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Natur pur im Wilsons Promontory National Park

AUSTRALIEN

Ein sehenswerter Nationalpark in Australien findet sich im Süden des Bundesstaates Victoria und ist der Wilsons Promontory Marine National Park.

Er liegt etwa 160 Kilometer südöstlich von Melbourne und ist somit der südlichste Punkt des australischen Festlandes.

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Früher haben hier Aboriginies gelebt und im Jahr 1898 wurde dieses Gebiet zum Nationalpark erklärt. Auf einer Fläche von 490 km² kannst du viel entdecken. Über 700 Pflanzenarten und eine Vielzahl an Tieren finden hier ein Zuhause.

Die Geschichte des Wilsons Promontory Nationalparks beginnt im Jahr 1798 mit den ersten Aufzeichnungen von George Bass. Der Nationalpark beherbergt ein hohes Granitaufkommen und ist anscheinend auch bei Tauchern sehr beliebt.

Der Park selber ist kostenlos.

Wir sind damals auf unserer Route von Melbourne nach Sydney hier vorbei gekommen. Dabei haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Phillip Island gemacht.


Tierwelt im Wilsons Promontory National Park

Der Park bietet über 30 verschiedenen einheimischen Tierarten ein zu Hause. Dazu kommen noch die Tiere, die unter Wasser leben. Verschiedene Känguruarten, Koalas, Emus und Wombats wirst du besonders in der Morgen- und Abenddämmerung zu Gesicht bekommen. Allerdings leben in dem Park auch eingeschleppte Tiere wie Füchse, Katzen oder Hasen, die für die einheimischen Tiere eine Bedrohung darstellen.

Aber auch die Pflanzenwelt im National Park ist immer wieder Bedrohungen ausgesetzt. Zuletzt im Jahr 2006, als 25 Hektar Heideland durch ein Buschfeuer vernichtet wurden.


Aktivitäten im Wilsons Promontory National Park

Es wird hier auf keinen Fall langweilig, denn der Wilsons Promontory National Park bietet dir eine unglaubliche Vielfalt an Aktivitäten. Ob du gemütlich am Strand relaxen möchtest oder eine sportliche Wanderung im National Park machen möchtest ist ganz dir überlassen. Das Gebiet hat auf jeden Fall ein paar interessante Wanderwege.


Wandern im Wilsons Promontory National Park

Wahrscheinlich kannst du hier Wochen verbringen, wenn du gerne wanderst. Im National Park gibt es insgesamt 24 Walking Tracks. Von kurzen, einfachen Tracks bis hin zu langen, schwierigeren Wanderwegen ist hier alles dabei. Am besten schaust du dich auf der Seite des National Parks um und suchst dir deine Wanderung raus. Oder alternativ informierst du dich in dem Infocenter vor Ort.

Wir konnten leider auch nicht alle Wanderungen machen, da wir nur für ein paar Tage da waren und das Wetter nicht so ganz auf unserer Seite war. Aber die Wanderungen, die wir gemacht haben, waren schon ziemlich geil.

 Norman Bay

Die Norman Bay erreichst du am besten von einem der vielen Parkplätze am Besucherzentrum. Der Wanderweg ist als leicht bis mittel gekennzeichnet und du läufst auf dem Weg zur Norman Bay über Sanddünen und durch einen kleinen Dschungel von Teebäumen. Am Strand selber solltest du darauf verzichten, baden zu gehen. Hier herrscht eine relativ starke Strömung und es wird am Strand davor gewarnt. Wenn du gemütlich läufst, brauchst du ungefähr 12 Minuten, bis du einen genialen Ausblick genießen darfst.

 Picnic Bay / Whisky Bay

Im Osten der Halbinsel, nördlich der Norman Bay, findest du die Picnic und die Whisky Bay. Vom Picnic Bay Car Park ist es ein kurzer Weg, um zu den beiden Buchten zu kommen. Der Ausblick vom Parkplatz der Picinic Bay ist auf jeden Fall schon vielversprechend.

 Sealers Cove Walking Track

Unser Favorit an Walking Tracks, die wir gegangen sind, ist der Sealers Cove Walking Track. Das ist zwar ein relativ einfacher Weg, aber auch ein sehr langer Wanderweg. Genauer gesagt sind es knapp 9,5 Kilometer für einen Weg.

Wir sind damals am Telegraph Saddle Car Park gestartet und wir liefen ungefähr drei Stunden, bis wir endlich am Ziel waren. Der Weg war wundervoll. Er führte uns über Sandwege und durch den Dschungel bis hin zum Meer.

Mount Bishop

Einen der spektakulärsten Ausblicke die wir bisher hatten, durften wir auf dem Mount Bishop nur für uns genießen. Der Berg ist 319 Meter hoch und innerhalb einer Stunde waren wir oben. Der Startpunkt der Wanderung war der Lilly Pilly Gully Car Park. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf das Meer und den Squeaky Beach.

Ach und noch ein Tipp:
Am besten den Nationalpark nicht in der Ferienzeit oder am Wochenende besuchen. Denn auch die Australier selber verbringen hier gerne ihre Zeit und dann kann es sehr voll werden.


Tauchen im Wilsons Promontory National Park

Als ich bei meinen Recherchen darüber gestolpert bin, dass man hier auch tauchen gehen kann, war ich etwas überrascht. Allerdings konnte ich bisher nur eine Tauchschule ausfindig machen, die dort in der Region tauchen geht. Es handelt sich um die Tauchschule Seal Diving Services.

Anscheinend kannst du hier beim Tauchen auf Wale, Delfine und Haie treffen. Erfahrungen mit der Tauchschule und mit dem Tauchspot haben wir allerdings nicht.


Übernachten im Wilsons Promontory National Park

Übernachten im National Park kann ja nach Saison ganz schön teuer werden. Sogar Campingplätze haben damals unseren Geldbeutel gesprengt.

Der Tidal River Campground ist der einzige Campingplatz, den du mit dem Auto erreichen kannst. Allerdings fanden wir 120 Euro für 2 Nächte damals deutlich überteuert. Es wäre immerhin nur ein Stellplatz ohne Strom oder Wasser gewesen.

Es gibt allerdings auch Bungalows und Hotels, wo du dich einbuchen kannst. Allerdings sind diese noch teurer, als der Campingplatz.
Wir Und genau deswegen haben wir uns dazu entschieden, den Park für die Nacht wieder zu verlassen. Wir fanden mit Hilfe eines Tipps von einem Campingplatzbesitzer einen kostenlosen Schlafplatz. Hier gab es auch eine Toilette und viele andere Backpacker. Du kannst aber auch ganz einfach bei Wikicamps für Australien schauen, wo der nächste Campspot in der Nähe des Parks ist.

Im übrigen: Die beste Zeit, den Park zu verlassen ist die Dämmerungszeit. Sobald es dunkel wird, bekommst du jede Menge Tiere zu Gesicht. Kängurus hoppeln neben deinem Auto her und kleine Wombats überqueren die Strassen.

Also schön langsam und vorsichtig fahren!


Regeln im Wilsons Promontory National Park

Wie jeder National Park hat auch der Wilsons Promontory National Park Regeln, an die du dich halten solltest. Im gesamten National Park herrscht ein Angelverbot. Außerdem darfst du die wildlebenden Tiere im Park nicht anfassen und wenn du schnorcheln oder tauchen gehst, dann pass bitte mit deinen Flossen auf, dass du die Korallen nicht zerstörst.

Falls du am Abend gerne bei einem kleinen Lagerfeuer draußen sitzen möchtest, dann nur an gekennzeichneten Feuerstellen.

Und noch ein wichtiger Aspekt: Überanstrenge dich bei den Wanderungen nicht. Such dir lieber einen Wanderweg, der deinem Fitnesslevel entspricht und nimm genügend Wasser mit.

Und jetzt wünschen wir dir viel Spaß bei deinem Aufenthalt im Wilsons Promontory National Park. Du kannst uns gerne mal in den Kommentaren erzählen, wie es dir gefallen hat.

Wir freuen uns drauf.

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