FAHRRAD-REISE

Vorteile einer Fahrradreise

Vorteile einer Fahrradreise

Zugegeben, es war wirklich nicht alles schlecht in der Zeit, in der wir mit dem Fahrrad unterwegs waren. Um ehrlich zu sein, haben wir viele unvergessliche Momente erleben dürfen.

Und deswegen kannst du jetzt hier den Artikel über die Vorteile einer Fahrradreise lesen.

Auch wenn es mir gerade sehr schwer fällt, Vorteile einer Fahrradreise zusammenzutragen, weiß ich wohl tief im Inneren, dass die Fahrrad-Zeit auch eine schöne Zeit war.

Ja, sie war anstrengend und wird in Australien mit Sicherheit wieder anstrengend werden. Und mal abgesehen von den Nachteilen, die eine solche Art des Reisens mit sich bringt, gibt es doch auch ein paar Vorteile.

Und hier findest du unsere persönliche Liste der Vorteile einer Fahrradreise.

1. Du bist nicht nur einer von Vielen
Wenn du mit dem Auto ein Land bereist, dann hebst du dich meistens nicht wirklich von der Masse ab. Besonders hier in Neuseeland bist du dann einfach nur einer von Vielen anderen Backpackern. Und diese haben manchmal einen wirklich schlimmen Ruf. Sie seien laut, dreckig und respektlos.

Wenn du mit Fahrrad unterwegs bist, bist du anders. Du wirst mit anderen Augen gesehen und bewundert. Denn in Neuseeland zum Beispiel würden wohl die wenigsten auf die Idee kommen, ihr Land mit dem Fahrrad zu erkunden (Hmm… warum wohl?).

Und die Art und Weise, ein fremdes Land mit dem Fahrrad zu entdecken, bringt uns zu Vorteil Nummer 2.

2. Du kommst eher in Kontakt mit Einheimischen
Sollte deine Intention des Reisen sein, Land und Leute kennen zu lernen, dann ist das Fahrrad definitiv eine gute Möglichkeit. Denn dadurch bist du, wie oben schon erwähnt, nicht einer von Vielen. Du bist etwas Besonderes.

Einheimische kommen auf dich zu und sind neugierig. Wir wurden sogar an unserem allerersten Tag direkt von einer Familie eingeladen, bei ihnen zu übernachten. Aus heiterem Himmel. Und ein leckeres Frühstück gab es am nächsten morgen noch on top.

Es gibt viele Situationen, in denen du in ein Gespräch mit Kiwis kommst. Du brauchst zum Beispiel nur vor dem Supermakt stehen, während der andere einkaufen ist. Besonders ältere Leute sind wahnsinnig neugierig und fragen dich Löcher in den Bauch. Und hin und wieder gibt es dann auch mal ein Bier aus der Einkaufstüte geschenkt.

3. Du kannst anhalten, wo immer du auch willst
Ein Fahrrad nimmt eben nicht viel Platz weg. Und so kannst du an fast jeder Strasse einfach einen kleinen Stop einlegen, wenn du zum Beispiel etwas tolles gesehen hast.

So haben wir zum Beispiel des öfteren Stop entlang des SH1 gemacht. Denn als wir die Robben auf den Felsen haben liegen sehen, haben wir mitten in einer Baustelle einfach links anhalten können. Welche Autofahrer können das schon von ihrer Reise behaupten?

4. Du kannst Strassen fahren, die wenige Touristen fahren
Natürlich sind wir einen Teil des berühmten SH1 auf der Südinsel Neuseelands mit dem Fahrrad gefahren. Und das war wirklich toll. Wenn dir der Verkehr dann aber doch mal zu viel werden sollte, dann weichst du einfach auf die Nebenstrassen aus.

Wir haben das eigentlich regelmäßig gemacht und so einige der besten Schlafplätze gefunden. Und auch Delfine haben wir entlang des Meeres auf einer solchen Strasse im Meer toben sehen. Nur wir und sonst niemand. So, wie man es sich wahrscheinlich auch meistens wünscht.

5. Du kannst essen was und wann du willst
In unserem Artikel über die Nachteile einer Fahrradreise haben wir einen Punkt der ungesunden und unausgewogenen Ernährung aufgezählt. Je nach dem in welchem Land du unterwegs bist stimmt das auch. Aber jetzt kommen wir zu dem Vorteil: es ist eigentlich (fast) scheißegal was du isst. Denn dadurch, dass du eh jeden Tag mit dem Fahrrad unterwegs bist, verbrauchst du unmengen an Energie. Die braucht dein Körper aber auch, um am nächsten Tag weiter zu machen. Und genau deswegen ist es egal, wenn du am späten Abend 500 Gramm Nudeln verdrückst.
6. Sportlich, sportlich
Dieser Vorteil liegt wohl auf der Hand. Du bist jeden Tag draußen an der frischen Luft und bewegst dich sogar dabei noch. Jeden Tag. Den ganzen Tag. Was gibt es besseres für deinen Körper?

Wir sind Tausend fremde Orte

Wir leben und lieben das Reisen. Und weißt du auch warum? Weil wir mit jeder Reise neue Kulturen, neue Länder und neue Menschen kennen lernen dürfen.

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Auch wenn ich viel auf unserer Reise geflucht habe und mein Fahrrad des öfteren in den Busch oder die Klippe runter schmeißen wollte, bin ich froh, dass ich es bis zu einem gewissen Punkt durchgezogen habe. Und das habe ich nicht zuletzt Ricardo zu verdanken, der mich immer wieder gepusht hat.

Was sind deine persönlichen Vorteile einer Fahrradreise? Auch hier haben wir sicherlich wieder den einen oder anderen positiven Aspekt vergessen. Schreib es uns doch gerne in die Kommentare oder eine private Nachricht an info@tausendfremdeorte.de.

Wir freuen uns auf deine Geschichte.

Nachteile einer Fahrradreise

Nachteile einer Fahrradreise

Wenn wir Leuten erzählen, dass wir mit dem Fahrrad durch Neuseeland fahren, dann werden wir immer mit staunenden Augen angeschaut. Die meisten finden das eine total tolle Idee und würden das auch gerne einmal machen. Allerdings hat das Ganze nicht nur Vorteile.

Hier erfährst du die Nachteile einer Fahrradreise.

Das eine Fahrradreise kein Zuckerschlecken sein würde, war uns eigentlich schon von Anfang an klar. Das allerdings Kleinigkeiten dazu führen würden, dass mir diese Reise meistens keinen Spaß macht, hatte ich wirklich nicht erwartet.

Seit dem diese Idee in die Tat umgesetzt wurde, war ich wahnsinnig skeptisch und zurückhaltend. Aber ich war auch motiviert und wollte den Plan mit in die Tat umsetzten. Denn ich dachte, es wäre eine tolle und einzigartige Idee, ein Land kennen zu lernen. Und ja… es war eine einzigartige Idee Neuseeland kennen zu lernen. Aber am meisten habe ich wohl mich selber kennen gelernt.

 

Mittlerweile habe ich das Fahrrad fahren größtenteils aufgegeben, zumindest in Neuseeland, und wir bereisen die Westküste jetzt mit dem Auto. Denn nach 101 Tagen hatte ich die Schnauze faul. Und das hatte verschiedene Gründe.

Hier ist eine Liste unserer persönlichen Nachteile einer Fahrradreise:

1. Das Gefühl, nicht voran zu kommen

Es wird immer gesagt, dass man ein Land intensiver mit dem Fahrrad kennen lernt, weil man einfach langsamer unterwegs ist und nicht an allem und jedem vorbei rauscht. Auch ich habe das am Anfang wirklich geglaubt. Deswegen haben wir uns unter anderem für das Fahrrad als Fortbewegungsmittel entschieden.

Aber mal ganz ehrlich… mir persönlich ist es einfach zu langsam. Es liegt vielleicht auch ein bisschen an mir. Wenn ich mehr geübt wäre, könnte ich vielleicht 100 Kilometer jeden Tag schaffen. Aber bei uns war es dann doch eher so, dass wir im Schnitt eher „nur“ 50 Kilometer am Tag gefahren sind.

Ich hatte einfach das Gefühl auf der Stelle zu treten.

Die Landschaft veränderte sich nur wenig und auf der Karte sah das, was man an einem Tag geschafft hat, auch eher lächerlich aus. Aber wie gesagt, Ricardo hatte zum Beispiel nicht das Gefühl. Vielleicht lag es dann tatsächlich einfach an mir.

2. Fahrrad fahren bei jedem Wetter

Auch wenn wir uns an regnerischen Tagen eher ein Plätzchen zum „ausharren“ gesucht haben, ist man doch bei jedem Wetter draußen. Natürlich gibt es Möglichkeiten wie Warmshowers und Couchsurfing, wo man die Tage gut rumkriegen kann. Auch eine kleine Auszeit in der Bücherei kommt an Tagen mit Schmuddelwetter-Garantie bei uns immer in die engere Auswahl.

Aber dann gab es wieder Tage, an denen wir uns im Zelt eingesperrt haben und hofften, dass alles trocken bleiben würde. Und wenn wir dann doch mal von einem Schauer erwischt wurden, dann hatten wir echt Schwierigkeiten, unsere Sachen für den nächsten Tag wieder irgendwie trocken zu bekommen.

Und wer schon einmal in klamme, kalte Sachen schlüpfen musste, weiß was ich meine.

3. Es ist unmöglich alles zu sehen

Ok, es ist sowie so eher unmöglich alles zu sehen. Aber wenn du mit dem Fahrrad unterwegs bist, ist es irgendwie noch schwieriger. Denn an vielen Spots, wie Wasserfälle oder irgendwelche schönen Wanderwege, kannst du dein Fahrrad einfach nicht mitnehmen. Und was macht man dann mit dem Fahrrad und dem ganzen Gepäck? Einfach anschließen und hoffen, dass die nächsten drei Stunden keiner an dein Fahrrad geht? Deswegen fielen viele Sehenswürdigkeiten für uns leider einfach aus.

Einige Sehenswürdigkeiten liegen am Ende einer Straße (meistens einer Schotterstrasse) und man müsste den ganzen Weg dann wieder zurück fahren. Mit dem Auto kein Problem, aber mit dem Fahrrad macht ein Umweg von 30 Kilometern schon viel aus.

4. Immer wieder hatte ich Angst um mein Leben

Na gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber die Autofahrer in Neuseeland zum Beispiel machen das Fahrrad fahren leider nicht gerade sicher. Immer wieder hatten wir das Problem, dass Touristen ihr geliehenes Auto bzw. den geliehenen Camper nicht einschätzen können und somit mit Vollgas und wenig Abstand an uns vorbei gerauscht sind.

Aber es sind nicht nur die Touris. Die Truckfahrer sind hier in Neuseeland eigentlich am schlimmsten – sie sind erbarmungslos. Diese sind nämlich nochmal breiter, länger und an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten die sich auch nicht. Es wird nicht einmal für uns Fahrradfahrer gebremst, wenn Gegenverkehr kommt. So wurde ich an einem Tag gleich zweimal unsanft von meinem Fahrrad geholt. Es ist zum Glück nichts passiert, aber ich musste jedes Mal in den rettenden Strassengraben hüpfen. Und das macht wirklich keinen Spaß.

5. Stinkig und klebrig in den Schlafsack hüpfen

Duschen??? Das wird auf so einer Reise wohl überbewertet. Denn Campingplätze sind nicht gerade günstig, zumindest in Neuseeland. Mich hat es wahnsinnig gestört, wenn ich nach einem Tag voller Fahrradfahrerei abends nicht duschen konnte und somit verschwitzt, klebrig und stinkig in meinen eigentlich sauberen Schlafsack schlüpfen musste. Und damit hört das ja nicht auf.

Am nächsten Tag werden dann die stinkigen Radelklamotten wieder angezogen. Denn es macht keinen Sinn, saubere Kleidung anzuziehen, die nach 5 Kilometern eh wieder völlig verschwitzt ist. Trotzdem fühle ich mich wahnsinnig unwohl, wenn meine Klamotten kilometerweit zu riechen sind.

6. Ungesunde und unausgewogene Ernährung

Dieser Punkt gilt wohl eher für Länder, die generell etwas teurer sind, wie Neuseeland oder Australien. Aber wenn du in solchen Ländern mit dem Fahrrad unterwegs bist und dann noch mit kleinem Budget, dann wird halt meistens Nudeln mit Pesto gegessen oder ab und zu dann auch mal Reis. Ach ja… und die Instant-Nudeln dürfen natürlich auch nicht auf deiner Einkaufsliste fehlen. Nur selten gibt es bei uns richtig frisch gekochte Menüs. Denn kühlen kannst du die Lebensmittel unterwegs nicht wirklich. Mal ganz abgesehen von dem Platz, den deine Taschen bieten.

Wie gesagt, das kann in Ländern wie Thailand schon wieder ganz anders aussehen. Denn dort gibt es günstiges Essen an fast jeder Ecke. Und das ist auch noch frisch und gesund.

7. Den Letzten beißen die Hunde

Das betrifft wohl eher diejeniegen, die in einer Gruppe oder als Paar reisen. Denn einer ist immer der Schnellere oder einer ist halt immer der Langsame. In unserem Fall ist Ricardo der Schnellere und zwar ist er fast doppelt so schnell wie ich. Am Anfang kann das ziemlich deprimierend sein, wenn du als Letzter immer nur versuchst, den Vorderen einzuholen. Für mich war es deprimierend und hat wirklich keinen Spaß gemacht. Mittlerweile stört es mich nicht mehr so sehr. Denn ich weiß, dass Ricardo (meistens) auf dem Berg auf mich wartet oder mir sogar schon entgegen läuft und mir hilft, das Fahrrad den Berg hochzuschieben, wenn es mal wieder zu steil ist.

Aber diese ewige Aufholjagd kann einen ziemlich auf die Probe stellen.

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Aber natürlich war nicht alles schlecht während unserer Zeit auf dem Fahrrad. Und deswegen gibt es zu dem Artikel “Nachteile einer Fahrradreise” auch einen Bericht mit den positiven Erlebnissen. Und in anderen Ländern, wie Deutschland oder auch in Europa allgemein, kann es durch die Fahrradwege auch schon wieder ganz anders aussehen. Wir geben das Fahrrad fahren jetzt zumindest noch nicht auf und freuen uns auf das nächste Land, das wir dann mit dem Fahrrad bereisen.

Falls du aber auch schon einmal eine Fahrradreise gemacht hast, dann lass uns gerne in den Kommentaren wissen, was für dich erwähnenswerte Nachteile waren. Mit Sicherheit haben wir ein paar vergessen.

Rückblick auf die ersten 3 Monate auf Fahrradreise

Rückblick auf die ersten 3 Monate auf Fahrradreise

Mein Rückblick auf die ersten 3 Monate unserer Fahrradreise lassen mich erkennen, dass diese wirklich turbulent waren. Denn in den ersten drei Monaten auf Reisen mit dem Fahrrad ist wirklich allerhand passiert. Ich habe Seiten an mir entdeckt, die ich vorher nicht kannte.

Zudem bin ich viel an meine Grenzen gekommen und über mich hinaus gewachsen.

Vor etwa einem Jahr habe ich mein Visum für Neuseeland genehmigt bekommen. Ich habe meinen Arbeitgeber über meine Pläne informiert und kurze Zeit später haben wir dann unsere Wohnung gekündigt. Damit fing eigentlich alles an.

In diesem einen Jahr ist verdammt viel passiert. Und hätte mir damals jemand gesagt, dass ich Neuseeland mit dem Fahrrad bereise, hätte ich diese Person wahrscheinlich für verrückt erklärt. Aber ich bin schon echt weit gekommen. So weit, dass ich einen kleinen Rückblick auf die ersten 3 Monate unserer Fahrradreise schreiben kann. Und es fühlt sich immer noch so unwirklich und unbeschreiblich an.

Besonders, wenn ich an die ersten Wochen zurück denke. Alleine der Weg von unserer AirBnB Unterkunft in Papakura zum Waikato River war damals die Hölle für mich. Und ich nehme an, für Ricardo auch.

Mein Gefluche, Geschreie und meine Heulanfälle haben unseren Start nicht gerade ins beste Licht gerückt. Mir hat dieses Fahrrad fahren überhaupt keinen Spaß gemacht. Und dann die Berge immer hoch, um dann ein kleines bisschen Verschnaufspause zu haben, damit ich dann den nächsten Berg wieder hoch fahren kann. Wem zu Henker macht das bitte Spaß???

Aber das Schlimmste war für mich am Abend – nach lediglich 35 Kilometern – mit Schmerzen und ungeduscht in den Schlafsack zu schlüpfen. Klebrig, stinkig und keineswegs motiviert, am nächsten Tag wieder Fahrrad zu fahren.

Es hat sehr lange gedauert, bis ich diese Phase überwunden habe. Und es tut mir leid, wenn ich in dieser Phase unausstehlich für Ricardo war. Er hat wirklich alles versucht, mir diese Reise ein wenig leichter zu machen. Sogar ein wenig Gepäck hat er mir nach den ersten Kilometern abgenommen, damit ich die Berge vielleicht ein bisschen leichter hoch komme. Dennoch, ich habe mein Fahrrad so oft schieben müssen und verflucht, dass ich es schon gar nicht mehr zählen kann.

Wir haben andere Radreisenden getroffen, oder solche, die eine Radreise bereits hinter sich haben. Und immer wieder musste ich mir anhören, dass es mit der Zeit besser wird. Dass ich mit der Zeit stärker werde und es mir leichter fallen wird. Doch was heißt „mit der Zeit“? Mir ging das alles nicht schnell genug.

Und so fuhren wir – Tag ein Tag aus – lediglich 30 oder vielleicht auch 50 Kilometer. Mit schlechter Laune, schmerzendem Hintern und müden Oberschenkeln. Und ich wartete darauf, dass „mit der Zeit“ endlich eintreffen würde. Von meiner Umwelt und von der Landschaft habe ich in den ersten Wochen nichts mitbekommen. Ich war lediglich darauf konzentriert weiter zu treten und zu atmen. Für mehr war leider kein Platz und erst recht keine Ausdauer.

Aber alle die, die mir gesagt hatten, dass es mit der Zeit besser werden würde, hatten Recht. Nach ein paar Wochen gab es wirklich Tage, an denen es mir Spaß gemacht hat, mit dem Fahrrad zu fahren. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass das dann Strecken waren, die nur geradeaus gingen. Am besten noch an einem See entlang. Doch sobald ich nur einen Anstieg sah, zerschlug sich die Motivation wieder und ich war wieder in meinem Loch voller Selbstzweifel.

Ich zweifelte an mir. Jeden einzelnen Tag fragte ich mich, warum ich das mache und ob ich dem Ganzen überhaupt gewachsen bin. Ich wollte mir ein Auto kaufen. Jeden Tag aufs Neue. Aber bis heute habe ich kein Auto. Denn auch wenn ich Zweifel, habe ich den Ehrgeiz diese Vorhaben – Neuseeland mit dem Fahrrad zu bereisen – durchzuziehen. Und mein Ehrgeiz und mein Stolz (wenn ich abbreche, habe ich versagt-Gedanke) lassen mich weiter in die Pedale treten.

Doch seit dem wir auf der Südinsel sind, haben sich meine Gedanken verändert. Zwei Monate hat es gedauert, bis ich mich auf meine jetzige Situation einlassen konnte. Und zwei harte Monate hat es gedauert, bis ich anfangen konnte, diese Reise zu genießen. Sicherlich kommt es immer noch ab und zu vor, dass ich keine Lust mehr habe. Aber mittlerweile hält es sich in Grenzen. Es hat sogar angefangen Spaß zu machen. Selbst eine Strecke von 93 Kilometern und etwas über 1.000 Höhenmetern haben mir nichts ausgemacht. Denn diese Aussicht hat für die Strapazen entschädigt. Genauso hat es mir nichts ausgemacht, am nächsten Tag wieder im Sattel zu sitzen. Und mal ganz ehrlich… es ist ein unbeschreibliches Gefühl einen Pass hoch zufahren (oder auch stellenweise zu schieben) und dann oben zu stehen. Auf das blickend, was man gerade mit dem Fahrrad geschafft hat. Ein paar Tage später sind wir den Pass wieder zurück gefahren. Und da wurde mir noch mehr bewusst, wozu ich eigentlich in der Lage bin. Es war ein unglaubliches Gefühl von dem ich einfach überrannt wurde. Während ich den Pass mit 50 Sachen runter rauschte kamen mir die Tränen. Ich war unsagbar stolz auf mich. Ich war auf dieser Reise bisher noch nie wirklich stolz auf mich.

In diesen drei Monaten, die wir bisher in Neuseeland unterwegs sind, habe ich so viel über mich selber gelernt. Ich bin an meine Grenzen gekommen. Ich bin nicht nur an meine Grenzen gekommen, ich habe sie sogar überschritten. Ich habe gelernt, was ich alles schaffen kann, wenn ich nicht auf meinen Kopf höre. Mein Körper ist so viel stärker, als ich glaube.

Und auch wenn ich nicht glauben kann, dass ich das jetzt sage, aber ich freue mich auf die nächsten Pässe und Anstiege. Denn wenn ich oben bin, ist es ein saugeiles Gefühl.

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Radreise – Unser Start in ein neues Leben

Radreise – Unser Start in ein neues Leben

In den letzten Wochen war es ruhig auf dem Blog. Momentan laufen die meisten Infos über unsere Radreise fast ausschließlich über unsere Facebookseite. Ein paar Videos gibt es auch schon bei YouTube.

Ein wenig aufgeregt waren wir ja schon, vor der Abreise. Wir wussten nicht so recht, was auf uns zukommt. Unsere kompletten Sachen mussten in 6 Radtaschen verstaut werden. Zudem mussten wir dafür sorgen, dass die Räder nicht in Einzelteilen in Ägypten landen.

 

Warum eigentlich Ägypten?

Unser Plan war, in Neuseeland die Radreise zu starten. Allerdings stellte sich dann im Zuge der Vorbereitung heraus, dass wir etwa im November starten werden.

Zu dieser Zeit sollte dann auch das 2. DNX Camp in Dahab stattfinden.

Geleitet wird dieses von Nick und Steffi. Nick Martin wird dem ein oder anderen ein Begriff sein. Wenn nicht, dann schaut mal auf seiner Seite Travel Echo vorbei.

Er und Steffi touren mit der Show „6 Jahre Weltreisen – die geilste Lücke im Lebenslauf“ seit 2 Jahren immer mal wieder durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Da wir die beiden echt sympathisch finden und uns auch das Camp ein wenig gereizt hat, kauften wir uns kurz nach Bekanntgabe des Datums auch gleich 2 Tickets.

So waren wir nun gezwungen unsere Reise gleich im November zu starten.

Wir kennen das ja nur zu gut von Australien. Da legt man sich ein Datum für die Abreise fest und zögert das dann immer weiter hinaus. Warum? Weil man fest in diesem Hamsterrad drinnen steckt und es doch eigentlich recht bequem ist. Doch wenn man einmal einen Flug oder ein Event gebucht hat, ist das Datum fix und man überlegt sich zweimal, ob man es noch einmal nach hinten verschiebt.

Der Weg, aus dem Hamsterrad auszubrechen, ist wohl immer der schwierigste, aber es lohnt sich.

12 Gründe, warum du einmal in deinem Leben eine Langzeitreise starten solltest, erfährst du hier.

Radreise – Klamotten ausmisten und packen

Das ist wohl das schwierigste Thema überhaupt beim Reisen.
Sogenannte Minimalisten haben es da einfacher. Und das ist eigentlich ziemlich geil.
Vor 2 Jahren sind wir nur mit Handgepäck nach Indonesien geflogen und es war mega entspannt.

Als wir uns auf den Weg nach Ägypten gemacht haben, waren unsere Fahrrad-Taschen bis oben hin gefüllt. Nicht nur 6 der vorhandenen 8 Radtaschen, sondern alle 8. Ohne Wasser oder Essen dabei zu haben. Heute sieht das schon ein wenig anders aus. Denn bereits in Dahab haben wir angefangen noch mehr zu reduzieren. Unsere Klamotten sind überschaubarer und passen zumindest mittlerweile in eine große Radtasche.

Natürlich haben wir auch jede Menge Campingsachen mit. Auch das mit der Technik ist bei uns so eine Sache. Wir lieben es Bilder und Videos zu machen. Für uns, für unsere Familien und natürlich auch für dich. Wir wollen unsere Reiseerlebnisse teilen. Das geht zwar auch mit dem Handy, aber das reicht uns persönlich nicht aus.
Was genau wir mithaben und wie alles gepackt ist, erfährst du in diesem Beitrag.

 

Räder verpacken für unsere Radreise

Nun haben wir hier 2 Räder, die nicht gerade günstig waren. Wie verpackt man die am besten, dass diese auch den Flug überstehen? Eine Frage, die uns die ganze Zeit beschäftigt hat.
Für Radreisende, die zum Ankunftsflughafen wieder zurückkehren, um nach 4 Wochen zurück nach Deutschland zu fliegen, mag das etwas einfacher sein. In diesem Fall hätten wir uns wahrscheinlich für eine Fahrradbox entschieden. Doch unser Hinflug ging nach Sharm El Sheik und unser Weiterflug geht von Kairo aus nach Neuseeland.
Also entschieden wir uns für eine einfach Transportbox aus Pappe. In Deutschland war das kein Problem eine zu bekommen. In Kairo hoffen wir auf die Mithilfe von anderen Radreisenden, die dort leben.
Wie genau haben wir die Räder denn verpackt? Das erfährst du hier.

 

Das große Warten und Bangen am Flughafen

Bei der Ankunft in Sharm El Sheik warteten wir gespannt am Gepäckband.
Wir waren wahrscheinlich noch nie zuvor so aufgeregt. Sind alle Taschen angekommen? Haben es die Räder überstanden? Sind die Taschen ganz geblieben? Alles Dinge, worüber wir uns vorher beim Reisen noch nie so viele Gedanken gemacht haben.
Dann kam die Erlösung – wir konnten alles in Empfang nehmen. Die Kartons der Räder waren etwas lädiert, aber den Rädern hat nichts gefehlt.
Kurz danach nahmen wir den Flughafen für uns in Beschlag und bauten unsere Räder wieder zusammen.
Mit Sonnenaufgang ging es dann los. Los auf unsere ersten Kilometer. Völlig überladen, aber hochmotiviert.
Du fragst dich, wie die ersten Kilometer verlaufen sind? Auch hier müssen wir dich vertrösten. Der Bericht würde jetzt einfach zu lang werden. Daher musst du dich noch ein paar Tage gedulden 🙂 .

Momentan genießen wir noch die Zeit in Dahab. Mit 3 weiteren Leuten haben wir uns hier eine kleine Villa über AirBnB gebucht.
Die Plattform ist für uns einfach eine der meist genutzten auf einer Reise.
Falls du noch nicht angemeldet bist, bekommst du über diesen Link einen 30,00 € Gutschein für deine erste Buchung.
Am Montag geht es für uns dann weiter nach Kairo, von wo aus wir am 09.12. nach Auckland fliegen.

 

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