Hilfe – Ich lebe meinen Traum

PERSÖNLICHE BEITRÄGE

“Hilfe – ich lebe meinen Traum.”, “Was mache ich hier eigentlich?” – So oder so ähnlich waren meine Gedanken am Samstag Vormittag als wir zum Flughafen gefahren sind. Gut ging es mir dabei nicht wirklich, aber egal. Tief im Inneren wusste ich, dass ich genau das Richtige mache. Das, was sich viele Menschen leider nicht trauen – ich lebe meinen Traum.

Also Abschied genommen, danke nochmal für die, die nochmal zum Flughafen gekommen sind und dann ab in Flugzeug.
Ganz nach dem neuen Motto „Take it easy“ wurde auch der Sicherheitsbereich mit etwas vordrängeln doch noch rechtzeitig passiert, schade für die Leute die noch gehofft hatten das ich den Flieger verpasse.
Der Flug nach Bangkok mit der bereits bekannten Ukraine International Airline wurde problemlos gemeistert.
Während des Fluges entschied ich mich dann schon für die sofortige Weiterreise nach Singapur.
Bangkok hatte es mir ja beim ersten Besuch vor 4 Monaten nicht so angetan, es gibt zwar noch ein paar Sachen die ich noch sehen will, aber die zweite Chance bekommt die Stadt dann beim nächsten mal.
Also ging es vom Flughafen aus direkt zum Hauptbahnhof um mir ein Ticket für die 22 stündige Fahrt mit dem Nachtzug nach Butterwoth zu sichern. Nachdem das erledigt war, konnte ich dann nochmal entspannt was essen gehen denn Zeit hatte ich ja noch 2 Stunden bis zur Abfahrt, dann noch Verpflegung für die Fahrt besorgt, dann wurde es mal wieder etwas eng aber alles gut, kurz nachdem ich eingestiegen bin fuhr der Zug auch schon ab, so mancher wäre hier mit mir schon wieder leicht verzweifelt.
In Butterwoth angekommen, versuchte ich gleich noch das Ticket bis nach Singapur zu erwerben. Dieser Plan sollte leider nicht aufgehen, da die nette Dame am Schalter mir sagte das der Zug schon voll ist und ich maximal bis Kuala Lumpur fahren könne, na Prima.

Na gut, also erst einmal raus aus dem Bahnhof, der im übrigen relativ neu und gut gepflegt ist, nicht vergleichbar mit denen in Thailand, und mal schauen was draußen so los ist.
Über eine Brücke und an der Fähre vorbei konnte man schon den Busbahnhof erblicken, also einfach mal dorthin und nachfragen ob es denn auch einen Bus gibt und was er kostet.
65 Ringgit (ca 15€), Fahrtdauer 10Stunden und Abfahrt ist in 7 Stunden, passt nehme ich.
Somit bin ich 8 Stunden eher in Singapur und zahle auch noch 5€ weniger, gelegentlich sollte man sich eben doch vorher mal erkundigen was für Reisemöglichkeiten bestehen.
Also bleibt noch genug Zeit für einen kleinen Stadtbummel, naja viel zu sehen gibt es hier nicht, also bin ich nach 2 Stunden wieder zum schönen neuen Bahnhof, der war wenigstens etwas klimatisiert und ich konnte noch in Ruhe Strom klauen damit mir die Technikgeräte auch die Busfahrt erleichtern können.
Nach ewigem rumsitzen ging ich zum Busbahnhof und schaute mir noch eine Weile das dortige treiben an, feilschen um die Buspreise unter den einzelnen Veranstaltern und lustige Malaysier mit denen man mal in ein kurzes Gespräch kommt.
Pünktlich kam dann auch der Bus an und die Erwartungen wurden wieder voll erfüllt jede Menge Platz zwischen den Sitzen und natürlich der Bus mittels Klimaanlage auf ca. 10 Grad abgekühlt, typisch Asien eben, weiß gar nicht wie das manche hier in kurzen Sachen aushalten.

Kaum losgefahren hielt der Bus auch schon wieder an – an einer Tankstelle. Ich dachte mir nur so: “Typisch Asien. Da fährt der Bus eben tanken, sobald die Gäste drin sind.”.
Mir sollte es recht sein, denn so konnte ich noch fix was zum naschen für die Fahrt holen. Wieder raus aus der Tankstelle merkte ich, dass er gar nicht tankt und der Motor schon wieder läuft. Also nichts wie rein und Abfahrt. Ich hab es noch geschafft. Ein anderer war allerdings zu spät und musste einen kurzen Sprint einlegen, um den Busfahrer zum anhalten zu bewegen. Morgen früh bin ich hoffentlich gegen 6 Uhr in Singapur.

Pünktlich angekommen bin ich natürlich nicht und gut gegangen ist auch schlussendlich nicht viel.
Ich habe ja schon vorher damit gerechnet, dass ich ein paar interessante Erfahrungen machen werde. Aber die hätten ruhig noch etwas warten können.
Auf der Busfahrt ist mir mein Handy abhanden gekommen. Zum einen durch Unachtsamkeit meinerseits und zum anderen durch Dreistigkeit der Busfahrer.
Das Handy ist mir während ich schlief aus der Tasche gefallen. Als alle zur Passkontrolle raus mussten, hab ich es zu spät gemerkt und als ich wieder zurück im Bus war, war es natürlich weg. Die Busfahrer wussten angeblich von Nichts und sprachen natürlich auch kein Englisch. Auch mein Bestechungsgeld von 100 € halfen da nichts: Das war einfach mal richtig scheiße gelaufen und ich hatte wieder einmal was dazu gelernt.
Ein neues Handy und eine neue Sim Karte werde ich mir dann wohl erst in Australien kaufen.

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