Roys Peak – unsere schönste Wanderung

Roys Peak – unsere schönste Wanderung

Der Roys Peak steht wohl bei jedem Reisenden auf dem Plan, wenn er sich in Wanaka befindet.
Genauso auch bei uns.

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Der Roys Peak ist wohl ein Spot in Neuseeland, den du auf deiner Reise auf der Südinsel des Landes nicht auslassen solltest. Von dem 1581 Meter hohen Mount Roy hast du eine gigantische Sicht auf den Lake Wanaka und die umliegenden Berggipfel.

Die oberen Hänge des Berges sind etwa 4 Monate im Jahr mit Schnee bedeckt. Also überlege dir gut, zu welcher Jahreszeit du den Weg nach oben wagen möchtest.

Anreise zum Roys Peak

Die Anreise ist denkbar einfach und der Parkplatz im Tal ist nur etwa 10 Autominuten von Wanaka entfernt.
Die Anzahl der Parkplätze ist mit etwa 50 Parkplätzen sehr begrenzt. Falls du dich also für eine Wanderung entscheidest, solltest du rechtzeitig am Parkplatz sein. In der Nacht ist es natürlich kein Problem einen Parkplatz zu bekommen. Als wir dann aber gegen 10:00 Uhr wieder unten am Parkplatz ankamen, war dieser schon voll und die Autos warteten schon, bis endlich wieder eine Lücke frei wurde.

Von Wanaka aus fährst du ganz einfach die Mount Aspiring Road in Richtung Westen am Lake Wanaka entlang. Der Parkplatz kommt dann nach etwa 6 Kilometern auf der linken Seite.

Beste Uhrzeit für den Aufstieg

Auf Grund der Beliebtheit war uns aber schon bewusst, dass der Roys Peak sehr gut besucht sein wird.
Das Wetter spielte an unseren Tagen in Wanaka allerdings super mit und so beschlossen wir uns zu einer untypischen Zeit auf dem Weg zu machen, um den Roys Peak zu bezwingen.
Pünktlich um 2:00 Uhr morgens standen wir am Parkplatz vom Roys Peak.
Denn wir wollten pünktlich zum Sonnenaufgang – welcher für 7:00 Uhr angekündigt war – oben sein.
Auf Grund der ungewöhnlichen Zeit war hier wirklich wenig los, weswegen wir es jeder Zeit wieder machen würden und dir diese unmenschliche Uhrzeit ans Herz legen können.

Wie lange dauert der Aufstieg zum Roys Peak?

Im Internet fanden wir ganz verschiedene Angaben zur Gehzeit. Allerdings solltest du bedenken, dass du um zwei Uhr morgens wahrscheinlich kaum stehen bleibst, um Fotos zu machen. Das haben wir bei der Planung nicht so bedacht und waren nun bereits nach 2,5 Stunden am ersten Aussichtspunkt.

2 Stunden hatten wir also noch bis zum Sonnenaufgang und es war nicht unbedingt warm. Anfang April hatte es hier oben -1 Grad. Packe also warme Kleidung ein, falls du ebenfalls um diese Jahreszeit deinen Aufstieg planst.

Um zu der Spitze zu gelangen, musst du noch ungefähr weitere 30 Minuten einplanen.
Für die komplette Wanderung solltest du inklusive den Stopps für Fotos etwa 6 – 7 Stunden einplanen.

Der Aufstieg mitten in der Nacht hat sich dennoch vollkommen gelohnt. In dem Moment, als die Sonne heraus kam und wir immer mehr von der Umgebung sehen konnten, waren die Strapazen vergessen.

Jetzt war die Zeit gekommen, um zu genießen.

Purer Genuss beim Abstieg vom Roys Peak

Klar, wenn du mitten in der Nacht auf einen Berg gehst, dann siehst du mit großer Wahrscheinlichkeit nicht sehr viel von der Umgebung beim Aufstieg.
Dafür konnten wir auf dem Rückweg alles bei purem Sonnenschein genießen.

Stück für Stück wurde es wärmer und wir waren umso glücklicher über unsere Entscheidung, als wir die Massen gesehen haben, welche uns entgegen kamen.
Es ging vorbei an unzähligen Schafen, mitten durch diese Tussockengraslandschaft wieder rein ins Tal. Immer wieder hielten wir an und schossen das eine oder andere Foto.
Dieser Ausblick auf den Lake Wanaka war wirklich traumhaft schön.

Die richtige Ausrüstung

Die Wanderung an sich ist von der Schwierigkeit recht einfach. Es geht zwar relativ steil nach oben, aber das sollte nicht das große Problem sein. Selbst mit Turnschuhen kommst du hier also hoch.
Falls du zur gleichen Zeit wie wir einen Aufstieg in der Nacht planst, dann nimm dir unbedingt eine Decke oder einen Schlafsack mit. Zudem hatten wir noch unseren Campingkocher eingepackt und konnten oben einen heißen Tee, beziehungsweise einen heißen Kaffee genießen.
Ebenso solltest du dir warme Sachen und Mütze einpacken.

Wir waren nicht wirklich gut vorbereitet und haben extrem gefroren, was auch daran lag, dass wir oben knapp 2 Stunden ohne Sonne ausharren mussten.
Sobald die Sonne dann aufgeht, wird es schlagartig warm und du kannst den Weg nach unten im besten Falle im T-Shirt bestreiten.
Plane unbedingt genügend Wasser für die Wanderung ein. Mindestens 1,5 Liter sollten es wohl sein pro Person. Vor allem wenn du nicht wie wir in der Nacht auf den Roys Peak läufst, sondern mitten am Tag. Und solltest du in der Nacht den Aufstieg wagen, dann pack dir auf jeden Fall eine Stirnlampe ein. 

Warst du vielleicht auch schon auf dem Roys Peak? Zu welcher Uhrzeit bist du auf den Berg gestiegen? Und was würdest du beim nächsten Mal vielleicht anders machen?

Wir freuen uns auf deine Meinung in den Kommentaren.

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Almbachklamm – ein perfekter Ausflug im Sommer

Almbachklamm – ein perfekter Ausflug im Sommer

Die Almbachklamm im Berchtesgadener Land ist eines unserer Lieblingsziele im Sommer. Denn so manchmal frage ich mich, was man bei Temperaturen um die 30 Grad noch machen könnte, außer an einem See zu liegen.

Die Almbachklamm ist auf jeden Fall eine kühle Alternative zum See.

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Unsere Lieblingsschlucht in den bayerischen Alpen ist die Almbachklamm. Gefühlt mit jedem Gast, der uns besucht hat, waren wir schon einmal hier. Die Klamm lässt sich super mit einem Besuch am weitaus mehr bekannteren Königssee verbinden. Die beiden Orte trennen nur etwa 10 Kilometer. Und während der Königssee bei jedem Tourist bekannt ist, trifft man bei einem Besuch der Almbachklamm nur wenige Leute.

Was ist eigentlich eine Klamm?

Eine Klamm ist eine mal mehr oder weniger tiefe Schlucht im Gebirge. Daher gibt es besonders viele in Bayern und Österreich. Diese Schluchten sind dann zumeist noch mit Wasser von einem Bach oder Fluss gefüllt. Daher eignen sich die Schluchten sehr gut im Sommer, wenn es für andere Aktivitäten einfach zu heiß ist.

Entstehung der Almbachklamm

Die Entstehung der Almbachklamm ist eigentlich ganz simpel. Durch die Kraft von Wasser und das Abschmelzen der Gletscher in der letzten Eiszeit, schnitt sich das Wasser immer weiter einen Weg in die Landschaft. Dadurch entstand diese wahnsinnige Schlucht, wo bis heute der Almbach hindurch fließt.

Eingang an der Kugelmühle

Hier unten am Fuße der Almbachklamm befindet sich der Eingang zur Almbachklamm. Es gibt zwar noch zwei weitere um zur Klamm zu gelangen, aber dieser ist wohl der Gängigste. Hier unten befindet sich auch noch die letzte noch in Betrieb befindliche Mamorkugelmühle Deutschlands. Sie ist somit auch die älteste Kugelmühle Deutschlands

Öffnungszeiten der Almbachklamm

Geöffnet ist die Almbachklamm von Mai – Oktober. Der Eintritt kostet 6,00 Euro für Erwachsene. Das klingt im ersten Moment vielleicht ein wenig teuer, aber es lohnt sich wirklich. Zudem werden von dem Geld die wirklich tollen Wege instand gehalten.

Wanderung durch die Almbachklamm

In der Klamm kannst du dich auf jeden Fall eine ganze Weile aufhalten. Vor allem, wenn du gerne Fotos machst, kann die 3 Kilometer lange Wanderung eine ganze Zeit lang dauern. Denn schöne Motive findest du hier überall.
Mit etwas Glück begegnest du auch einem Feuersalamander, diese tummeln sich auch hier rum.
Am Ende der Almbachklamm kannst du deine Wanderung noch ausweiten. Zum Beispiel kannst du bis nach Ettenberg oder Maria Gern laufen.

Fazit

Wenn du mal in den Berchtesgadener Alpen unterwegs sein solltest, dann solltest du einen Besuch unbedingt mit einplanen. Für uns gehört diese Klamm mit zu den schönsten Orten der Region und gerade im Hochsommer hast du hier angenehme Temperaturen.

Warst du schon einmal in Bayern oder Österreich in einer Klamm unterwegs? Welche Klamm kennst du noch, die wir uns unbedingt mal anschauen sollten? 

Wir freuen uns auf deine Meinung in den Kommentaren.

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Abenteuer Höhlenwanderung Neuseeland – Cave Stream Scenic Reserve

Abenteuer Höhlenwanderung Neuseeland – Cave Stream Scenic Reserve

In Neuseeland warten viele Abenteuer auf dich. Und genauso wartete dieses Abenteuer auf uns.

Eine Höhlenwanderung der besonderen Art durften wir in der Nähe von Castle Hill im Cave Stream Scenic Reserve erleben.

Viele Attraktionen, die du in Neuseeland erleben möchtest, kosten meisten einen Haufen Geld. Doch hin und wieder gibt es Gelegenheiten an Orten, an denen du das besondere Abenteuer komplett kostenlos erleben darfst.

So zum Beispiel eine Höhlenwanderung in der Nähe von Castle Hill. Im sogenannten Cave Stream Scenic Reserve findest du eine einzigartige Höhle, die du bei gutem Wetter ohne jeden Tourguide erkunden darfst. Es gibt nur ein paar kleine Sachen bei der Begehung zu beachten. Für Kinder unter 12 Jahren ist die Wanderung durch die Höhle des Cave Stream Scenic Reserve eher nicht zu empfehlen.

So kommst du hier hin

Mit eigenem Transportmittel  

Von Christchurch aus verläuft der Highway Nummer 73 direkt zu deinem Ziel. Über Darfield, Scheffield und Springfield kommst du irgendwann nach Castle Hill. Hier fährst du einfach noch knappe 3 Kilometer weiter und in einer Kurve auf der rechten Seite bist du an deinem Ziel – dem Cave Stream Scenic Reserve –  angekommen.

Mit öffentlichen Verkehrsmittleln 

Ich habe Stunden damit verbracht, die Busverbindung für dich von Christchurch und Greymouth herauszufinden. Allerdings leider ohne Erfolg. Ich habe nur auf verschiedenen Seiten die Info gefunden, dass Unternehmen von Christchurch und Greymouth Touren dorthin anbieten. Am besten checkst du das dann wohl vor Ort.

 

Die Landschaft

Die Landschaft des Cave Stream Scenic Reserve erstreckt sich über 16 Hektar und die Hauptattraktion ist wohl die sich dort befindende Höhle. Aber auch die Landschaft um die Höhle ist mit seinen Schluchten und außergewöhnlich vielen Kalksteinen ein echter Hingucker. Durch die vielen Kalksteine windet sich der sogenannte Cave Stream, der auch die Höhle durch das Gebirge geformt hat. Die gesamte Höhle ist 594 Meter lang und ganze 362 Meter können hier auf eigene Faust erforscht werden.

Die Tracks

Aussichtspunkte  

Vom Parkplatz aus kannst du zwei wundervolle Aussichtspunkte in kurzer Zeit erreichen. Einer der beiden Aussichtspunkte liegt Nord-Östlich vom Parkplatz und bietet einen grandiosen Ausblick über den Broken River und die Kalkstein-Region. Der Zweite Aussichtspunkt liegt im nord-westen und ist auch gleichzeitig der Ausgang deiner Höhlenwanderung.

Rundgang 

Wenn dir ein bisschen mehr nach Bewegung ist, aber die Höhlenwanderung vielleicht nicht das Richtige für dich ist, dann kannst du auch einfach einen kleinen Spaziergang durch das Gebiet mit den Kalksteinen machen. Folge einfach dem Track Richtung Norden. Hier kommst du dann an den Lookout, der dir eine Aussicht über den Broken River gibt. Folge dem Track weiter und nun kannst du entscheiden: Entweder du biegst rechts ab und schaust dir noch den zweiten Aussichtspunkt an, oder du biegst links ab und kommst so wieder einfach und schnell zu deinem Auto. Für welchen Weg entscheidest du dich?

Die Höhlenwanderung 

Hier beginnt wohl das Abenteuer. Und wenn ich ehrlich bin, war es das Geilste, was ich bisher gemacht habe. Eine Wanderung durch eine Höhle, bei der ich bis zur Brust im Wasser stand. Und an einem Punkt dachte ich, ich müsse umkehren, weil die Strömung so stark war, dass ich mich nicht auf meinen Beinen halten konnte. Aber ich sage dir, es lohnt sich. Und du bist auf keinen Fall alleine. Es sind genug Leute da, die dir weiterhelfen, wenn du einmal nicht weiter kommen solltest.

Die Höhle selber wird an dem Ende betreten, an dem das Wasser wieder austritt. Denn wenn du gegen die Strömung läufst, ist es weniger rutschig als mit dem Strom. Und dann geht es los… die tiefste Stelle musst du gleich am Anfang durchqueren. Bei mir stand das Wasser bist zur Brust. Danach wird es aber einfacher. Wobei du zwischendurch ein paar Ecken hast, an denen die Strömung verdammt stark ist.

Mitten in der Höhle findest du dann einen 3 Meter hohen Wasserfall, viele kleinere Stromschnellen und einfach eine atemberaubende Höhlenlandschaft. Am Ende der Höhle musst du dann eine kleine Leiter hinauf klettern, um dann in krabbelnder Stellung den Ausgang zu erreichen.

Die Ausrüstung

Auch wenn du viele Leute mit wenig Kleidung aus der Höhle kommen siehst, gerade im Sommer, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das Wasser in dieser Höhle, auch im Sommer, ziemlich frostig ist.

Du solltest obenrum auf jeden Fall etwas langes tragen. Im Sommer reicht auch eine Shorts, ansonsten auch hier lieber eine Leggings oder ähnliches. In jedem Fall benötigst du festes Schuhwerk. Wir haben unsere Wanderschuhe angehabt. Denn die schützen nicht nur ein wenig vor der Kälte, sondern geben auf dem rutschigen Untergrund auch einen relativ stabilen Halt.

Dann darf bei deiner Ausrüstung die Stirnlampe nicht fehlen. In der Höhle ist es stockfinster und es wird geraten, dass jeder seine eigene Stirnlampe haben sollte. Wir hatten leider auch nur eine. Allerdings haben wir uns einer Gruppe angeschlossen und dadurch war eigentlich fast immer alles gut ausgeleuchtet.

Und da du bei dieser Höhlenwanderung auf jeden Fall nass wirst, solltest du in deinem Auto ein paar Wechselklamotten und ein Handtuch griffbereit haben.

Es ist ein einmaliges Erlebnis und das Beste daran: es ist vollkommen kostenfrei. Stürz dich in das Abenteuer und erlebe die Höhlenwanderung im Cave Stream Scenic Reserve. Beachte dabei aber bitte immer die Informationstafeln. Denn die geben dir die besten Infos und Sicherheitstipps, damit deine Höhlenwanderung auch ein einmaliges Erlebnis bleibt.

Wir sind Tausend fremde Orte

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ACHTUNG:

Wenn dir am Anfang der Höhlenwanderung das Wasser bis zu Halse steht, dann geh besser nicht weiter. Auch solltest du besser nicht in die Höhle gehen, wenn es vorher geregnet hat oder die Vorhersage Regen ansagt. Außerdem ist vor dem Betreten der Höhle abzuraten, wenn der Wasserspiegel des Flusses sehr hoch ist oder das Wasser durch welche Gründe auch immer verfärbt ist.

Im Frühling solltest du besonders vorsichtig sein, da das Wasser dann durch die Schmelze ebenfalls sehr hoch stehen kann und zudem eiskalt ist. 

Sarajevo Sehenswürdigkeiten – unsere 13 Tipps und Highlights

Sarajevo Sehenswürdigkeiten – unsere 13 Tipps und Highlights

Sarajevo ist wohl eine der noch am wenigstens bekannten Städte Europas.

Obwohl Sarajevo und Bosnien im allgemeinen in den letzten Jahren immer mehr Touristen anlockt, steht die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina bei vielen Reisenden noch nicht auf der Liste.

Völlig zu unrecht, denn dieses tolle Land und vor allem die Stadt haben soviel zu bieten.

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2011 kam ich das erste Mal in den Genuss von Sarajevo´s Sehenswürdigkeiten. Bei einer kleinen Tour durch Osteuropa wollten wir Bosnien nicht auslassen. Damals war an einen Reiseblog und an schöne Bilder noch nicht zu denken.
Von der kroatischen Grenze sind wir mit dem Auto über Mostar nach Sarajevo gefahren.
Bosnien hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Natur entlang der Straße in Richtung Hauptstadt ist einfach nur der Hammer.

Seit dem ersten Mal war ich nun bereits schon sechs mal in Sarajevo.
Die Hinterlassenschaften von der Belagerung sind nach wie vor allgegenwärtig und erinnern an alte Zeiten.

Der Sommer steht vor der Tür und bis nach Bosnien und Herzegowina gibt es mittlerweile gute Verbindungen.

Von Deutschland aus kannst du zum Beispiel mit dem Flieger ab 60,00 Euro nach Tuzla und zurück fliegen. Dort nimmst du dir einfach ein Mietauto und fährst weiter nach Sarajevo. Von vielen weiteren Städten in Deutschland kannst du auch für rund 150,00 Euro direkt nach Sarajevo und zurück fliegen. Auch eine Busverbindung gibt es für rund 100,00 Euro, was allerdings deutlich mehr Zeit benötigt.

Damit du gut vorbereitet bist, will ich dir heute mal ein paar Tipps für die Hauptstadt Sarajevo geben. Für mehr Tipps zum Land ist unser Reiseführer für Bosnien und Herzegowina vielleicht genau das Richtige für dich.

Vrelo Bosne

Die Quelle vom Fluss Bosna liegt in einem wunderschönen öffentlichen Park im Vorort Ilidža.
Besonders während der Sommermonate – wenn es so richtig heiß ist – lohnt sich ein Besuch im Park. Hier bekommst du eine schöne Abkühlung durch angenehme Temperaturen.
Für einen Spaziergang im Park kannst du gut und gerne etwa 2 Stunden einplanen.

Neben der Quelle selbst, kannst du jede Menge Enten und Schwäne beobachten und zu Wasserfällen laufen.
Für einen gemütlichen Stop sorgt ein Café inmitten des Parks. 

Tunnel Sarajevo

Der Tunnel in Sarajevo ist wohl eines der wichtigsten „Bauwerke“ der Stadt und darf bei keinem Besuch fehlen. Die Belagerung der Stadt Sarajevo durch die Serben ist gerade einmal 22 Jahre her. Knapp 4 Jahre lang war die Stadt unter Dauerbeschuss. 4 Jahre lang mussten die Menschen in Sarajevo hoffen, dass sie den Tag überleben.

Im April besetzten die Serben unter der Führung von General Ratko Mladic die Hänge rund um Sarajevo. Kaum zu glauben, aber Mladic wurde erst Ende 2017 für seine Taten verurteilt.

Das Urteil: Lebenslänglich.

Am Ende der Belagerung gab es rund 11.000 Opfer und 56.000 Verletzte. Das diese Zahl so niedrig ist, ist zum größten Teil dem Tunnel zu verdanken. Durch diesen rund 800 Meter langen Tunnel wurde alles mögliche transportiert. Es wurde eine Pipeline und eine Dieselleitung gelegt. Die Menschen wurden außerdem mit Waffen und Lebensmitteln versorgt. Der Tunnel führte unter dem internationalen Flughafen entlang, welcher damals eine UN- Sicherheitszone war.

Der Eintritt für den Tunnel beträgt 5,00 Euro und ist jeden Cent wert.

Alte Bobbahn der Olympischen Winterspiele 1984

Die alte Bobbahn der Olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo ist ein gutes Denkmal um zu sehen, was so ein Krieg anrichten kann.

Vor den Olympischen Spielen war Sarajevo auf einem richtig guten Weg, eine der wohl bedeutensten Städte in Osteuropa zu werden. Die Stadt hat sich herausgeputzt. Es wurden schöne Hotels errichtet und Olympiaanlagen, auf die die Bevölkerung stolz war. Stück für Stück wird mittlerweile versucht, die Dinge wieder aufzubauen. So wurde zum Beispiel die Eishalle wieder aufgebaut und im Skigebiet wurde ein neuer Lift gebaut. Nur die Skisprungschanze und die Bobbahn müssen sich der Natur ergeben. Zudem gibt es rund um die Wälder der Bobbahn wohl noch einige Mienen. Aber keine Sorge, solange du auf den Wegen bleibst, ist alles in Ordnung. Es gibt sogar Touren zu der Bobbahn. Das spricht wohl auch für die Sicherheit der Region.

Zu der Bobbahn in den Bergen von Sarajevo gelangst du am besten mit den Auto. Schon auf den Weg findest du jede Menge „Lost Places“, welche du ebenfalls gut besuchen kannst. An der alten Bahn kann man sich auch gut vorstellen, wie der Krieg gewesen sein muss. Hier findest du noch jede Menge Einschusslöcher. Manche kleiner, manche so groß wie ein Fussball. Anfang April 2018 soll es sogar wieder eine Gondel geben, die dich hoch zum Berg Trebevic bringt. Im Januar 2018 fand bereits die erste Probefahrt statt. Es ist schön zu sehen, dass die Stadt auf einem guten Weg ist und es bleibt zu hoffen, dass der Glanz der alten Tag wieder kommt.

Sarajevo Sehenswürdigkeiten in der Altstadt

In der Altstadt empfehle ich dir mindestens einen ganzen Tag zu verbringen. Laufe einmal gemütlich in den Gassen der Stadt entlang und genieße die entspannte Atmosphäre bei einem bosnischen Kaffee in einem der vielen Cafes. Zudem befinden sich in der Stadt viele Sehenswürdigkeiten.

Ewige Flamme

Die ewige Flamme ist ein Denkmal für alle bosnischen Opfer im zweiten Weltkrieg.
Sie liegt am Anfang der Fußgängerstraße Ferhadija.

Markthalle Sarajevo

Ein paar Meter von der ewigen Flamme entfernt liegt die Markthalle. Von außen sieht sie eher wie ein Theater aus. Hier werden täglich frische Lebensmittel wie Fleisch, Käse und Gemüse verkauft.
Bekannt ist die Markthalle auf Grund von 2 Massakern. Das erste war im Februar 1994, bei dem etwa 70 Zivilisten starben und das zweite im August 1995 bei dem etwa 40 Menschen starben.
Beide Massaker wurden mit Mörsergranaten durchgeführt.

Bauernmarkt Pijaca

Hinter der Markthalle befindet sich noch ein großer Bauernmarkt.
Hier finden sich kaum Touristen wieder und dennoch kann ich diesen Markt einfach nur empfehlen.
Der Markt hat täglich geöffnet. Hier kannst du günstig frisches Gemüse und Obst kaufen.

Die größte Moschee des Landes

Ein paar Schritte weiter geht es vorbei an der römisch-katholischen Kathedrale bis hin zur größten Moschee des Landes. Die Gazi–Husrev–Beg–Moschee von 1530 ist außerdem auch eine der ältesten im Land.

Das historische Stadtzentrum Baščaršija

Zu guter Letzt geht es in das Zentrum der Altstadt. Die Baščaršija wurde im 15. Jahrhundert angelegt und ist mit dem Brunnen Sebilj wohl eines der Wahrzeichen der Stadt. Von hier aus hast du einen wunderschönen Blick auf die Berge im südlichen Teil der Stadt.

Gelbe Bastion

Die Gelbe Bastion liegt kurz überhalb der Stadt. Vom Stadtkern aus benötigst du etwa 15 Minuten bis dort hin. Hier bekommst du einen schönen Überblick über Sarajevo und seine umliegenden Berge. Bei dem Fußweg hoch zur gelben Bastion, kommst du auch an einem der vielen Friedhöfe hier in Sarajevo vorbei. Dies ist zudem wohl auch noch der größte. Alle hier Begrabenen stammen aus der Zeit der Belagerung. Extra Tipp: Um deinen Ausblick von der gelben Bastion aus zu verschönern, hole dir vorher eine leckere Bosnische Pizza. Wo es die gibt erfährst du etwas weiter unten im Beitrag.

Lateinerbrücke

Die osmanische Steinbogenbrücke an sich ist nicht weiter besonders. Jedoch ist die Brücke, welche über den Fluss Miljacka geht, ein Brücke mit geschichtlichem Hintergrund. Hier fand am 28. Juni 1914 das Attentat auf den Erzherzog Franz Ferdinand statt. Dieses Ereignis gilt als Auslöser für den Ersten Weltkrieg.

Das beste Essen in Sarajevo

Essen und Bosnien. Das ist zumindest für nicht Vegetarier ein wahrer Traum. Die bosnische Küche ist sehr fleischhaltig und beinhaltet viele Kohlenhydrate.

Cevapcici

Der Klassiker in Osteuropa. Auch wenn ich mittlerweile schon einige dieser kleinen Hackfleischröllchen in verschiedenen Ländern und Städten probiert habe, in Sarajevo gibt es einfach die Besten.

Serviert werden die Röllchen hier mit frischem Fladenbrot, Kaymak (eine Art Sahnecreme) und eine gute Portion Zwiebeln. Die besten Cevapi findest du im „Zeljo“. Von dem gibt es in der Altstadt gleich 2 Lokale. Hier kannst du zwischen 5, 8 und 10 Röllchen wählen.

Bosnische Pizza

Als ich das erste Mal von einem Einheimischen zu diesem Stand gebracht wurde, wusste ich nicht was mich erwartet. Mittlerweile gehört diese Pizza zum festen Programm, wenn ich in Sarajevo bin. Zusammen mit der Pizza und einem kühlen Getränk geht es dann hoch zur gelben Bastion.

Der Laden selbst hat keinen wirklichen Namen. Er bietet nur Straßenverkauf an und hat außerdem auch nur noch eine Pizza Margherita neben der bosnischen im Angebot. Da es wie gesagt keinen wirklichen Namen gibt, findest du hier die Koordinaten zu Google Maps und ein Bild.

Der Preis für eine Pizza beträgt etwa 4,00 Euro.

Restaurant

Richtig gute Hausmannskost findest du im Resaturant „Dženita“.
Dieses liegt ebenfalls in der Altstadt.
Hier lässt du dir am besten eine Mischung aus verschiedenen Gerichten zusammenstellen.
Frag ruhig nach, die Leute da sind super nett und bisher war es nie ein Problem.

Wie du siehst, hat allein Sarajevo jede Menge zu bieten. Vor allem geschichtlich steckt so viel in dieser Stadt. Um das Wichtigste zu sehen und die Stadt auch ein wenig zu genießen, solltest du hier etwa 5 Tage einplanen.

Wenn du zusätzlich zur Stadt selbst dir noch die weitere Umgebung anschauen möchtest, solltest du mindestens eine Woche einplanen.

Ich hoffe, dass sich diese tolle Stadt noch weiter entwickelt und den alten Ruhm wieder erlangt. Und beim Schreiben des Berichtes stelle ich fest, dass es mal wieder Zeit für einen Besuch wird. Ich komme selten öfter an einen Ort zurück, aber diese Stadt hat es mir einfach angetan und es gibt noch so viel zu entdecken.

Und jetzt: Schnell den Flug buchen oder den Roadtrip planen und ganz viel Spaß beim Entdecken dieser tollen Stadt.
Für weitere Tipps zu Sarajevo kannst du auch einmal bei den Outdoornomaden oder Explorertom vorbeischauen.

 

Wer steckt hinter Tausend fremde Orte?

Wir leben und lieben das Reisen. Und weißt du auch warum? Weil wir mit jeder Reise neue Kulturen, neue Länder und neue Menschen kennen lernen dürfen.

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Wenn du noch Fragen oder vielleicht sogar noch Hinweise hast, dann schreib es gerne in die Kommentare.

Wir freuen uns auf deine Tipps und eventuell noch andere Sehenswürdigkeiten, die uns entgangen sind.

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