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Saigon – 13 Sehenswürdigkeiten und Tipps

VIETNAM

 Unsere Fahrrad-Reise geht weiter. Und zwar in Vietnam.

Aber bevor es so richtig los geht, sind wir erst einmal in die verrückte Welt von Saigon, bzw. Ho-Chi-Minh-City eingetaucht.

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Saigon, bzw. Ho-Chi-Minh-City (HCMC) ist eine bunte und chaotische Stadt etwa 70 Kilometer nördlich des Mekong-Deltas. Sie ist zugleich auch die größte Stadt Vietnams.  Die Stadt ist in 19 Bezirke unterteilt, wobei der erste Bezirk das finanzielle und kommerzielle Zentrum der Stadt ist und somit wohl auch der meist besuchte Stadtteil.  Aber was kann man hier nun großartig erleben? Immerhin ist es eine Stadt, wie jede andere auch.

FALSCH!!!

Keine große Stadt in Asien ist wie jede andere. Denn hier ist es laut, chaotisch, dreckig und wahnsinnig überfüllt. Es gibt viele Dinge zu sehen und zu erleben. Und das meistens auch für wenig Geld.

Ho-Chi-Minh Stadt oder Saigon?

Bevor wir uns um die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt kümmern, muss noch eine Frage geklärt werden:

Saigon oder Ho-Chi-Minh Stadt???

Die ehemalige Hauptstadt Vietnams sorgt mit ihrem Namen immer mal wieder für Verwirrung. Heißt es nun Saigon oder Ho-Chi-Minh? Früher, vor der Wiedervereingung von Nord- und Südvietnam hieß die Stadt Saigon. Doch im Jahr der Wiedervereinigung – 1976 – erhielt die Stadt den nahmen Ho-Chi-Minh City.

Das ist ja alles schön und gut. Aber warum ausgerechnet Ho-Chi-Minh Stadt?
Und das finde ich alles sehr verwirrend und kompliziert. Ich versuche es mal zu erklären:

Ho-Chi-Minh war damals – noch vor der Teilung Vietnams als Folge des Indochinakrieges im Jahr 1954 – Staats- und Ministerpräsident der Demokratischen Republik Vietnam. Nach der Teilung im Jahr 1954 wurde er Präsident der Demokratischen Republik Vietnam. Er war maßgeblich an der Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam beteiligt. Und durch diesen Einsatz erhielt er einen weltweiten Bekanntheitsgrad. Er war immer ein sehr bescheidener Mensch und hat sich ebenfalls für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen eingesetzt.

Die Einheimische sind sich auch nicht ganz einig, wie sie die Stadt nennen sollen. Einige sagen so, die anderen so. Der alte Name Saigon ist aber immer noch stark im Umlauf. So heißt zum Beispiel die Flughafen-Abkürzung noch SGN und auch das lokale Bier trägt den Namen – Saigon Beer.

Saigon – Ben Thanh Market

Dieser Markt ist der größte Markt von Saigon. Hier gibt es wirklich alles zu kaufen. Von Kleidung über Schmuck, Souvenirs und natürlich einheimisches Essen. Wir haben uns hier gerne mit Trockenfrüchte für unsere Fahrrad-Reise eingedeckt.

Saigon – Ben Thanh Street Food Market

Auch wenn es auf dem Hallenmarkt nebenan essen gibt, gibt es hier noch einmal einen extra Markt, hauptsächlich für vietnamesisches Essen. Hier findest du zum Beispiel das berühmte Banh Mi oder die berühmte vietnamesische Nudelsuppe Pho Bo. Diese ist übrigens ein typisches Frühstück in Vietnam. Und richtige Pho Bo Restaurants schließen bereits gegen 10.30 Uhr.

Pho Bo Restaurant

Und da es bei uns auch Pho Bo zum Frühstück gab, ging es für uns immer in unser Lieblingsrestaurant. Es heißt Pho Ngoc und liegt im ersten Stadtbezirk. Es ist kein wirkliches Restaurant, wie man es von zu Hause kennt. Es ist mehr eine lange Auffahrt, die zur Frühstückszeit in ein „Restaurant“ umgewandelt wird. Und gegen 11 Uhr wird wieder alles zusammen gepackt. Eine Portion des traditionellen Frühstücks kostet hier 50.000 VND ~ 1,85 Euro.

Street Food von Strassenständen in Saigon

Das ist etwas, was wir total gerne machen. Wir mischen uns gerne unter die Einheimischen und probieren uns durch die Länderküche. Unter anderem haben wir Banh Mi (belegtes Baguette), Banh Bao (gefüllte Teigtasche) und irgendwelche Spieße ausprobiert. Wir wissen bis heute nicht, was es war. Aber es hat sich in jedem Fall gelohnt. Es schmeckt einfach zu gut und kostet meistens gerade mal einen Euro.

War Remnants Museum – Kriegsmuseum Saigon

Vietnam ist voll mit geschichtlichen Hintergründen. Ob nun der Indochinakrieg (1946 – 1954), der zweite Weltkrieg (1939 – 1945) oder der Vietnamkrieg (1955 -1975), Vietnam musste in seiner Geschichte viel einstecken. Und das ist Grund genug, um sich das Kriegsmuseum und die Hintergründe eines der wichtigsten Kriege – dem Vietnamkrieg – einmal genauer anzusehen. Es ist erschreckend zu sehen, was die Menschen für Mittel eingesetzt haben, um sich gegenseitig zu Schaden. Mit Hilfe von Waffen und chemischen Kriegsmitteln wurden bis zu über 5 Millionen Vietnamesen getötet. Der Eintritt hier kostet 40.000 VND ~ 1,50 Euro pro Person.

Wiedervereinigungspalast

Dieses beeindruckende Gebäude war während des Vietnamkrieges der Wohnsitz des Südvietnamesischen Präsidenten. Nach dem Fall von Saigon im April 1975 wurde hier das Ende des Vietnamkrieges besiegelt. Auch hier kostet der Eintritt 40.000 VND pro Person.

Hauptpostamt von Saigon

Das Postamt befindet sich gleich neben der Kathedrale Notre Dame. Es wurde zwischen 1886 und 1891 in dem französischen Kolonialstiel erbaut. Und es erfüllt noch heute seinen Zweck als Postamt, auch wenn es mittlerweile sehr touristisch geworden ist und selbst Souvenir-Stände drinnen aufgebaut sind. Der Eintritt hier ist kostenlos.

Kathedrale Notre Dame Saigon

Dieses ist wohl eines der bedeutensten Kolonialgebäude der Stadt. Der Bau dauerte drei Jahre (1877 – 1880) und das komplette Baumaterial kam damals aus Frankreich. Sie heißt auch Kathedralbasilika der unbefleckten Empfängnis. Und wenn du sie von innen anschauen möchtest, dann ist der Eintritt auch hier kostenlos.

Café Apartment in Saigon

Wenn du vom alten Rathaus weiter Richtung Fluss runter läufst, dann befindet sich auf der linken Seite ein richtig geiles Café. Genauer gesagt ist es ein Café Apartment. Das Gebäude selber hat 9 Stockwerke und über 7 Stockwerke verteilt findest du verschiedene gemütliche Läden, in denen du dein Kaffee oder auch einfach nur ein Saft schlürfen kannst. Das Interessante dabei ist, dass in diesem Apartment tatsächlich auch noch Menschen leben.

Du kannst entweder mit dem Fahrstuhl bis ganz oben fahren (3.000 VND pro Person) oder du nimmst einfach die Treppe. Der Eintritt an sich ist kostenlos. Du zahlst lediglich dein Getränk und vielleicht auch den Lift. Der traditionelle vietnamesische Kaffee hat in dem Café, welches wir uns ausgesucht haben, um die 1,30 Euro gekostet. Und der Ausblick ist einfach unbezahlbar.

Ho Chi Minh Square

Tagsüber ist hier wirklich tote Hose, aber abends steppt dafür der Bär. Hier sind dann einige Wasserfontänen, die zudem schön beleuchtet sind. Außerdem findest du hier eine Statue von dem damaligen Präsidenten Ho Chi Minh, welche zum 100. Geburtstag des alten Rathauses direkt vor diesem erbaut wurde. Das alte Rathaus ist für Touristen leider nicht zugängig, bietet aber trotzdem ein schönes Fotomotiv.

Tempel

Ich denke, dass gehört bei jedem Besuch einfach dazu – Tempelbesichtigungen. Wir haben uns in Saigon lediglich zwei Tempel angesehen. Zum einen den Tempel Goddess Mariamme, einen Hindutempel, und einen Miniatur-Tempel im Tao Dan Park.

Cu Chi Tunnel

Die Tunnel in Cu Chi sind ein cleveres Tunnelsystem, indem sich die vietnamesischen Patisanen während des Vietnamkrieges versteckt haben. Die ersten Tunnel sind allerdings bereits im Jahr 1948 im Krieg gegen Frankreich entstanden, um Waffen, Nahrung und Menschen zu schützen. Die Tunnel liegen etwa 70 Kilometer nordwestlich von Saigon und können entweder auf eigene Faust oder mit einer Tour besichtigt werden. Ohne einen Guide kostet der Eintritt etwa 4 Euro pro Person und da wir kein Auto oder Roller hatten, haben wir uns für eine Tour entschieden. Alle Informationen hierzu findest du in unserem Blogbericht zu den Cu Chi Tunneln.

Unterkunft

Es gibt in HCMC viele günstige Unterkünfte. Doch eine können wir dir wärmstens ans Herz legen – KHA Hostel & Café*. Es ist ein kleines Hostel, mitten in der Innenstadt in einem Hinterhof. Demzufolge ist es dort sehr ruhig. Das Hostel selber hat auch bloß 2 Zimmer. Ein Doppelzimmer und ein Mehrbettzimmer mit ungefähr 13 Betten. Dadurch, dass die Betten als Kabinen angeordnet sind, hast du dort relativ viel Privatsphäre (im Vergleich zu anderen Mehrbettzimmern). Die Nacht kostet dort ab 6 Euro pro Nacht und Person. In dem Preis inbegriffen sind WLAN und Frühstück.

Wir haben etwa eine Woche in dieser verrückten Stadt verbracht. Und jeden Tag durften wir etwas Neues erleben. Aber wahrscheinlich reichen auch 3 oder 4 Tage, um das meiste der Stadt zu entdecken. Aber sehenswert ist diese Stadt unserer Meinung nach auf jeden Fall.

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