gemütlichen Stop sorgt ein Café inmitten des Parks. 

Tunnel Sarajevo

Der Tunnel in Sarajevo ist wohl eines der wichtigsten „Bauwerke“ der Stadt und darf bei keinem Besuch fehlen. Die Belagerung der Stadt Sarajevo durch die Serben ist gerade einmal 22 Jahre her. Knapp 4 Jahre lang war die Stadt unter Dauerbeschuss. 4 Jahre lang mussten die Menschen in Sarajevo hoffen, dass sie den Tag überleben.

Im April besetzten die Serben unter der Führung von General Ratko Mladic die Hänge rund um Sarajevo. Kaum zu glauben, aber Mladic wurde erst Ende 2017 für seine Taten verurteilt.

Das Urteil: Lebenslänglich.

Am Ende der Belagerung gab es rund 11.000 Opfer und 56.000 Verletzte. Das diese Zahl so niedrig ist, ist zum größten Teil dem Tunnel zu verdanken. Durch diesen rund 800 Meter langen Tunnel wurde alles mögliche transportiert. Es wurde eine Pipeline und eine Dieselleitung gelegt. Die Menschen wurden außerdem mit Waffen und Lebensmitteln versorgt. Der Tunnel führte unter dem internationalen Flughafen entlang, welcher damals eine UN- Sicherheitszone war.

Der Eintritt für den Tunnel beträgt 5,00 Euro und ist jeden Cent wert.

Alte Bobbahn der Olympischen Winterspiele 1984

Die alte Bobbahn der Olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo ist ein gutes Denkmal um zu sehen, was so ein Krieg anrichten kann. Vor den Olympischen Spielen war Sarajevo auf einem richtig guten Weg, eine der wohl bedeutensten Städte in Osteuropa zu werden. Die Stadt hat sich herausgeputzt. Es wurden schöne Hotels errichtet und Olympiaanlagen, auf die die Bevölkerung stolz war. Stück für Stück wird mittlerweile versucht, die Dinge wieder aufzubauen. So wurde zum Beispiel die Eishalle wieder aufgebaut und im Skigebiet wurde ein neuer Lift gebaut. Nur die Skisprungschanze und die Bobbahn müssen sich der Natur ergeben. Zudem gibt es rund um die Wälder der Bobbahn wohl noch einige Mienen. Aber keine Sorge, solange du auf den Wegen bleibst, ist alles in Ordnung. Es gibt sogar Touren zu der Bobbahn. Das spricht wohl auch für die Sicherheit der Region. Zu der Bobbahn in den Bergen von Sarajevo gelangst du am besten mit den Auto. Schon auf den Weg findest du jede Menge „Lost Places“, welche du ebenfalls gut besuchen kannst. An der alten Bahn kann man sich auch gut vorstellen, wie der Krieg gewesen sein muss. Hier findest du noch jede Menge Einschusslöcher. Manche kleiner, manche so groß wie ein Fussball. Anfang April 2018 soll es sogar wieder eine Gondel geben, die dich hoch zum Berg Trebevic bringt. Im Januar 2018 fand bereits die erste Probefahrt statt. Es ist schön zu sehen, dass die Stadt auf einem guten Weg ist und es bleibt zu hoffen, dass der Glanz der alten Tag wieder kommt.

Sarajevo Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

In der Altstadt empfehle ich dir mindestens einen ganzen Tag zu verbringen. Laufe einmal gemütlich in den Gassen der Stadt entlang und genieße die entspannte Atmosphäre bei einem bosnischen Kaffee in einem der vielen Cafes. Zudem befinden sich in der Stadt viele Sehenswürdigkeiten.

Ewige Flamme

Die ewige Flamme ist ein Denkmal für alle bosnischen Opfer im zweiten Weltkrieg.
Sie liegt am Anfang der Fußgängerstraße Ferhadija.

Markthalle Sarajevo

Ein paar Meter von der ewigen Flamme entfernt liegt die Markthalle. Von außen sieht sie eher wie ein Theater aus. Hier werden täglich frische Lebensmittel wie Fleisch, Käse und Gemüse verkauft.
Bekannt ist die Markthalle auf Grund von 2 Massakern. Das erste war im Februar 1994, bei dem etwa 70 Zivilisten starben und das zweite im August 1995 bei dem etwa 40 Menschen starben.
Beide Massaker wurden mit Mörsergranaten durchgeführt.

Bauernmarkt Pijaca

Hinter der Markthalle befindet sich noch ein großer Bauernmarkt.
Hier finden sich kaum Touristen wieder und dennoch kann ich diesen Markt einfach nur empfehlen.
Der Markt hat täglich geöffnet. Hier kannst du günstig frisches Gemüse und Obst kaufen.

Die größte Moschee des Landes

Ein paar Schritte weiter geht es vorbei an der römisch-katholischen Kathedrale bis hin zur größten Moschee des Landes. Die Gazi–Husrev–Beg–Moschee von 1530 ist außerdem auch eine der ältesten im Land.

Das historische Stadtzentrum Baščaršija

Zu guter Letzt geht es in das Zentrum der Altstadt. Die Baščaršija wurde im 15. Jahrhundert angelegt und ist mit dem Brunnen Sebilj wohl eines der Wahrzeichen der Stadt. Von hier aus hast du einen wunderschönen Blick auf die Berge im südlichen Teil der Stadt.

Gelbe Bastion

Die Gelbe Bastion liegt kurz überhalb der Stadt. Vom Stadtkern aus benötigst du etwa 15 Minuten bis dort hin. Hier bekommst du einen schönen Überblick über Sarajevo und seine umliegenden Berge. Bei dem Fußweg hoch zur gelben Bastion, kommst du auch an einem der vielen Friedhöfe hier in Sarajevo vorbei. Dies ist zudem wohl auch noch der größte. Alle hier Begrabenen stammen aus der Zeit der Belagerung. Extra Tipp: Um deinen Ausblick von der gelben Bastion aus zu verschönern, hole dir vorher eine leckere Bosnische Pizza. Wo es die gibt erfährst du etwas weiter unten im Beitrag.

Lateinerbrücke

Die osmanische Steinbogenbrücke an sich ist nicht weiter besonders. Jedoch ist die Brücke, welche über den Fluss Miljacka geht, ein Brücke mit geschichtlichem Hintergrund. Hier fand am 28. Juni 1914 das Attentat auf den Erzherzog Franz Ferdinand statt. Dieses Ereignis gilt als Auslöser für den Ersten Weltkrieg.

Das beste Essen in Sarajevo

Essen und Bosnien. Das ist zumindest für nicht Vegetarier ein wahrer Traum. Die bosnische Küche ist sehr fleischhaltig und beinhaltet viele Kohlenhydrate.

Cevapcici

Der Klassiker in Osteuropa. Auch wenn ich mittlerweile schon einige dieser kleinen Hackfleischröllchen in verschiedenen Ländern und Städten probiert habe, in Sarajevo gibt es einfach die Besten.

Serviert werden die Röllchen hier mit frischem Fladenbrot, Kaymak (eine Art Sahnecreme) und eine gute Portion Zwiebeln. Die besten Cevapi findest du im „Zeljo“. Von dem gibt es in der Altstadt gleich 2 Lokale. Hier kannst du zwischen 5, 8 und 10 Röllchen wählen.

Bosnische Pizza

Als ich das erste Mal von einem Einheimischen zu diesem Stand gebracht wurde, wusste ich nicht was mich erwartet. Mittlerweile gehört diese Pizza zum festen Programm, wenn ich in Sarajevo bin. Zusammen mit der Pizza und einem kühlen Getränk geht es dann hoch zur gelben Bastion.

Der Laden selbst hat keinen wirklichen Namen. Er bietet nur Straßenverkauf an und hat außerdem auch nur noch eine Pizza Margherita neben der bosnischen im Angebot. Da es wie gesagt keinen wirklichen Namen gibt, findest du hier die Koordinaten zu Google Maps und ein Bild.

Der Preis für eine Pizza beträgt etwa 4,00 Euro.

Restaurant

Richtig gute Hausmannskost findest du im Resaturant „Dženita“. Dieses liegt ebenfalls in der Altstadt. Hier lässt du dir am besten eine Mischung aus verschiedenen Gerichten zusammenstellen. Frag ruhig nach, die Leute da sind super nett und bisher war es nie ein Problem.

Wie du siehst, hat allein Sarajevo jede Menge zu bieten. Vor allem geschichtlich steckt so viel in dieser Stadt. Um das Wichtigste zu sehen und die Stadt auch ein wenig zu genießen, solltest du hier etwa 5 Tage einplanen.

Wenn du zusätzlich zur Stadt selbst dir noch die weitere Umgebung anschauen möchtest, solltest du mindestens eine Woche einplanen.

Ich hoffe, dass sich diese tolle Stadt noch weiter entwickelt und den alten Ruhm wieder erlangt. Und beim Schreiben des Berichtes stelle ich fest, dass es mal wieder Zeit für einen Besuch wird. Ich komme selten öfter an einen Ort zurück, aber diese Stadt hat es mir einfach angetan und es gibt noch so viel zu entdecken.

Und jetzt: Schnell den Flug buchen oder den Roadtrip planen und ganz viel Spaß beim Entdecken dieser tollen Stadt.

 

Wenn du noch Fragen oder vielleicht sogar noch Hinweise hast, dann schreib es gerne in die Kommentare.

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