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Weltreise – muss ich den Job kündigen?

TIPPS & TRICKS

Bald ist es soweit… wir werden uns wieder auf eine große Reise begeben. Bereits im Jahr 2014/2015 sind wir – getrennt voneinander – ans andere Ende der Welt gereist. Und wie es der Zufall so wollte, haben wir uns dort gefunden. Ende 2017 geht es endlich wieder los!!! Dieses mal zusammen. Ein Jahr, nachdem wir in Deutschland einen Job begonnen haben und wir uns wieder alles aufgebaut haben, reicht es uns wieder.
Bei dieser Reise sind wir uns absolut sicher: Wir kündigen unsere Jobs!

Damals hatten wir viel mehr Respekt vor dem großen Wort „kündigen“. Nach der ersten Reise haben wir gemerkt, dass man sich davon keine Angst machen lassen sollte. Man findet immer einen neuen Job. Bei mir hat es ganze zwei Wochen gedauert, bis ich wieder in einem Arbeitsverhältnis stand. Dennoch habe ich mir damals Fragen gestellt, wie:

  • Soll ich meinen Job kündigen?
  • Oder vielleicht doch lieber nach unbezahltem Urlaub fragen?
  • Was habe ich überhaupt für Möglichkeiten, um meinen Traum von Australien zu verwirklichen?
  • Wie kann ich mein Leben in Deutschland weiter finanzieren, wenn ich kein geregeltes Einkommen habe?

Vor diesen oder ähnlichen Fragen steht jeder, der sich auf ein solches Abenteuer einlassen möchte. Kündigen kam für mich zu erst nicht in Frage, da ich meinen Job als OP-Schwester liebe. Selbst wenn mich die Bereitschaftsdienste damals so manches mal um den Verstand brachten, ging ich gerne zur Arbeit und hatte Spaß. Und wirklich schlecht bezahlt wurde ich auch nicht. Aus diesem Grund habe ich versucht mit meinem Arbeitgeber zu reden und habe nach unbezahltem Urlaub für 1 Jahr gefragt. Leider wurde dieser abgelehnt und ich sah keinen anderen Weg meinen Traum zu leben. Ich habe gekündigt.

Ich habe mir viel Kritik von Freunden und von meiner Familie anhören müssen. “Du musst mit deinen 28 Jahren doch mal sesshaft werden.“, „Wie kann man nur einen unbefristeten Vertrag kündigen?“ waren die Reaktionen. Davon solltest du dich aber nicht unterkriegen lassen. Heutzutage gibt es mehrere Wege, um den Traum einer längeren Reise zu verwirklichen.

1. Jahresurlaub

Bei dem Gespräch mit meinem damaligen Arbeitgeber wurde mir angeboten, dass ich meinen Jahresurlaub von 2014 und 2015 jahresübergreifend beantragen könne. Es ist eine sehr schöne Alternative für jemanden, der seinen Job auf gar keinen Fall kündigen möchte. Du solltest dir allerdings darüber im Klaren sein, dass…

  • du maximal für 12 Wochen (kommt auf deinen vertraglich festgelegten Urlaubsanspruch an) auf Reisen gehen kannst.
  • du den Rest des Jahres durcharbeiten musst.

Die Vorteile dieser Entscheidung liegen auf der Hand.

  • Du bekommst in der Zeit weiterhin dein regelmäßiges Einkommen und brauchst dir auf Reisen keinen Kopf darüber machen, wo du das Geld für die nächste Übernachtung her nimmst.
  • Du bist weiterhin kranken- und sozialversichert.
  • Du hast eine Arbeitsstelle, sobald du wieder zurück bist.

Natürlich laufen deine monatlichen Kosten in Deutschland weiter (Miete, Strom, …).

2. Unbezahlten Urlaub

Wie oben schon erwähnt, wollte ich von meinem Arbeitgeber unbezahlten Urlaub bekommen. Grundsätzlich ist dies auch möglich, soweit es die personelle Situation zulässt. Die Länge des unbezahlten Urlaubs musst du mit deinem Arbeitgeber selbstständig verhandeln. Wenn wir mal von einem Jahr ausgehen, dann

  • erhältst du in dieser Zeit kein Einkommen.
  • bist du in dem Zeitraum nicht kranken- und sozialversichert. Du musst dich selber um eine Auslandskrankenversicherung kümmern. Die Hanse Merkur zum Beispiel bietet für solche Langzeitreisen die passende Versicherung

Bei einem Jahr Auszeit würde ich dir raten, die Wohnung zu kündigen, um die monatlichen Kosten so gering wie möglich zu halten. Du kannst deine Möbel und Wohnungsausstattung verkaufen, verschenken oder spenden. Falls du das nicht möchtest, gibt es die Möglichkeit, die Sachen in einer angemieteten Garage unterzustellen. Du kannst natürlich auch deine Freunde oder Familie fragen, ob sie dir mit etwas Platz aushelfen können. Wie du siehst, bedarf diese Möglichkeit des Reisens etwas mehr Vorbereitung, um sich um die Formalitäten zu erledigen. Da du nach deiner Reise wieder deine Arbeit aufnehmen kannst, wirst du auch sehr schnell wieder eine geeignete Wohnung für dich finden. In der Zwischenzeit wird dich keiner deiner Freunde oder Familie auf der Strasse schlafen lassen, wenn du nett nach einem Schlafplatz fragst.

3. Sabbatjahr/Sabbatical

Eine weitere Möglichkeit einer einjährigen Auszeit bietet das sogenannte Sabbatjahr. Hierbei gehst du für zum Beispiel vier Jahre ganz normal Vollzeit arbeiten, bekommst aber nur 80% des Gehaltes. Das fünfte Jahr hast du dann komplett frei und erhältst weiterhin dein Gehalt. Allerdings muss dieses Modell genau mit dem Arbeitgeber geplant werden. Ausführliche Informationen findest du hier: http://www.sabbatjahr.org/sabbatjahr.php

Ein kleines Interview findest du außerdem auf http://passenger-x.de/reisen/sabbatical/interview-thomas-kristina/

4. Überstunden abbauen

Das hört sich einfach an, aber wer kann so viele Überstunden ansammeln, dass man mal eben 6 Monate frei machen kann? In einigen Berusfeldern, wie zum Beispiel Handwerker oder Maurer könnte es durchaus in den Wintermonaten funktionieren, da einige Baustellen im Winter still stehen. Aber egal für welche Art von Auszeit du dich entscheidest, du solltest immer Rücksprache mit deinem Vorgesetzten halten. Falls du deinen Arbeitgeber davon überzeugen kannst, dass beide Seiten von deinem Vorhaben profitieren, bestehe darauf, dass alles schriftlich festgehalten wird.

Jetzt wünschen wir dir viel Spaß beim Planen deiner nächsten Reise.

Wir sind Tausend fremde Orte

Wir leben und lieben das Reisen. Und weißt du auch warum? Weil wir mit jeder Reise neue Kulturen, neue Länder und neue Menschen kennen lernen dürfen.

Hast du nicht Lust, deinem Alltag ein Stück weit zu entfliehen? Dann erlebe mit uns die geilsten Abenteuer und entdecke die schönsten Orte.

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